Intern trifft extern: Partner-Ökosysteme beschleunigen Durchbrüche

Innovation mit Tempo: Schlüsseltechnologien schneller im Markt

Evonik formt die strategische Forschung zur „Innovation Factory“ um: Programme sollen binnen fünf Jahren bis zur Übergabe in eine Business Line entwickelt werden.

Bild: Dieter Debo / Evonik Industries AG
24.03.2026

Mit der „Evonik Innovation Factory“ ordnet Evonik seine strategische Forschung neu und schafft die Nachfolge für Creavis. Programme sollen im Schnitt innerhalb von fünf Jahren in eine Business Line überführt werden. Im Fokus stehen kombinatorische Innovation und Schlüsseltechnologien wie Biopolymere, Rhamnolipide und AEM-Membranen.

Evonik richtet seine strategische Forschung neu aus und formt sie zu einer agilen Innovationseinheit, die technologische Durchbrüche deutlich schneller in den Markt bringt. Im Fokus steht kombinatorische Innovation: interne Kompetenzen werden gezielt mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie verknüpft. So entwickelt und skaliert Evonik Schlüsseltechnologien wie Biopolymere und Rhamnolipide konsequent bis zur Marktreife.

Das Chemieunternehmen Evonik richtet seine strategische Forschungseinheit neu aus. Die Evonik Innovation Factory agiert als unternehmerische Entwicklungseinheit, die technologische Durchbrüche schneller in industrielle Anwendungen überführt. Als Nachfolgerin der Creavis übernimmt sie eine klare Aufgabe: Innovation mit Tempo sowie Markt- und Anwendungsfokus.

„Wir richten unser Innovationssystem so aus, dass wir die Zeitspanne von der Entwicklung bis zur Markeinführung deutlich verkürzen“, sagt Christian Eilbracht, Chief Innovation Officer von Evonik. „Die Innovation Factory ist unser Versprechen, aus exzellenter Forschung sichtbaren industriellen Fortschritt zu machen – für uns und unsere Kunden.“

Fünf Jahre bis zur Business Line

Herzstück der neuen Einheit ist ein verbindlicher Zeithorizont: Jedes Programm soll innerhalb von durchschnittlich fünf Jahren so weit entwickelt sein, dass Evonik es in eine Business Line überführen kann – startklar für das operative Geschäft und die Produktion. „Die Innovation Factory arbeitet nach einem klaren Prinzip: ‚Building what’s next‘. Dazu kombiniert Evonik zukünftig noch viel stärker eigene Kompetenzen mit externen Impulsen aus Wissenschaft, Start-up-Ökosystemen und von Branchenpartnern. So entstehen schneller technisch und kommerziell belastbarere Lösungen, die direkt industriellen Nutzen bringen und reale Markterfordernisse erfüllen“, sagt Axel Kobus, Leiter der Evonik Innovation Factory.

Inhaltlich setzt die Innovation Factory dort an, wo Evonik bereits heute Stärken hat und Kunden dringend neue Lösungen benötigen. Ein Beispiel sind die Rhamnolipide: Diese hochwirksamen und zugleich besonders umweltfreundlichen Biotenside werden bereits in Kosmetik- und Reinigungsprodukten eingesetzt und bieten viele weitere Anwendungsmöglichkeiten. Diesen Weg geht Evonik nun konsequent weiter: Mit einem neuen Portfolio von Biopolymeren, die fossile Rohstoffe ersetzen können oder mit der Entwicklung von Anionen-Austausch-Membranen (AEM), die perspektivisch eine Schlüsselrolle in der grünen Wasserstoffwirtschaft spielen sollen.

Die Innovation Factory ist ein integraler Bestandteil der globalen Forschungsstrategie von Evonik. Sie stärkt die weltweite Präsenz in führenden Innovationsökosystemen – von Boston (USA) mit dem Cambridge Innovation Satellite für Life Sciences über Singapur mit Biotech-Prozesslösungen bis nach Shanghai (China) mit den Membranaktivitäten. Gemeinsam schaffen diese Standorte Zugang zu neuen Technologien, Talenten und Partnerschaften in relevanten Märkten und Ökosystemen

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