Felten GmbH

Mit Pilot:Food hat der Operator stets alle Prozesse im Blick.

Bild: Felten; Adobe Stock, Ivan Traimak

MES-Lösung für Milchproduzenten (Promotion) Das weiße Gold der Lebensmittelindustrie

20.09.2021

Milch ist eines der vielseitigsten Lebensmittel, das wir kennen. Entsprechend komplex ist die Verarbeitung. Umso wichtiger ist die Unterstützung der Herstellungsprozesse durch geeignete Software wie die MES-Branchenlösung Pilot:Food von Felten.

Die Lebensmittelindustrie kämpft grundsätzlich mit einem hohen Wettbewerbsdruck und einem sehr preissensiblen Markt. Hinzu kommt, dass sich der Lebensmittelmarkt in einem stetigen Veränderungsprozess befindet, sodass sich die Produktion flexibel auf einen immer neuen Wandel im Ernährungs- und Konsumverhalten einstellen muss.

Ein Unternehmen mit Fokus auf die Milchverarbeitung, dessen Name aus Wettbewerbsgründen nicht genannt werden kann, beschloss daher 2019, dass die bestehenden Produktionsprozesse sukzessive digitalisiert werden sollten, um mit dem wachsenden Wettbewerbsdruck mithalten zu können. Ziel des Unternehmens war es, die Effizienz deutlich zu steigern, indem der Automatisierungsgrad erhöht und die Produktionssteuerung flexibler gestaltet wurde. Um all das umsetzen zu können, wurde die Branchenlösung Pilot:Food mit verschiedenen Modulen als untergelagertes Manufacturing Execution System (MES) eingeführt.

In einem Stufenkonzept erfolgte nach einem initialen Workshop zur Definition und Umsetzung der Prozesse der Start mittels einer Lösung zur Wareneingangskontrolle. Hier wurden die Prozesse des Warenein- und -ausgangs digitalisiert und der Austausch mit dem ERP für Bestellungen und Lieferungen automatisiert.

Prozesse der Milchverarbeitung

Im Bereich der Weiterverarbeitung der Rohmilch unterteilt das MES übergreifende Aufträge in Teilaufträge und ordnet diese den Produktionsbereichen zu. Neben den herkömmlichen Prozessen zur reinen Milchverarbeitung wie dem Erhitzen, Homogenisieren und Abkühlen werden aus Teilen der Molke über eine Filtration und Sprühturmtrocknung unter anderem Molkenproteinkonzentrat und Molkenproteinisolat gewonnen. Diese werden zur Weiterverarbeitung in anderen Standorten in Big Packs und Säcke abgefüllt.

Das MES kann dabei die Art und den Umfang der Aufträge unterscheiden und steuern, welche Produkte auf Paletten und welche in Big Bags abgefüllt beziehungsweise abgesackt werden. Die erfassten Daten liefern zudem Informationen für das Management-Dashboard. Je nach Bedarf können so zeitnah entsprechende Maßnahmen daraus abgeleitet und umgesetzt werden.

Um eine Rückverfolgung späterer Fertigprodukte sicherzustellen, erfasst und speichert das MES die Auftrags-, Material- und Equipment-Daten im System. Nach der Verarbeitung der Milcherzeugnisse werden mit Transportaufträgen die Paletten in das Fertigwarenlager bewegt. Auch hier wird jeder Vorgang dokumentiert.

Um die Abwicklung und Bedienerführung noch flexibler zu machen, kommen dabei mobile Endgeräte (PDAs) zum Einsatz. Im Fall der Fälle stehen somit alle relevanten Informationen auf Knopfdruck zur Verfügung, was eine schnelle Eingrenzung möglicher Unregelmäßigkeiten erleichtert.

Der Weg zur Echtzeit

Bisher konnte der Milchverarbeiter mit den verfügbaren Daten lediglich in die Vergangenheit schauen. Mit dem MES Pilot:Food hat er eine Basis geschaffen, um auch Echtzeitdaten bewerten zu können und den ersten Schritt in Richtung Künstlicher Intelligenz und vorbeugender Maßnahmen zu gehen. Das stellt die Wettbewerbsfähigkeit im Zuge hoher Geschwindigkeit und sich ständig verändernder Marktanforderungen für die Zukunft sicher.

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