Honeywell will mit der Erweiterung seiner CyberVantage-Security-Consulting-Services die Kompetenzlücke in der prozesstechnischen Cyber-Sicherheit schließen.

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Services für sicheren Betrieb Honeywell prüft Abwehrmechanismen mit Test-Hackern

15.10.2018

Sogenannte Cyber-Security-Consulting-Services von Honeywell sollen fortan Kunden aus industriellen und kritischen Infrastrukturen dabei unterstützen, bedrohliche Security-Schwachstellen zu erkennen und zu eliminieren.

Die CyberVantage-Security-Consulting-Services enthalten nun Tests zur Eindringtiefe von Angriffen, indem autorisierte Test-Hacker (White-Hat-Hacker) die Abwehrmechanismen bei Kunden abfragen, um diese dadurch zu verbessern. Darüber hinaus wird eine Systemhärtung zur Reduktion von Schwachstellen in der Software und zur Unterstützung des Kunden bei der sicheren Einhaltung der weltweiten Industriestandards des Center for Internet Security (CIS) angeboten.

Diese Services, bereitgestellt durch Fachpersonal mit Kenntnissen sowohl in der operativen Technologie (OT) als auch der industriellen Cyber-Sicherheit, unterstützen Organisationen dabei, die Risiken und möglichen Einflüsse von Security-Vorfällen zu verringern sowie den Reifegrad ihrer industriellen Cyber-Sicherheit zu erhöhen. Aus strategischer Sicht besitzen die CyberVantage-Security-Consulting-Services das Potenzial zu sicherer vernetzten Anlagen, zur digitalen Transformation und zu Aktivitäten im Rahmen des Industrial Internet of Things (IIoT).

3,5 Millionen unbesetzte Stellen

„Auf Basis unserer einzigartigen OT/IT-Erfahrung konnten wir über 5.000 Projekte erfolgreich ausliefern und unsere Kunden dabei unterstützen, ihre Prioritäten bei den Investitionen zur Cyber-Sicherheit richtig zu setzen“, sagt Mike Spear, weltweiter Operations Director für Honeywells Industrial Cyber Security. „Im Ergebnis konnten die Kunden den RoI maximieren und das Risiko reduzieren und damit sowohl Zeit als auch Kosten sparen. Unsere Berater zur Cyber-Sicherheit kennen die strikten Arbeitsanforderungen in einer industriellen Umgebung und verfügen über verschiedene Zertifizierungen bezüglich funktionaler Sicherheit und Security.“

Der Bedarf an Fachpersonal zur industriellen Cyber-Sicherheit ist besonders kritisch, da die Prozessindustrie weltweit von einer zunehmenden Kompetenzlücke herausgefordert wird. Das Forschungsunternehmen Cybersecurity Ventures sagt bis zum Jahr 2021 3,5 Millionen unbesetzte Stellen im Bereich der Cyber-Sicherheit voraus. Außerdem können Bußgelder der staatlichen Gesetzgebung nicht gesetzeskonformen Kunden Millionenbeträge abverlangen. Die Nutzung der spezifischen Kenntnisse von Honeywell zu den Anforderungen beispielsweise im Security-Standard IEC-62443 für industrielle Leitsysteme (ICS) sowie in länderspezifischen Standards soll derartige Sanktionen vermeiden und gleichzeitig die Vorsorgebereitschaft zur Cyber-Sicherheit verbessern können.

Der neue Test zur Eindringtiefe und die Angebote zur Systemhärtung erweitern das aus über 30 Services bestehende CyberVantage-Security-Consulting-Services-Angebot von Honeywell. Kunden erhalten Zugriff auf mehrere Hundert Security-Experten sowie auf verschiedene weltweit verteilte Centers of Excellence zur industriellen Cyber-Sicherheit. Damit können sie ihre auch aus unterschiedlichen Anbietern bestehenden Lösungen simulieren, validieren und weiter entwickeln. Die Kompetenzzentren sind auf dem Stand der Technik und mit Cyber-Security-Personal von Honeywell besetzt.

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