Die Reindampfventile Gemü 505 und Gemü 555 eignen sich für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Hygiene, beispielsweise in der Food- oder Pharmabranche.

Bild: GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG
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Hygiene-Ventile Dampf machen - aber sauber!

26.07.2016

Komplexe Reindampfsysteme in der Food- oder Pharmaindustrie fordern höchste Hygiene von den verwendeten Ventilen. Die Werkstoffe und die Verarbeitung der Reindampfventile Gemü 505 und Gemü 555 eignen sich für den Einsatz in hygienesensiblen Anwendungen.

Insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie und der chemischen und pharmazeutischen Industrie müssen Produkte mitunter keimfrei hergestellt werden. Wenn Dampf in einer keimfreien Produktion mit Oberflächen oder direkt mit flüssigen oder gasförmigen Produkten in Berührung kommt, muss dieser den Reinheitsanforderungen der Produkte entsprechen. Mit den aseptischen Sitzventilen Gemü 505 und Gemü 555 lässt sich ein entsprechendes Reindampfsystem realisieren.

Die pneumatischen (GEMÜ 555) und handbetriebenen (GEMÜ 505) Schrägsitzventile sind deutlich wartungsärmer als Membranventile und einfacher zu reinigen als Kugelhähne. Die Sitzventile sind in den Nennweiten DN8 bis DN80 lieferbar. Durch den Metallfaltenbalg und ausgewählte Dichtwerkstoffe kann das Medium eine Temperatur von -10 bis +180 ºC aufweisen. Die Schweißstutzen-Anschlüsse sind nach den üblichen Normen wie ASME BPE, DIN 11866 oder DIN EN ISO 1127 ausgeführt.

Zuverlässige Abdichtung

Alle Medium berührenden Teile sind aus Edelstahl (316L) gefertigt. Der Ventilkörper ist innen geschliffen und außen elektrolytisch poliert. Bei der Oberflächengüte kann Gemü im Inneren des Körpers Ra-Werte bis 0,4 µm nicht nur produzieren, sondern auch reproduzieren. Die verwendeten Dichtungen wurden gemäß USP Class VI 121 °C geprüft.

Abgedichtet wird der Ventilsitz durch eine Dichtung aus reaktionsträgem, säure- und hitzebeständigem thermoplastischen Kunststoff (PTFE). Der Ventilteller selbst ist mit der Ventilspindel verschweißt und zusätzlich verschliffen, um die sonst üblichen Schmutzecken bei verschraubten Ventiltellerlösungen zu eliminieren. Durch den verschweißten Ventilteller wird auch sichergestellt, dass dieser verliersicher mit der Ventilspindel verbunden ist, wodurch die Anlagensicherheit gesteigert werden kann.

Einfache Rückverfolgbarkeit und Wartung

Die Anforderungen an die Produkte in der Pharma- und Lebensmittelindustrie erfordern unter anderem eine Rückverfolgbarkeit aller mediumsberührender Teile, um die Produktqualität und -sicherheit gewährleisten zu können. Aus diesem Grund werden Ventilkörper, Tellerscheibe, Absperrdichtung, Ventilteller, Spindel, Faltenbalg und Antriebsdichtung von Gemü 555 und Gemü 505 chargenbezogen gefertigt und in einem Produktionsablauf zusammengefasst. Dadurch können bei Bedarf unter anderem Werkstoffprüfzeugnisse nach 3.1 DIN EN 10204 ausgestellt und mitgeliefert werden. Neben der (material-)technischen Auslegung als wartungsarme Armatur wurde auch sichergestellt, dass ein Antriebswechsel schnell, direkt an der Rohrleitung durchgeführt werden kann.

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