Energiekosten beeinflussen die Kosten des Endprodukts – nicht nur bei energieintensiven Prozessen. Auf der Powtech Technopharm vom 29. September bis 1. Oktober 2026, am Stand 7-815 in Nürnberg präsentiert dazu Glatt Ingenieurtechnik integrierte Konzepte, die Partikeldesign, Prozess-Know-how, Anlagenbau sowie Prozess- und Fabrikplanung verbinden.
Wo Energie im Prozess zurückgewonnen werden kann
Im Mittelpunkt stehen energieoptimierte Lösungen für die Pulversynthese sowie für Wirbelschicht- und Strahlschichtprozesse, mit denen sich Energieverbrauch und CO2-Emissionen reduzieren lassen. Dazu gehören unter anderem Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung aus Prozessabluft, der Heizung-, Lüftungs- und Klimatechnik (HVAC), der Düsenlufterzeugung, den Produktströmen oder der Reaktionswärme. Die Engineering-Experten können aufzeigen, wie sich die zahlreichen Einsparpotenziale durch neue technische Ansätze nutzen lassen. Ein konkretes Anwendungsbeispiel ist der Einsatz von überhitztem Dampf für effiziente Sprüh- und Trocknungsprozesse in der Wirbelschicht.
Glatt erweitert sein Portfolio zur Partikelsynthese und -funktionalisierung um einen Hochtemperaturwirbelschichtreaktor mit Fluidisationsunterstützung für kohäsive Pulver. Durch die Zugabe von reaktiven Prozessgasen können bei Temperaturen von bis zu 800 °C Feststoff/Gas-Reaktionen durchgeführt und somit die Eigenschaften der Ausgangsstoffe modifiziert oder neue Materialien erzeugt werden. Zudem kann der neue Reaktor durch die Zugabe entsprechender Präkursoren für die chemische Gasphasenabscheidung (CVD) genutzt werden, um dünne, dichte Schichten auf den einzelnen Partikeln zu erzeugen.
Von der Produktidee bis zur eigenen Produktion
Glatt Ingenieurtechnik plant und implementiert nicht nur komplette Produktionsstätten, sondern bietet gemeinsam mit der IPC Process-Center auch eigene Lohnfertigungskapazitäten an. Diese reichen von der Begleitung des Scale-ups über die Markteinführung bis zur eigenen Produktion und werden unabhängig von Aufträgen zum Anlagenbau als Dienstleistung angeboten. IPC ist Teil der Glatt-Gruppe und entwickelt gemeinsam mit den Kunden neue, maßgeschneiderte Granulate und Pellets für verschiedenste Anwendungen. Die langjährige Erfahrung ermöglicht dabei die schnelle und umfassende Umsetzung neuer Produktideen. Gemeinsam realisieren IPC und Glatt effiziente Kundenlösungen für die Bereiche Food, Feed und Fine Chemicals sowie für die Herstellung pharmazeutischer Darreichungsformen. IPC verfügt über großvolumige Lohnfertigungskapazitäten, die von GIT als Fabrikplaner und Anlagenbauer konzipiert und installiert wurden.
Technologie-Transfer für das Pharma-Engineering
Im Rahmen des Expertenforums der Messe wird Dirk Steinhäuser von Glatt Process & Plant Engineering Pharma + Biotech und stellvertretender Niederlassungsleiter bei Glatt Ingenieurtechnik in Dresden nachhaltige Ansätze im pharmazeutischen Anlagenbau vorstellen. Seine Präsentation zum Thema ‚Projektansatz mit Tech-Transfer in Pharma & Biotech API‚ gibt einen Überblick über den Projektentwicklungsansatz für diese Art von Projekten, die einen Technologietransfer und einen Lizenzpartner (Lizenzgeber) erfordern. Grundlegende Anforderungen und Vorgehensweisen werden erläutert, die Prinzipien des Drei-Parteien-Projektansatzes werden dargestellt und die Eckpfeiler eines Technologietransfer-Vertrags (TTA) werden erklärt. Auswirkungen auf Projektphasen und den Projektterminplan werden ebenso betrachtet wie notwendige Entscheidungen, Meilensteine und Pflichten für den erfolgreichen Abschluss solcher komplexen Projekte. Der Vortrag findet am Mittwoch, dem 30. September 2026 von 15:30 Uhr bis 16:00 Uhr in Halle 7, Stand 7-489 statt und wird in englischer Sprache gehalten.