Die Treiber des Wachstumspotenzials sind langfristige Trends wie Automatisierung, Energieeffizienz und Elektrifizierung, die die Nachfrage nach Elektromotoren, Frequenzumrichtern und zugehörigen Systemen stützen.
„Die konjunkturelle Lage bleibt kurzfristig angespannt. Aus Sicht unserer Mitgliedsunternehmen zeigen die langfristigen Markttrends allerdings nach oben“, so der Fachbereichsvorsitzende Dr. Volker Lindenau (ABB). Insbesondere Investitionen in energieeffiziente Antriebslösungen und automatisierte Produktionsprozesse dürften mittelfristig wieder für Rückenwind sorgen.
Regulatorische Weichenstellungen stehen 2026 im Fokus
Inhaltlich wird die Arbeit des Fachbereichs im Jahr 2026 maßgeblich durch die europäische Regulierung geprägt sein. Erwartet werden erste richtungsweisende Entwürfe zur Umsetzung der Ecodesign Sustainable Products Regulation (ESPR). Im Mittelpunkt stehen dabei der Digitale Produktpass (Digital Product Passport, DPP) sowie konkrete Anforderungen an die Kreislaufwirtschaft.
Diese Themen werden derzeit intensiv gemeinsam mit der Europäischen Kommission, dem ESPR-Studienteam und den europäischen Normungsorganisationen diskutiert. Der ZVEI bringt sich dabei über seinen europäischen Sektorverband CEMEP aktiv in die Prozesse ein. Ziel ist es, praxistaugliche, technisch fundierte und wettbewerbsfähige Regelungen mitzugestalten.
Neuer Vorsitz im Fachbereich
Dr. Lindenau wurde im Rahmen der turnusmäßigen Neuwahlen bereits Ende November 2025 zum neuen Vorsitzenden des Fachbereichs Elektrische Antriebe gewählt. Er folgte auf Dr. Jörg Hassmann (Siemens). „Wir wollen die Zukunft der Antriebstechnik aktiv gestalten“, so Lindenau zu seiner neuen Aufgabe im ZVEI. Der Fokus für dieses Jahr liege auf technologischer Innovationskraft und europäischer Wettbewerbsfähigkeit. „Die Regulierung auf nationaler und europäischer Ebene sollte den Industriestandort konsequent stärken und dafür Innovation und Wachstum fördern.“
Der bisherige Vorsitzende des ZVEI-Fachbereichs elektrische Antriebe, Dr. Jörg Hassmann, bleibt dem Fachbereich und dem ZVEI indes eng verbunden: Er amtiert ebenfalls seit November als neuer Präsident des europäischen Branchenverbands CEMEP. In dieser Funktion wird er die Interessen der Antriebstechnik auf europäischer Ebene weiter maßgeblich mitprägen.