HARTING Technologiegruppe

Bild: Harting

Industrie 4.0 Harting zeigt finale Version seiner Infrastrukturbox

28.09.2015

Nachdem Harting auf der Hannover Messe bereits einen Prototypen seiner Infrastrukturbox gezeigt hat, stellt der Hersteller nun eine finale Version seiner Infrastrukturbox vor.

Harting stellt eine Infrastrukturbox vor, die die Weiterentwicklung vom Schaltschrankaufbau mit hutschienenbasierten Automatisierungsgeräten in ein hochintegriertes Gerätedesign zeigt. So lassen sich künftig Maschinen und Anlagen flexibel nach dem Konzept von Industrie 4.0 vernetzen.

Damit können jetzt die Anforderungen einer Smart Factory für die weitere Modularisierung von Fertigungszellen erfüllt werden. Diese soll durch die standardisierten Han-Modular-Steckverbindungen den Informationsaustausch über das OPC-UA-Protokoll zwischen Maschinen und Anlagen ermöglichen und diese zentral überwachen. Das OPC-UA-Protokoll dient dazu, die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Maschinen und Anlagen maschinenlesbar zu ermöglichen.

Bei dem Prototypen handelte es sich noch um einen Schaltschrankaufbau, in welchem mithilfe von Hutschienen Automatisierungs- und Überwachungsgeräte befestigt worden sind. Durch die Größe und das Gewicht der Schaltschrankanlage war es schwer möglich diese variabel und beweglich zu befestigen. Die neue, überarbeitete Version zeigt einen kleinen Kasten mit einheitlichen Anschlüssen, welchen man problemlos auch in engen Räumen unterbringen kann.

Durch die neuen Gegebenheiten aufgrund der Vernetzung der Maschinen entstehen andere Anforderungen bei der Flexibilität und Variabilität von Infrastrukturbauteilen. So müssen die Steckverbindungen eine höhere Festigkeit besitzen, um beim Umbau von Produktionsanlagen nicht zerstört zu werden. Aus diesem Grund kommen bei der überarbeiteten Infrastrukturbox HMC-Modular-Steckverbinder zum Einsatz. Im Rahmen der SmartFactoryKL, einer Demonstrationsanlage des DFKI (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), wird die Infrastrukturbox durch Harting konzipiert und getestet, ob diese die Anforderungen im industriellen Bereich erfüllt.

Das technische Konzept für die Hard- und Software-Schnittstellen der Infrastrukturbox beinhaltet Elemente für ein Schaltmodul, welches über eine Messeinheit sowie eine elektronische Sicherung und über eine galvanische Trennung verfügt. Des Weiteren ist ein Controller über ein Webinterface sowie einen OPC UA Server und einen SQL Server vorhanden, welche über den Integrierten 1Gbit-Switch angesprochen werden können. Die Stromversorgung erfolgt über ein 10- Ampere-Schaltnetzteil, welcher mit einer Spannung von 24 Volt arbeitet.

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