Vielfalt: Lackiertes Stahlblech oder Edelstahl in zahlreichen Größen – sowohl der AX als auch der KX sind in vielen Varianten ab Lager lieferbar. Den neuen AX gibt es beispielsweise in etwa 40 verschiedenen Abmessungen.

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Neue Generation von Klein- und Kompaktschaltschränken Kompakte Systemlösung

03.04.2019

Der AE-Kompaktschaltschrank von Rittal zählt seit 60 Jahren zum meist verwendeten Gehäuse­system der Welt – er gilt als das Original und erster Serienschaltschrank. Jetzt hat der Hersteller mit der Serie AX und KX sein komplettes Programm für Kompaktschaltschränke inklusive Kleingehäuse zur Systemlösung deutlich weiterentwickelt. Schaltschrank- und Anlagenbauer profitieren von reduzierter Komplexität und mehr Geschwindigkeit in der Werkstatt.

Die große Anzahl an Maß- und Materialvarianten sowie die hohe Qualität haben den Kompaktschaltschrank AE zum erfolgreichsten Serienprodukt aus dem Hause Rittal gemacht. Rund 35 Millionen Stück wurden seit der Einführung vor 60 Jahren bereits verkauft.

Aufgrund sich verändernder Anforderungen an die Gehäusetechnik in den letzten Jahren hat sich Rittal entschieden, sein Produktprogramm grundlegend weiterzuentwickeln. So kommen etwa durch die steigende Digitalisierung und Automatisierung in der Anlagentechnik immer mehr Sensoren und Aktoren zum Einsatz. Dies führt automatisch zu einer größeren Zahl der im Gehäuse zu montierenden Komponenten und damit mehr Leitungen, die über die Flanschplatte ins Innere geführt werden müssen. Diesen geänderten Anforderungen wird der AX beispielsweise mit einer bis zu 35 Prozent größeren Flanschplatte gerecht. Gleichzeitig steigt die Packungsdichte in den Gehäusen an, da viele Komponenten immer kompakter werden.

Diese und viele weitere Kundenanforderungen hat Rittal im Rahmen der Weiterentwicklung intensiv untersucht, um sie in den neuen Kompaktschaltschränken und Kleingehäusen umzusetzen. Dazu zählen Forderungen nach vereinfachtem Engineering und Handling bei Ausbau und Montage in der Werkstatt. Und darüber hinaus steigen die Kundenansprüche in Sachen Logistik wie permanente hohe Verfügbarkeit und 24-Stunden-Lieferung innerhalb Deutschlands sowie Variantenvielfalt.

Reduzierte Komplexität vereinfacht Engineering

Eine geringere Komplexität bringt schon bei der Planung viele Vorteile mit sich. Dies hat Rittal auch bei der Neuentwicklung berücksichtigt. So gibt es bei den Kompaktschaltschränken jetzt nur noch eine statt zwei Produktlinien – ohne dass die Abmessungen oder Anwendungen verloren gehen.

So ersetzt die neue Kompaktschaltschrank-Serie AX die AE- und CM-Schränke. Bei den Kleingehäusen gibt es nun die KX-Gehäuse statt den bisherigen Serien KL, EB und BG. Eine geringere Teilevielfalt reduziert die Komplexität und vereinfacht darüber hinaus auch die Planung.

Für das Engineering kommt heute in den meisten Fällen Software wie Eplan Electric P8 für die Elektroplanung und Eplan Pro Panel für die 3D-Aufbauplanung zum Einsatz. Der Schlüssel für eine hohe Effizienz sämtlicher Prozesse von der Planung über die Fertigung bis hin zur Inbetriebnahme ist dabei die Durchgängigkeit der Daten. Stehen hochwertige 3D-Daten der verwendeten Komponenten zur Verfügung, stellt dies eine wesentliche Vereinfachung der täglichen Arbeit dar. Denn in nachfolgenden Bearbeitungsprozessen entfallen manuelle Tätigkeiten, wie das Eingeben der Daten.

Besonders komfortabel und zeitsparend ist die Konfiguration und Bestellung über das Rittal Configuration System. Eine Plausibilitätsprüfung verhindert, dass falsches oder nicht passendes Zubehör überhaupt angezeigt wird. Ein unproduktives Ausprobieren wird so vermieden – insgesamt ergibt sich dadurch ein Zeitgewinn bei der Auswahl des richtigen Systems. In einem 3D-Modell innerhalb des Konfigurators kann das gewählte Zubehör gleich an der dafür vorgesehenen Stelle platziert werden.

