Prof. Dr. Andreas Fath in seinem Element: Der „Schwimmende Professor“ will kommenden Sommer die gesamte Donau durchqueren.

Bild: Hubert Braxmaier, AWP
1 Bewertungen

Umweltprojekt Für einen sauberen Fluss: Chemiker durchschwimmt komplette Donau

15.04.2021

2.857 km sind es von der Quelle der Donau bis zu ihrer Mündung im Schwarzen Meer. In nur zwei Monaten will Prof. Dr. Andreas Fath, auch bekannt als „Schwimmender Professor“, die Strecke zurücklegen. Begleitet wird er von technikbespickten Booten, die das Flusswasser auf Kunststoff untersuchen.

Über 4 t Plastik spült die Donau täglich ins Schwarze Meer. Damit treiben mehr Kunststoffpartikel in dem Fluss als Fischlarven. Kommenden Sommer startet deshalb das Projekt „CleanDanube“. Es soll einerseits Aufmerksamkeit in der Bevölkerung wecken, andererseits ist es ein Foschungsprojekt, in dem Wasserproben analysiert werden.

Gesicht der Initiative ist Prof. Dr. Andreas Fath von der Hochschule Furtwangen. Er will den zweitlängsten Fluss Europas auf einer Strecke von 2.857 km vom Schwarzwald bis zur Mündung durchschwimmen. Begleitet wird er dabei von einer fahrenden Wissenswerkstatt sowie von Booten, die jeden Tag Wasserproben analysieren. Auch die Firma Wolftechnik unterstützt das Projekt.

„Wolftechnik hat ein großes Interesse an Nachhaltigkeit und an der Erhaltung der Umwelt. Das haben wir in unserem Unternehmensleitbild verankert“, sagt Wolftechnik-Geschäftsführer Peter Krause. „Als uns Herr Prof. Dr. Fath anrief und um Unterstützung für das Projekt ,CleanDanube‘ warb, war es für uns eine klare Sache, dass wir uns bei diesem wichtigen Thema mit einer Spende sowie mit Equipment beteiligen.“

Fast 3.000 km in zwei Monaten

Beim transnationalen Projekt „CleanDanube“ handelt es sich um ein Bildungsprojekt mit einer fahrenden Wissenswerkstatt und Workshops. Eines der Ziele ist es, der Bevölkerung entlang der Donau Kompetenz zu umweltgerechtem Handeln zu vermitteln. Gleichzeitig ist es ein Forschungsprojekt: Mit einem fahrenden Labor und in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungseinrichtungen analysiert das Team um Prof. Fath den gesamten Verlauf der Donau.

Dafür nehmen die Wissenschaftler an jedem Projekttag Wasserproben. Die benötigten Filter zur Abtrennung von Feststoffen wie Mikroplastik aus den gezogenen Wasserproben kommen von Wolftechnik. Erfahrung auf dem Gebiet hat der Filterhersteller unter anderem aus einer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland. „Das Thema Probenahme aus Gewässern zur anschließenden Untersuchung der zurückgehaltenen Feststoffe war hier immer ein zentrales Thema“, erinnert sich Krause.

Eingesetzte Technik

Mit Prof. Fath machte Wolftechnik 2014 zum ersten Mal Bekanntschaft. Der Mittelständler lieferte hier die Filtertechnik für das Projekt „Rheines Wasser“, bei dem der Professor 1.231 km im Rhein von der Quelle bis zur Mündung zurücklegte. Untersucht wurde das Vorkommen von Mikroplastik im Fluss. „Wir waren schon im Anfangsstadium des Projektes ‚Rheines Wasser‘ von der Idee und dem Ziel dieser einzigartigen Aktion begeistert“, sagt Krause.

Wie damals sollen auch im 2021er-Projekt 01WTKF-Kunststoffgehäuse, MS-Edelstahlgewebekerzen mit unterschiedlichen Filterfeinheiten sowie CPC-Schnellkupplungen und Stecker zum Einsatz kommen. Die Kerzenfiltergehäuse bestehen komplett aus Polypropylen, bei den Filterelementen handelt es sich um reinigbare Siebelemente. Die eingesetzten HFC-Kupplungen sind leistungsfähige CPC-Schnellkupplungen, die sich laut Wolftechnik durch verbesserte Strömungsführung, handliches Design und geringes Gewicht auszeichnen.

Mehr auf der Projektwebsite von „CleanDanube“

Über Prof. Dr. Andreas Fath

Andreas Fath ist passionierter Schwimmer und hat durch seine Aktivitäten im Rhein und im Tennessee River international auf sich aufmerksam gemacht. Aus TV-Beiträgen ist er als „Schwimmender Professor“ bekannt. Aktuell forscht der Chemiker zu Mikroplastik und trainiert parallel für das große Schwimmprojekt, das im Sommer 2021 umgesetzt werden soll.

Bildergalerie

  • Prof. Dr. Andreas Fath (links) und Wolftechnik-Geschäftsführer Peter Krause kennen sich bereits vom Projekt „Rheines Wasser“ (2014).

    Bild: Martin Wolf Wagner, Wolftechnik

  • Peter Krause und Helga Weinschrott von der Universität Furtwangen mit dem Wolftechnik-Filter zur Probenahme beim Projekt „Rheines Wasser“

    Bild: Martin Wolf Wagner, Wolftechnik

  • Die 01WTKF-Kerzenfiltergehäuse eignen sich für die Anwendung in Kühlkreisläufen, als Vorfilter vor Umkehrosmoseanlagen, für Feinfilter bei Säuren und Lauge, in der Trinkwasseraufbereitung und bei Brunnenwasser.

    Bild: Martin Wolf Wagner, Wolftechnik

  • MS-Edelstahlgewebekerzen sind mit Geweben von 2 bis 2.000 μm verfügbar.

    Bild: Martin Wolf Wagner, Wolftechnik

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel