Um diese Vorgaben wirtschaftlich und technisch sicher umzusetzen, braucht es durchgängige, verlässliche Prozessdaten und transparente Anlagenzustände. Genau hier setzt Endress+Hauser an: Vom 4. bis 7. Mai 2026 zeigt das Unternehmen auf der IFAT in München (Stand C1.451) Messtechniklösungen, die relevante Parameter präzise erfassen, die Einhaltung von Grenzwerten unterstützen und eine effiziente, regelkonforme Betriebsführung ermöglichen.
Präzise Messtechnik für strengere Umweltanforderungen
Die mit KARL verpflichtende vierte Reinigungsstufe stellt viele Kläranlagen vor neue Aufgaben: Stickstoff- und Phosphorgrenzwerte werden verschärft, Spurenstoffe sollen deutlich reduziert werden. „Nur wenn Nährstoffe und Mikroschadstoffe zuverlässig erfasst werden, können Gewässer geschützt und Wasserressourcen langfristig gesichert werden“, sagt Christian Gutknecht, Industry Manager bei Endress+Hauser Deutschland. „Das ist nicht nur eine Frage der Abwasserbehandlung, sondern auch eine Frage des Gewässerschutzes.“
Auf der IFAT präsentiert Endress+Hauser das Spektrometer Memosens Wave CAS80E, das Parameter wie Nitrat, Trübung, TOCeq oder SAK254 in Echtzeit direkt im Prozess erfasst. Diese Messgrößen sind entscheidend – von der Ablaufkontrolle in Kläranlagen bis hin zur Überwachung von Roh- und Trinkwasser. Ergänzt wird die Lösung am Messestand durch den Wischer CYR51, der für dauerhaft stabile Messwerte bei minimalem Wartungsaufwand sorgt.
Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts ist die Überwachung von Regenüberlaufbecken vor dem Hintergrund zunehmender Starkregenereignisse. Extremwetter belastet nicht nur Kläranlagen, sondern auch Trinkwasserressourcen durch Einträge in Gewässer und Grundwasser. Mit dem Radarsensor Micropilot FMR20B und der Steuereinheit FlexView FMA90 zeigt Endress+Hauser eine Lösung zur kontinuierlichen Füllstandsmessung und intuitiven Steuerung.
Energieeffizienz als Hebel für nachhaltige Wasserinfrastruktur
Darüber hinaus rückt auf der IFAT die Energieeffizienz von Kläranlagen in den Fokus. „Echtzeitmesswerte schaffen Transparenz im Prozess und eröffnen konkrete Einsparpotenziale“, sagt Christian Gutknecht. „Energie- und Chemikalieneinsatz werden reduziert, gleichzeitig sinken durch einen höheren Trockensubstanzgehalt im Schlamm die Transport- und Entsorgungskosten.“ Am Messestand präsentiert Endress+Hauser dafür unter anderem das Inline-Feststoffgehaltsmessgerät Proline Teqwave MW 300, das mittels Mikrowellentechnologie den Feststoffgehalt vom Primärschlamm bis zum entwässerten Schlamm präzise bestimmt. Für eine zuverlässige Durchflussmessung von Trink-, Brauch- und Abwasser kommt zudem Proline Promag W 400 zum Einsatz – ein magnetisch‑induktives Durchflussmessgerät ohne Ein‑ und Auslaufstrecken und ohne Einschnürung (0 × DN Full Bore). Dank seines bidirektionalen Messprinzips arbeitet es weitgehend unabhängig von Druck, Dichte, Temperatur und Viskosität.
Wie sich Effizienzpotenziale insbesondere in der biologischen Reinigungsstufe weiter erschließen lassen, zeigt Endress+Hauser mit einer Produktneuheit: Die ionensensitive Sonde CAS41E Memosens ISE wird erstmals auf der IFAT vorgestellt und ermöglicht eine besonders schnelle einfach zu handhabende Ammonium- und Nitratmessung – Messgrößen, die über die Reinigungsleistung hinaus zum Bindeglied zwischen energieoptimiertem Anlagenbetrieb und dem nachhaltigen Schutz von Grund- und Trinkwasser werden.