OndoSense hat ein Messsystem zur Füllstandskontrolle von bis zu 1.600 °C heißen Aluminium-, Stahl- oder Kupferschmelzen in geschlossenen Öfen entwickelt: Mit der neuen OndoSense-FurnaceProtect-Radarlösung kann der Füllstand in geschlossenen Schmelz-, Gieß- und Warmhalteöfen erstmals von außen durch eine nur ~50 mm kleine Öffnung im Ofendeckel gemessen werden. Dabei bietet das Radarsystem eine Messgenauigkeit von bis zu 0,3 mm – selbst bei Staub, Dampf, Rauch, Vibrationen sowie intensiver Wärmestrahlung. Auch stark schwankende Füllstände während des Schmelzprozess haben keinen Einfluss auf die Präzision und Verlässlichkeit der Messung. Grund hierfür ist die einzigartige Kombination aus hoher Messrate (500 Hz) und smarten Filteralgorithmen der OndoSense-Radartechnik: Damit erzielt das Radarsystem selbst bei Wellenbewegung, Blasenbildung oder anderen abrupten Füllstandsänderungen stets fehlerfreie, hochgenaue und schnelle Messungen.
Das neue OndoSense-FurnaceProtect-Radarsystem ermöglicht nicht nur eine höhere Produktivität im Betrieb von Schmelz-, Gieß- und Warmhalteöfen: Die Füllstandslösung auf Basis des hochleistungsfähigen OndoSense-apex-Level-Line-Radarsensors reduziert die Energiekosten, verbessert den Rohstoffbedarf und verhindert Ofenüberfüllungen. So setzt OndoSense neue Maßstäbe in der Automatisierung und Verbesserung von Gießprozessen in der Aluminium-, Stahl- und Metallindustrie.
Einfache Integration bei höchster Performance – mit Radar
Die neue Radar-Füllstandslösung erfüllt höchste Anforderungen an Hitze-, Temperatur- oder Druckbeständigkeit und lässt sich unkompliziert in Schmelz- oder Warmhalteöfen integrieren. Das OndoSense-FurnaceProtect-Gehäuse wird dazu auf dem Ofendeckel befestigt. Dabei wird das Rohr des Schutzgehäuses über eine nur ~50 mm kleine Öffnung im Ofendeckel eingelassen.
„Die Radarwellen werden durch das Rohr geleitet und messen so kontaktlos den Ofenfüllstand. Das Gehäuse ist hierbei sowohl von innen als auch von außen gegen Hitze abgeschirmt. Um maximalen Hitzeschutz zu gewährleisten, ist das Radarsystem mit Anschlüssen für eine optionale Luftkühlung ausgestattet. Mit dieser innovativen, hochverlässlichen Füllstandslösung erreichen wir eine Genauigkeit von bis zu 0,3 mm – selbst bei Rauch, Dampf oder Metalltemperaturen von 1.600 °C,“ so Rainer Waltersbacher, Co-Geschäftsführer von OndoSense.
Die OndoSense-FurnaceProtect-Radarlösung ist wahlweise mit einer fortschrittlichen Profinet-Schnittstelle oder einer bewährten analogen Stromschnittstelle (4–20 mA) ausgerüstet. Zudem bietet sie drei digitale Schaltausgänge (PNP/NPN). Der Messbereich beginnt bei 0,1 m und reicht bis 30 m. Das Radarsystem verfügt über eine Webserver-basierte Konfigurationssoftware mit vorinstallierten Anwendungsprofilen. Dies sorgt für eine einfache, zügige Sensorinbetriebnahme.
