Im Zentrum dieses Ansatzes steht die konsequente Reduzierung von Schnittstellen. Anstelle separater Leitungen für Stromversorgung und Datenübertragung ermöglicht HySpeedVision eine Einkabellösung. Dadurch wird der Verkabelungsaufwand reduziert, Bauraum gespart, die Integration vereinfacht und gleichzeitig die Systemzuverlässigkeit erhöht – insbesondere in dynamischen Anwendungen.
Hohe Datenraten bei minimaler Latenz
HySpeedVision unterstützt serielle Hochgeschwindigkeitsprotokolle wie GMSL (Versionen 1–3), FPD-Link, APIX, ASA Motion Link und USB. Weitere Protokolle sind auf Anfrage umsetzbar. Mit GMSL3 werden Datenübertragungsraten von bis zu 12 Gbit/s über Distanzen von bis zu 12 m erreicht.
Anders als bei Ethernet-basierten Lösungen kommen bei diesen Technologien deterministische Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zum Einsatz, die minimale Latenzen und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten. Diese Eigenschaften sind insbesondere relevant für Anwendungen, bei denen Bilddaten direkt zur Steuerung von Maschinen und Robotern genutzt werden.
Auf dynamische Anwendungen angepasst
Gerade in der Industrierobotik und in bewegten Systemen spielt die mechanische Belastbarkeit eine zentrale Rolle. HySpeedVision ist auf den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen ausgelegt und erfüllt Anforderungen wie Schleppkettentauglichkeit und Torsionsfestigkeit. Das System entspricht dem M12-Standard nach EN 61076-2-010, erreicht Schutzart IP67 und ist für den Temperaturbereich von –20 °C bis +70 °C spezifiziert.
Die geschirmte Ausführung mit einem Frequenzbereich von DC bis 3,5 GHz gewährleistet elektromagnetische Verträglichkeit auch in Umgebungen mit erhöhten Störeinflüssen. Vier Power-Pins übertragen bis zu 1,5 A bei 24 V; zwei Signal-Pins sind für die Datenübertragung vorgesehen.
Ganzheitlicher Ansatz für Hochfrequenzdesign
Rosenberger unterstützt Kunden bereits in der Entwicklungsphase mit Design-In-Beratung, der Berechnung von PCB-Footprints sowie Simulationstools zur Absicherung der Signalintegrität. Ziel ist die Optimierung des gesamten Übertragungspfads – vom Steckverbinder über das Kabel bis zur Leiterplatte.