Das Platingruppenmetall Ruthenium bietet ein großes Potenzial für PEM-Elektrokatalysatoren für die Produktion von grünem Wasserstoff.

Bild: iStock, HT Ganzo

Partnerschaft zur Entwicklung und Vermarktung Neuartiger Elektrolysekatalysatoren für die Produktion von grünem Wasserstoff

23.08.2022

Viele Hürden plagen die Entwicklung von grünem Wasserstoff, darunter auch Rohstoffprobleme für Elektrokatalysatoren. Sibanye-Stillwater und Heraeus Precious Metals schließen nun eine Partnerschaft ab, durch welche dieses Problem angegangen werden soll.

Sibanye-Stillwater und Heraeus Precious Metals haben eine Zusammenarbeit für die gemeinsame Forschung und Entwicklung von neuartigen, Platingruppenmetalle (PGM) enthaltenden Elektrokatalysatoren mit hoher Aktivität und Stabilität für Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM-Elektrolyseure) vereinbart. Diese werden unter anderem bei der Herstellung von grünem Wasserstoff eingesetzt.

Das Projekt wird über einen Zeitraum von drei Jahren zu gleichen Teilen von den Parteien finanziert. Die Ergebnisse werden gemeinsam vermarktet, und die Parteien werden bei der Kommunikation und Vermarktung des neuartigen Katalysators zusammenarbeiten.

Seltene Rohstoffe als Problem

Platin und Iridium sind derzeit wesentliche Bestandteile von Elektrokatalysatoren für die Erzeugung von grünem Wasserstoff durch PEM-Elektrolyse. Iridium ist jedoch eines der seltensten Platinmetalle und seine begrenzte Verfügbarkeit stellt ein potenzielles Hindernis für die künftige, großflächige Einführung von PEM-Elektrolyseuren, die Platingruppenmetalle enthalten, dar. Die Verringerung der Iridiumbeladung in PEM-Elektrokatalysatoren ist der Schlüssel zur Sicherstellung eines nachhaltigen Wasserstoff-Ökosystems, das es der PEM-Technologie ermöglicht, zu wettbewerbsfähigen Kosten zu arbeiten und innerhalb des nächsten Jahrzehnts eine dreistellige Gigawatt-Leistung zu erreichen.

Technologien, die Iridium reduzieren oder durch beispielsweise Ruthenium ersetzen, bieten ein großes Potenzial. Die Partner wollen eine neue, robuste Lösung entwickeln, die auf der Substitution von Iridium durch andere Metalle sowie auf der Entwicklung anspruchsvollerer Metalloxidstrukturen beruht.

Kosteneffizienter Einsatz von Edelmetallkatalysatoren

Heraeus Precious Metals ist ein etablierter und anerkannter internationaler Technologiekonzern mit umfassender technischer und fachlicher Expertise in der Entwicklung von Elektrokatalysatoren für die PEM-Elektrolyse und bei Lösungen für den nachhaltigen und kosteneffizienten Einsatz von Edelmetallkatalysatoren.

„Mit unserem gemeinsamen Know-how und unseren Ressourcen sind wir zuversichtlich, neue Lösungen zu entwickeln, die die Rolle der PEM-Elektrolyse in der Wasserstoffwirtschaft weiter stärken werden“, sagt Dr. Philipp Walter, Executive Vice President New Business Development bei Heraeus Precious Metals. „Ohne die kosteneffiziente PEM-Elektrolyse können die Ziele für den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft nicht erreicht werden. Wir sind bereit, in eine nachhaltige Rohstoffstrategie zu investieren, um dies zu ermöglichen.“

Als führender Anbieter von grünen Metallen, wie Platin, Iridium und Ruthenium, investiert Sibanye-Stillwater in die Marktentwicklung und in neue Technologien, die eine nachhaltige Nachfrage nach den vom Unternehmen produzierten Metallen ermöglichen.

„Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass unsere Metalle, einschließlich der Platingruppenmetalle, eine entscheidende Rolle bei der Erschließung der zukünftigen grünen Wirtschaft spielen, beispielsweise im Bereich Wasserstoff. Die Partnerschaft mit Heraeus und die Investition in die erfolgreiche Entwicklung und Kommerzialisierung von Katalysatoren für PEM-Elektrolyseure werden eine grünere Zukunft ermöglichen“, sagt Neal Froneman, CEO von Sibanye-Stillwater.

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