Für Aderendhülsen-Fans und -Gegner: In den Kontakteinsätzen können flexible und starre Leiter sowohl mit als auch ohne Aderendhülse verdrahtet werden.

Bild: iStock, Ihor Kashurin

Für jede Richtung etwas Innovative Kontakteinsätze für Steckverbinder

03.09.2020

Geht es um Kontakteinsätze für schwere Steckverbinder, können die einen nur mit Leitern ohne Aderendhülse bestückt werden, die anderen sind ausschließlich für solche mit Aderendhülse geeignet. In diesem Punkt jedoch scheiden sich die Geister der Anwender bekanntlich. Für viele Elektrotechniker ist die Verwendung von Aderendhülsen obligatorisch, ein großer Teil ihrer Kollegen hält sie hingegen für verzichtbar. Doch es gibt eine Lösung, die beiden ‚Lagern’ gerecht wird.

Die Lösung nennt sich Squich von Ilme. In den Kontakteinsätzen mit der auf dem Käfigzugfederprinzip basierenden Schnellanschlusstechnik können flexible und starre Leiter sowohl mit als auch – abisoliert – ohne Aderendhülse verdrahtet werden. Und das auf einfachste und schnellste Weise ohne Werkzeug.

Der Leiter wird in die Kontaktkammer eingeführt und in dieser durch Herunterdrücken eines Verriegelungselements sicher befestigt. Prüföffnungen auf jeder Verriegelungstaste ermöglichen Messungen im eingebauten Zustand.

Zeitersparnis bis 50 Prozent

Die Kontakteinsätze Squich überzeugen seit ihrer Markteinführung Konstrukteure und Techniker aller Branchen und erfüllen deren unterschiedlichste Erwartungen. Für viele steht die Zeiteinsparung um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Anschlussarten im Vordergrund.

Andere sehen in der flexiblen und werkzeuglosen Handhabung – vor allem auch im Servicefall – ihren spezifischen Vorteil. Eine Reihe von Anwendern legt auf eine vibrationsfeste und gasdichte Verbindung besonderen Wert und setzt Squich nun alternativ zur Crimptechnik ein. Welches der Vorteilsmerkmale von Squich der einzelne Techniker auch im Fokus haben mag, sie alle können sich der Zustimmung ihrer Kollegen aus dem Qualitätsmanagement sicher sein.

Denn es gibt bei der Ilme-Schnellanschlusstechnik nur zwei definierte Zustandsvarianten: offen (Leiter nicht angeschlossen) oder zu (Leiter angeschlossen) – was auf einen Blick zu erkennen ist. Vorgaben über zu verwendende Kontakte und Werkzeuge bezüglich Drehmoment oder Öffnungs- und Spannungsgrad der Feder entfallen ebenso wie die Fehlerrisiken, die mit der Nichtbeachtung einer dieser festgelegten Richtlinien verbunden sind.

Angesichts des Erfolgs der Squich-Anschlusstechnik am Markt hat Ilme die Produktfamilie in den vergangenen Jahren stetig weiter ausgebaut, sodass der Anwender mittlerweile zwischen verschiedenen Baureihen wählen kann. So zum Beispiel „dem Klassiker“ CSH, der in Abmessungen und technischen Parametern der weit verbreiteten Standard E Serie (CNE, CSE, CCE) entspricht und mit dieser – dank des gleichen Steckgesichts – voll kompatibel ist. Darüber hinaus auch in der schmalen Bauform CSA, die insbesondere in Applikationen zum Einsatz kommt, die platzbedingt geringere Abmessungen des Steckverbinders erforderlich machen.

Kompakte Bauweise

Ob aus Platz- oder aus Kostengründen: mit einer hohen Kontaktdichte auf engem Raum lassen sich auch mit „dem Kompakten“ CDSH einige Anforderungen erfüllen oder Ziele erreichen. War dies bislang die Domäne der Crimptechnik, bietet Ilme hier nun auch eine Alternative mit Squich-Anschluss.

Für die Verbindung / Trennung von Messwandler und Messgerät wurden von Ilme speziell die 6-poligen (+PE) Kontakteinsätze CDSH 06 NC entwickelt. Drei geschlossene Kurzschlussbrücken im Buchseneinsatz werden durch Trennschieber im Stifteinsatz geöffnet und beim Trennen der Verbindung wieder automatisch voreilend geschlossen. Der Messwandler befindet sich auf diese Weise immer in einem gesicherten Zustand: kurzgeschlossen oder mit dem Messkreis verschaltet. Leicht integrierbar in die Gehäuse der Messeinrichtungen zeigt sich der ‚Autoshort-Connector’ CDHS 06 NC als die bessere Alternative zu herkömmlichen Wandlertrennklemmen.

Klassiker mit Squich

Die 3- bzw. 4-polige Serie CK ist im Bereich der schweren Industriesteckverbinder nicht nur die Kleinste, sondern auch in allen Anwendungsgebieten eine der am weitesten verbreiteten Schnittstelle. Ein Standardstecker also, der über viele Jahrzehnte hinweg im Komponentenportfolio nicht nur des Maschinenbaus fest etabliert ist. So ist es nur konsequent, dass Ilme auch diesen häufig verwendeten Steckverbinder (10A / 400V / 4 kV3) mit Squich-Anschluss anbietet und den CKSH vorstellt.

Wie bei der bewährten ‚Mutterserie’ CKS werden die codierbaren Kontakteinsätze CKSH vertikal verdrahtet, d. h. die Leiter werden von oben und nicht von der Seite in die Kontaktkammern eingeführt, was die Montage noch einmal zusätzlich vereinfacht. Ein Messpunkt und leichte Wiederöffnung sind hier genauso selbstverständlich wie bei den weiteren Squich-Serien.

Die neueste Weiterentwicklung stellt das CX 05 SH dar, mit dem Ilme erstmals ein Modul mit Schnellanschluss Squich für das Modularsystem ‚MIXO’ vorstellt. Damit wird auch jenen Anwendern ein weiterer Zugang zu modularen Steckverbindern eröffnet, die sich alternativ zur Crimptechnik einen einfachen und zugleich sicheren Anschluss wünschen.

Bildergalerie

  • Beim Steckverbinder CDSH von Ilme ist trotz hoher Kontaktdichte auf engem Raum keine Crimptechnik notwendig.

    Bild: Ilme

  • Die komplette Squich-Familie von Ilme im Überblick

    Bild: Ilme

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