Eisele Pneumatics wird an ein Familienunternehmen aus Österreich verkauft.

Bild: Eisele

Insolvenzverfahren Käufer für Eisele Pneumatics gefunden

13.01.2021

Ein Familienunternehmen aus Österreich hat sich als Käufer für Eisele Pneumatics gemeldet. Ein Großteil der Arbeitsplätze soll gesichert werden. Der Anbieter von Anschlusskomponenten hatte im August 2020 einen Antrag auf Insolvenz gestellt.

Das Waiblinger Familienunternehmen Eisele Pneumatics ist in einem internationalen wettbewerblichen Bieterverfahren an den österreichischen Autoteilehersteller Henn veräußert worden. Die Übernahme soll die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und damit auch einen Großteil der Arbeitsplätze sichern.

Federführend beraten wurde der Verkauf von der Wintergerst Societät für Unternehmerberatung. Sowohl nationale als auch internationale Kaufinteressenten wurden dabei angesprochen. Die Übernahme durch Henn soll zum 1. März 2021 erfolgen.

„Ich freue mich, dass mit der Übernahme sowohl das operative Geschäft als auch der Standort des Unternehmens erhalten bleiben“, sagt Dr. Holger Leichtle von der Insolvenzverwaltung Görg. „Das hochspezialisierte Know-how der Mitarbeiter konnten wir auf diese Weise für die Zukunft sichern und bündeln es mit der Expertise des Investors, der in einem komplementären Bereich aktiv ist.“

„Da Eisele Pneumatics in der Vergangenheit negative Ergebnisse erwirtschaftet hatte, mussten wir möglichen Investoren zunächst aufzeigen, wie das Unternehmen zukünftig wieder stabile Erträge erzielen und Wachstumspotenzial erschließen kann“, berichtet Markus Hehn, Vice President der Wintergerst Societät. „Dies war die Voraussetzung für die Transaktionsfähigkeit von Eisele Pneumatics.“

Unsicherheit bei Betriebsgebäude

Die Transaktion steht derzeit noch unter dem Vorbehalt, dass die Immobilie des Firmensitzes in der Lise-Meitner-Straße in Waiblingen ebenfalls veräußert wird. Die Betriebsimmobilie, für die ein Kaufangebot vorliegt, befindet sich in einer anderen Gesellschaft, die nicht von der Insolvenz betroffen ist.

Die Geschäftsführung von Eisele Pneumatics hatte Ende August 2020 beim Amtsgericht Stuttgart einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Grund waren letztlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

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