Schmersal stellt eine neue Industrie-4.0-taugliche Lösung vor: die Sicherheitssteuerung Protect PSC1 mit integriertem OPC-UA-Server.

Bild: Schmersal

M2M-Kommunikationsprotokoll Eine Sicherheitssteuerung mit integriertem OPC-UA-Server

04.12.2018

Die Schmersal-Gruppe hat auf der SPS IPC Drives 2018 eine neue Industrie-4.0-taugliche Lösung vorgestellt: die Sicherheitssteuerung Protect PSC1 mit integriertem OPC-UA-Server. Die Anbindung der PSC1 an das industrielle Maschine-zu-Maschine-Kommunikationsprotokoll ermöglicht es, dass umfangreiche Informationen von Schmersal-Produkten künftig in einen herstellerübergreifenden Datenaustausch einbezogen werden können.

Darüber hinaus können Schmersal-Produkte mithilfe dieser Lösung Wartungsinformationen liefern, sodass im Sinne von Predictive Maintenance die Komponenten rechtzeitig, vor dem Erreichen des End of Lifetime oder dem Verlust des Performance-Levels, ausgetauscht werden können.

Bei der Protect PSC1 von Schmersal handelt es sich um eine programmierbare, modular aufgebaute Sicherheitssteuerung. Sie ist mit einem universellen Kommunikationsinterface ausgestattet, um den Datenaustausch über unterschiedliche Feldbussysteme mit übergeordneten Steuerungen zu ermöglichen. Die verschiedenen Feldbusprotokolle können einfach per Software ausgewählt werden, so dass die Protect PSC1 für unterschiedliche Feldbussysteme mit nur einer Hardware auskommt. In dieses Kommunikationsinterface hat Schmersal jetzt einen OPC UA-Server integriert.

Von allen Sicherheitssensoren können Daten abgerufen werden

Damit können von allen Sicherheitssensoren aus dem Schmersal-Portfolio umfangreiche Daten maschinenlesbar, mit semantischer Beschreibung über das M2M-Kommunikationsprotokoll abgerufen werden. Dazu zählen etwa Zustandsdaten der Sicherheitsausgänge, sicherheitstechnische Kennwerte, Informationen zur Lebensdauer der Sensoren, Bestellinformationen, Datenblätter, Zeichnungen und Bilder. Sicherheitssensoren, die über einen Schmersal-SD-Bus verfügen, können darüber hinaus Informationen zum Betätiger, zur Temperatur im Sensor, zur Seriennummer des Gerätes sowie Fehlermeldungen (z.B. Querschluss, Übertemperatur, interner Gerätefehler, Kommunikationsfehler, Ausgang Y1/Y2 usw.) anzeigen.

„Dank der Integration von OPC UA in die PSC1 können in Zukunft die Daten unserer Produkte für einen herstellerunabhängigen Austausch zur Verfügung gestellt werden, sei es von einer Maschine zur anderen oder sei es für eine fabrikübergreifenden Kommunikation“, erklärt Ulrich Bernhardt, Leitung Vertrieb Steuerungen bei der Schmersal Gruppe. „Wir betrachten OPC UA als Wegbereiter der Industrie 4.0, denn es standardisiert die industrielle Kommunikation und sorgt für Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller. Wir freuen uns, dass wir unseren Kunden eine solche Lösung bieten können. Aus einem abstrakten Zukunftskonzept wird ein greifbarer Mehrwert für unsere Kunden“.

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