Die Switches mit einer Wiederherstellungszeit von 30 ms sollen vor dem Ausfall des Gesamtnetzwerks im Fehlerfall schützen.

Bild: Weidmüller

Dezentrales Datenmanagement Full Managed Switches mit Redundanzmechanismen

23.03.2020

Mit den Produkten der Advanced-Line-Serie stellt Weidmüller Full Managed Switche vor, die sich besonders für den Einsatz in Netzwerken mit komplexen Aufgabenstellungen und besonderen Anforderungen hinsichtlich Redundanz, abgesicherte Übertragung der Daten oder die Überwachung einzelner Ports eignen.

Industrial-Ethernet, der am meist verbreitetste Kommunikationsstandard, ermöglicht einerseits eine einfache Anbindung an Leitebenen, andererseits eine gute Kommunikation dezentraler Feldgeräte mit der Steuerung. Weidmüller will mit seinen neuen Managed Switche der Advanced Line eine zukunftssichere Infrastruktur mit hoher Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Transparenz ermöglichen.

Die Managed Switche der Advanced Line können die Netzwerkverfügbarkeit durch Redundanz- und Steuerungsmechanismen erhöhen und bieten vielfältige Diagnosemöglichkeiten für anspruchsvolle Automatisierungsnetzwerke. Sie unterstützen gängige Protokolle wie STP/RSTP oder SNMP und lassen sich intuitiv über ein browsergestütztes Web-Interface konfigurieren.

Mit Modellvarianten für Fast Ethernet, Gigabit und PoE sowie mit 5 bis 24 Ports ausgestattet, sollen sie für hohe Flexibilität sorgen. Der weite Temperaturbereich ermöglicht den Einsatz in herausfordernden Umgebungen, zum Beispiel in der Fertigung oder im Feld. Die Advanced Line Familie umfasst von Full Managed Switche für komplexe Einsätze, beispielsweise mit Portüberwachung, bis hin zum Lite Managed Switche für einfache Aufgaben im Netzwerk mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Betriebssicherheit durch schnelle Redundanzmechanismen

Standard in heutigen Industrial-Ethernet-Netzwerken ist die Ringredundanz. Durch das Ringredundanz-Verfahren wird die Verfügbarkeit von Automatisierungsnetzen erhöht, Stillstandzeiten reduziert und zugleich die Konfiguration und Bedienbarkeit im Netzwerk optimiert.

Die Weidmüller Switche der Advanced Line unterstützen die Kombination aus Ring- und Linienredundanz. Dabei werden mehrere Ethernet Switches in einem Liniennetz verkettet. Durch das Konfigurieren des Head-Switch und des Tail-Switch an den äußeren Enden der Kette werden die beiden Enden der Kette in das Netzwerk eingebunden. Mit dem eingesetzten Ring- und Linienredundanz Verfahren können Administratoren flexibel redundante Topologien in jedem Netzwerksegment erstellen.

Mit dem Einsatz der Weidmüller Advanced-Line-Switche, stellt sich das Netzwerk bei Ausfall eines Netzwerksegments in nur 30 ms bei bis zu 250 Switches durch Aktivierung eines Back-up-Pfades wieder her. So wird die Verfügbarkeit des Netzwerkes gesteigert und kostenintensive Stillstandszeiten verringert.

Die Advanced-Line-Switche unterstützen die gängigen Protokolle wie STP, RSTP oder SNMP und lassen sich so besonders einfach in verschiedene Automatisierungslandschaften einbinden. Die Konfiguration der Advanced Line Switche erfolgt webbasiert über eine einfache und intuitive Anwender-Oberfläche. Damit profitiert der Anwender vom direkten Zugriff auf sämtliche Statusinformationen und Betriebsfunktionen der Switche innerhalb ihrer gewohnten Softwareumgebung.

Backup- und Restore-Module

Für den reibungslosen Betrieb auch im Fehlerfall stellt Weidmüller ein externes Backup- und Restore-Modul bereit. Mit dem Modul soll die Konfiguration des Gerätes gesichert werden. Im Bedarfsfall steht diese dann für die Neukonfiguration direkt am Gerät zur Verfügung. Die Konfiguration lässt sich so ohne Netzwerk oder Computer sichern. Ein Ersatzgerät kann damit direkt vor Ort wieder in Betrieb genommen werden.

Modellvarianten für Fast Ethernet, Gigabit und PoE Varianten (Power over Ethernet - zur Fernspeisung der Peripherie) sowie die Ausstattung mit 5 bis 24 Ports sorgen für hohe Flexibilität und bieten damit für jede Applikation das passende Gerät. Alle Ethernet Switche haben ein industrielles IP30-Metallgehäuse mit integriertem Rastfuß zur einfachen Montage auf der Tragschiene.

Neben der einfachen Montage verfügt der Switch über einen weiten Temperaturbereich aus. Die Switche können in Umgebungen von -40 bis +75 °C eingesetzt werden. Das soll den Betrieb sowohl innerhalb der Fertigung als auch im Feld garantieren.

Verschiedene Varianten

Je nach Ausführung sind die Switche mit einer Vielzahl kombinierbarer Schnittstellen – Kupfer oder LWL – versehen, sodass unterschiedliche Medien genutzt und somit auch große Entfernungen überbrückt werden können. Multimode oder Singlemode, 500 Meter oder bis zu 20 km: die SFP-Slots erlauben einen flexiblen Einsatz. Bei der modularen Bestückung der Ports muss lediglich der passende Transceiver eingesteckt werden. Auch ein nachträglicher Technologiewechsel ist somit möglich.

Die Switche der Advanced Line stehen in den Versionen „Full Managed“ und „Lite Managed“ zur Verfügung. Die Full Managed Switches eignen sich besonders für den Einsatz in Netzwerken mit komplexen Aufgabenstellungen und besonderen Anforderungen hinsichtlich Redundanz, abgesicherte Übertragung der Daten oder die Überwachung einzelner Ports. Die Lite Managed Switches sind die wirtschaftliche Alternative für einfache Aufgaben in Netzwerken mit wenig Managed Bedarf.

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