Wachstum trotz Gegenwind

Industrie skaliert neue Anlagenkonzepte

Kunden setzen auf Hochleistungsspritzenanlagen von Optima, da diese Dosiergenauigkeit, Effizienz und Sterilität in einer durchgängig integrierten Linie für vorgefüllte Spritzen vereinen.

Bild: OPTIMA
16.04.2026

Im Jahr 2025 entwickelte sich das Geschäft mit Lösungen für die Branchen Pharma und Diagnostik erneut dynamisch. Im Konsumgüterbereich stand die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) im Fokus, was den Wechsel zu alternativen Verpackungslösungen beschleunigte. Optima begann 2025 mit der Konstruktion und dem Bau einer Anlage für Dry Molded Fiber und Papierumformung. Optima positioniert sich entlang der Prozess- und Anlagengestaltung.

Die Optima-Unternehmensgruppe setzte ihren Wachstumskurs im Jahr 2025 fort. Der Umsatz stieg um gut 6 Prozent auf 850 Millionen Euro. Es wurden 300 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen, sodass die Anzahl der Mitarbeitenden auf 3.700 stieg, davon 600 an 18 Standorten im Ausland. Damit behauptet sich der in Familienbesitz befindliche Sondermaschinenbauer auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld. „Unsere Entwicklung zeigt, dass spezifisches technisches Branchen-Know-how und neue Lösungen für dynamische Märkte und regulatorische Anforderungen für unsere Kunden entscheidend sind“, sagt Dr. Stefan König, CEO der Optima Unternehmensgruppe.

Optima hat 2025 sein flexibles globales Netzwerk weiter ausgebaut. Neben der Expansion in den USA wurde die Niederlassung in Indien durch die Übernahme eines etablierten Engineering-Teams verstärkt. Parallel dazu wurde die lokale Produktion von Maschinen in China vorangetrieben. Mit weiteren Standortgründungen in Irland, Italien und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde die globale Aufstellung gestärkt. Diese Investitionen stärken die Kundennähe und verkürzen Projektlaufzeiten.

Nachfrage nach validierbaren Anlagenkonzepten steigt

Das Geschäft mit Lösungen für die Pharma- und Diagnostikbranche entwickelte sich im Jahr 2025 erneut dynamisch. Besonders gefragt waren Abfüllanlagen für GLP-1 und zunehmend für High-Potent-Produkte, aseptische Anwendungen, Isolator-Technologien und Gefriertrocknung. Für verschärfte regulatorische Anforderungen, allen voran EU-GMP Annex 1, positioniert sich Optima mit umfassender Kompetenz entlang des gesamten Prozess- und Anlagendesigns.

Das Unternehmen unterstützt Pharmahersteller weltweit dabei, die neuen Vorgaben in belastbare, validierbare und wirtschaftlich tragfähige Anlagenkonzepte zu übersetzen. „Annex 1 verändert Investitionsentscheidungen grundlegend“, sagt Dr. Johannes-Thomas Grobe, CEO von Optima Pharma. „Unsere Kunden erwarten Lösungen, die regulatorisch standhalten und gleichzeitig Effizienz und Flexibilität sichern.“

EU‑Verpackungsverordnung beschleunigt Technologiewechsel

Im Konsumgüterbereich lag der Fokus auf Lösungen für die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Der zunehmende regulatorische Druck beschleunigt den Wandel hin zu alternativen Verpackungslösungen und verändert die Investitionsprioritäten vieler Hersteller. Optima reagiert darauf mit gezielten Investitionen in neue Technologien. So begann das Unternehmen 2025 mit der Konstruktion und dem Bau einer Anlage für Dry Molded Fiber und Papierumformung, um faserbasierte Verpackungslösungen industriell skalierbar zu machen.

Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von regulatorischer Konformität, Ressourceneffizienz und wirtschaftlicher Serienfähigkeit. Diese Lösung wird zusammen mit weiteren Fiber-Technologien erstmals auf der Leitmesse der Branche, der Interpack, die im Mai 2026 in Düsseldorf stattfindet, gezeigt. In den Märkten für Home- und Personal Care, Kosmetik sowie Nahrungsmittel verzeichnete Optima eine anhaltend hohe Nachfrage nach leistungsfähigen und flexiblen Maschinenlösungen. Treiber sind kürzere Innovationszyklen sowie steigende Anforderungen an Effizienz, Qualität und Prozesssicherheit.

Im Bereich Nonwovens profitiert das Unternehmen neben seinem stabilen, modularen Produktportfolio von langfristigen Wachstumstrends in der Hygiene. Anwendungen wie Adult- und Inkontinenzprodukte gewinnen weltweit an Bedeutung und erfordern leistungsfähige, hochautomatisierte Produktionslösungen. Optima profitiert darüber hinaus von starken und langjährigen Kundenbeziehungen, die durch gemeinsame, erfolgreiche Entwicklungsprojekte immer weiter gestärkt werden.

Kaufentscheidungen: Cybersecurity und Nachhaltigkeit im Fokus

Ergänzend zum Maschinen- und Anlagenbau hat Optima seine softwarebasierten Lösungen erweitert. Dazu zählen HMI- und SCADA-Systeme, digitale Zwillinge, Assistenzsysteme sowie der Einsatz Künstlicher Intelligenz, beispielsweise zur Prozessoptimierung, Qualitätssicherung und vorausschauenden Wartung. Cybersicherheit ist dabei integraler Bestandteil der digitalen Architektur: Optima ist nach ISO 27001 zertifiziert.

Auch in puncto Nachhaltigkeit wurden 2025 messbare Fortschritte erzielt. Mit der Fortführung der Strategie „We care for tomorrow“ und der Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts schuf das Unternehmen eine transparente Grundlage für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln. Ein zentraler Meilenstein war die erneute Bestätigung der Platinmedaille von EcoVadis, mit der Optima zu den besten ein Prozent der bewerteten Unternehmen zählt.

„Nachhaltigkeit und Informationssicherheit sind heute klare wirtschaftliche Faktoren“, sagt König. „Sie beeinflussen Investitionsentscheidungen und sind integraler Bestandteil unserer Wettbewerbsfähigkeit.“

Die Basis für Wachstum

Ein weiterer Schwerpunkt lag 2025 auf dem Ausbau und der Qualifizierung von Fachkräften. Optima investierte stark in Trainings- und Entwicklungsprogramme, sowohl für eigene Mitarbeitende als auch für Kunden. Tausende Schulungstage fanden im Trainingszentrum in Schwäbisch Hall und direkt vor Ort bei Kunden weltweit statt.

Zudem wurden drei neue Gebäude in Schwäbisch Hall, Mornshausen und Radolfzell fertiggestellt sowie die Eigenfertigung weiter ausgebaut und modernisiert. Damit wurden Kapazitäten für zukünftiges Wachstum geschaffen und die technologische Tiefe im eigenen Haus gestärkt. Für das laufende Geschäftsjahr setzt Optima auf Wachstum durch Technologie, Kundennähe und Umsetzungskraft.

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