Als Frühwarnsystem könnte die Echtzeit-Kommunikation helfen, Autounfälle zu verhindern.

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Echtzeit-Kommunikation zwischen Fahrzeugen Mobilfunk gegen Autounfälle

07.03.2017

Autos, die sich gegenseitig warnen, um Unfälle zu verhindern: Möglich macht dies eine intelligente Mobilfunk-Technik für den Datenaustausch zwischen Fahrzeugen in Echtzeit.

Vernetzte Autos senden mtihilfe der neuen Mobilfunktechnik beispielsweise Informationen zur Geschwindigkeit, zur Position und zum Spurwechsel direkt an alle Fahrzeuge im Umkreis von 320 Metern – ohne Umwege und deshalb frei von Verzögerungen. Die schnelle und direkte Kommunikation zwischen den Autos verbessert den Verkehrsfluss und soll Unfallzahlen senken. Gemeinsam mit dem übergreifenden Mobilfunknetz bietet sie in Zukunft einen doppelten Boden für den vollvernetzten Straßenverkehr.

Gemeinsam für intelligente Vernetzung

Vodafone installiert auf der Teststrecke der A9 ein leistungsstarkes Mobilfunknetz für die Datenübertragung. Huawei erstellt als Systemtechnologie-Partner die Mobilfunk-Module für die Autos und installiert die benötigte Kommunikationstechnik in den Basisstationen. Bosch wiederum integriert die Mobilfunk-Module und entsprechende Software in den Fahrzeugen und führt die Messungen vor Ort durch

Echtzeit-Kommunikation zwischen Fahrzeugen im Test

Im Testbetrieb wollen die Partner unter Live-Bedingungen zeigen, dass die Direkt-Kommunikation zwischen den Autos per Mobilfunk mit sehr geringer Latenz funktioniert und wie sie sich von WLAN-basierten Alternativen unterscheidet. Die Unterstützung durch das übergreifende Mobilfunknetz sorgt außerdem für hohe Zuverlässigkeit und erleichtert es, die Kommunikation zwischen den Autos zu koordinieren.

LTE-V2X wird derzeit in internationalen Gremien spezifiziert. Vodafone, Bosch und Huawei setzen mit ihren Tests erstmals in Europa überhaupt auf dem neuesten Stand der Spezifikation auf.

Achtung, Spurenwechsel!

Zunächst wird die Technologie als Echtzeit-Warnsystem beim Spurenwechsel auf der Autobahn getestet. Dabei tauscht das Auto jegliche Fahrzeuginformationen – zum Beispiel Geschwindigkeit und Position – mit den Fahrzeugen im Umfeld aus. Nähert sich beim Spurenwechsel ein Auto mit hoher Geschwindigkeit von hinten, so dass es zum Unfall kommen kann, erhält der Fahrer eine Warnung.

Ein verzögerungsfreier Informationsaustausch ist hierbei entscheidend. Später wird die Technologie bei weiteren Szenarien getestet, um zu untersuchen, welche Funktionen neben der Frühwarnung bei Spurenwechsel vorrangig von der schnellen Datenübermittlung profitieren können. Dazu zählt beispielsweise die Warnung beim unvorhersehbaren Bremsvorgang des vorausfahrenden Fahrzeugs.

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