Vorteile gegenüber radiometrischer Messung
Bislang war die kontaktlose Füllstandmessung von flüssigem Aluminium oder Stahl in geschlossenen Schmelzöfen nur radiometrisch möglich – mit einigen Nachteilen: Denn Messungen mit radioaktiven Isotopen unterliegen strengen behördliche Genehmigungen, aufwändigen Sicherheitsunterweisungen und rigorosen Strahlungsschutzauflagen. Zudem müssen radiometrische Systeme je nach Ofenwandstärke, Metall oder Legierung neu kalibriert werden, um verlässliche Messwerte zu gewährleisten. Mit der neuen OndoSense-FurnaceProtect-Radarlösung entfällt dieser Aufwand:
„Für unser Radarsystem sind weder zeitintensive Nachkalibrierungen je nach Metallart oder Legierung noch Maßnahmen zum Strahlenschutz notwendig. Dies vereinfacht die Inbetriebnahme und senkt Kosten sowie Aufwand in der Wartung und Instandhaltung erheblich“, erläutert Co-Geschäftsführer Waltersbacher.
Ob Aluminium, Stahl oder Kupfer: Das OndoSense-Radarsystem eignet sich für zur Füllstandskontrolle jeder Metall- oder Legierungsart in geschlossenen Öfen.
Kosteneinsparung durch genauere Ermittlung des Energiebedarfs
Mit der OndoSense-FurnaceProtect-Radarlösung kann der zur Metallschmelzung erforderliche Energiebedarf genauer als bisher erfasst werden: „Durch die präzise Füllstandsmessung im Schmelzofen kann die Metallmenge im Ofen besser abgeschätzt werden. Damit kann auch der Energiebedarf, der zum Schmelzen des Metalls erforderlich ist, genauer ermittelt werden. Dies spart Energiekosten und erlaubt eine bessere Planung des Schmelzprozess. Auch Ofenüberfüllungen mit unnötigem Rohstoffverbrauch, ungeplanten Stillstandzeiten, potenziellen Unfällen und hohen Mehrkosten sind somit vermeidbar“, erklärt Co-Geschäftsführer Waltersbacher.
Die Füllstandsmessung in Schmelzöfen ist insbesondere für das Recycling von Metallschrott wie Aluminium, Stahl oder Kupfer erforderlich, um exakt festzustellen, wann das Metall vollständig geschmolzen ist. Zu Beginn des Schmelzprozesses bildet der noch feste Metallschrott üblicherweise einen Haufen in der Mitte des Ofens, sodass der Füllstand am Ofenrand niedriger ist. Mit fortschreitendem Schmelzen steigt der Füllstand am Rand. Wenn das Metall vollständig geschmolzen ist, sind die Füllstandswerte überall identisch.
OndoSense FurnaceProtect: Radartechnik zur Füllstandsmessung
Die OndoSense-FurnaceProtect-Radarlösung basiert auf dem leistungsfähigen OndoSense apex Level Line für hochpräzise Füllstandsmessungen. Der Radar-Füllstandssensor bietet mit seinem sehr schmalen Öffnungswinkel von nur ±1,5 °C stabile, verlässliche Messungen mit einem äußerst kleinen Messfleck. Somit ist er ideal für beengte Platzverhältnisse oder Messungen aus großen Distanzen geeignet. Zudem verfügt der Füllstandsradar über eine staubdichte, strahlwasserfeste Schutzklasse (IP 67) und eignet sich mit seiner widerstandsfähigen PTFE-Linse ideal für harsche Umgebungen.
Das Anwendungsspektrum des OndoSense apex Level Line umfasst Füllstandskontrollen von Metallschmelzen in Schmelz-, Warmhalte,- und Gießöfen, Gussformen, Gießpfannen, Pfannenwagen, Rinnensystemen, Gießrinnen und Schmelztiegeln bis hin zu Durchsatzmessungen auf Förderbändern sowie Füllstand- oder Volumenmessungen von Schüttguthalden im Bergbau.
OndoSense FurnaceProtect – auf einen Blick
Radarsystem misst kontaktlos von außen durch den Ofendeckel
Einfache Integration im Schmelzofen: kleine Öffnung von ~50 mm genügt
Bis zu 0,3 mm Messgenauigkeit – auch bei starker Füllstandsschwankung
Branchen- & Anwendungsfokus: Schmelzöfen, Warmhalteöfen & Gießöfen in der Aluminium-, Stahl & Metallindustrie