Mehr Geschwindigkeit in der Werkstatt

Die neuen Kompaktschaltschränke und Kleingehäuse bieten in vielen weiteren Kundenprozessen zahlreiche Vorteile. Dies beginnt schon bei der Lieferung: Alle Flachteile sind der Verpackung einzeln entnehmbar und müssen daher für die Bearbeitung nicht erst zeitraubend demontiert werden. Da zudem alle Flachteile mit einem QR-Code versehen sind, ist eine lückenlose Verfolgung innerhalb der Werkstatt möglich. Um die Türen nach der Bearbeitung einzubauen, ist kein Werkzeug mehr notwendig. Dies gilt auch für die werkzeuglose Montage der Vorreiber.

Ebenfalls neu sind die Wandbefestigungshalter, die sich jetzt ganz einfach von außen am Gehäuse befestigen lassen. Dies reduziert erheblich die Gefahr von Transportschäden, da die überstehenden Wandhalter jetzt erst am Aufstellungsort montiert werden können. Diese und viele weitere Details, die im Interview mit Michael Schell, Vice President Product Management Industry bei Rittal, nachzulesen sind, machen die Arbeit in der Werkstatt deutlich einfacher. Im Ergebnis profitiert der Anwender von einem Zeitgewinn und der damit verbundenen Senkung der Kosten.

Höhere Flexibilität durch Systemtechnik

Die AX-Kompaktschaltschränke bieten – jetzt erstmalig als Systemschränke – dem Anwender eine neue Flexibilität für den Innenausbau. So sind die Flanschplatten, durch die die Leitungen im Boden des Kompaktschaltschranks geführt werden, jetzt durchschnittlich 35 Prozent größer. Heute ist es häufig so, dass die zur Kabeleinführung erforderlichen Öffnungen nicht alle auf der Flanschplatte Platz haben. Die Folge ist, dass zwei Teile, Flanschplatte und Gehäuse bearbeitet werden müssen – beim AX kann die Gehäusebearbeitung meistens entfallen.

Weitere Flexibilität bietet eine Nockenprägung in den Seitenwänden, durch die das einfache und präzise Anbringen von Innenausbauschienen einfach möglich wird. Die formschlüssige Montage erhöht dabei die Stabilität und damit die Sicherheit auch bei dynamischen Belastungen. Es lassen sich unter anderem Türpositionsschalter, Türarretierungen, Kabelschläuche, Klemmleisten, Schaltschrankleuchten ohne mechanische Bearbeitung der Gehäuse direkt an den Innenausbauschienen befestigen. Besonderer Mehrwert: Durch den fest definierten Abstand zwischen den Schienen kann das Systemzubehör aus dem VX25-Schaltschrankprogramm verwendet werden.

Vielfältige Lösungen für jede Anforderung

Mit den neuen AX-Kompaktschaltschränken und KX-Kleingehäusen steht für jede Aufgabe die passende Ausführung zur Verfügung. Wenn nur wenige Komponenten untergebracht werden müssen, eignen sich die KX-Kleingehäuse ab einer Größe von 150 mm x 150 mm x 80 mm. Die AX-Kompaktschaltschränke sind mit Tiefen von 210 bis 400 mm und mit einer maximalen Größe bis zu 1.000 mm x 1.400 mm lieferbar. Insgesamt gibt es den neuen AX in etwa 40 verschiedenen Abmessungen.

Wollen Sie mehr zu Rittals neuen Schaltschrankserien lesen? Im Titelinterview der A&D 4.2019 erläutert Michael Schell, Vice President Product Management Industry bei Rittal, die Vorteile und Funktionen der Geräte.

Bildergalerie

  • Mit den Serien AX und KX hat Rittal sein komplettes Programm für Kompaktschaltschränke inklusive Kleingehäuse einem Relaunch unterzogen und zur Systemlösung deutlich weiterentwickelt.

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  • Mit den flexiblen Möglichkeiten für den Innenausbau wird der AX zum System-Baukasten.

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  • Schienen und Nockenprägung vereinfachen den Innenausbau. Die im Gehäuse eingeprägten Nocken ermöglichen den zeitsparenden und präzisen Einsatz der Schiene für Innenausbau zum weiteren Ausbau mit Rittal-System-Chassis und Zubehör.

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  • Rundum im Gehäuse eingeprägte Nocken sorgen für präzise Positionierung und sichere Befestigung der Innenausbauschienen – auch unter dynamischen Belastungen

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  • Hochwertige 3D-Daten für durchgängig digitalisierte Abläufe sind einfach über die Rittal-Website oder das Eplan Data Portal verfügbar und schaffen Wertschöpfung schon in der Lieferkette. Teilereduzierung sorgt für vereinfachtes Engineering. Konfiguration und Bestellung erfolgen einfach über das Rittal Configuration System und den Onlineshop.

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  • Die Fertigung der Kompaktschaltschränke AX und der Kleingehäuse KX findet in dem neu errichteten Werk in Haiger statt. Das weltweit modernste Produktionswerk für Kompaktgehäuse setzt durchgängig auf Industrie-4.0-Konzepte und auf hochautomatisierte Prozesse, um eine ständige Verfügbarkeit der Produkte sicherzustellen.

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