Bei der Wahl des passenden ERP-Systems rät IFS zur Orientierung an neun zentralen Fragen.

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Neun-Punkte-Checkliste Diese Fragen sollten Fertigungsunternehmen ERP-Anbietern stellen

06.12.2018

Ob industrielle Fertigung, Prozessindustrie, Automotive-Branche oder High-Tech: Viele Fertigungsunternehmen stehen derzeit vor einer Modernisierung ihrer ERP-Landschaft und sehen sich nach neuen Lösungen um. Ihre Wahl will gut überlegt sein, denn sie muss 15 Jahre oder länger halten. Eine Checkliste führt die entscheidenden Fragen auf, die Fertigungsunternehmen den ERP-Anbietern stellen sollten.

IFS, Anbieter von Business-Software, nennt neun Schlüsselfragen bei der Auswahl einer ERP-Software für Fertigungsunternehmen. Sie sollen Unternehmen als Orientierungshilfe bei der Suche nach einer geeigneten ERP-Software dienen.

Ist die Software eine echte Branchenlösung?

Die ERP-Software sollte gezielt für die Fertigungsbranche entwickelt worden sein und deren spezifische Anforderungen an unterschiedliche Fertigungstypologien erfüllen. Am besten erkundigen sich Unternehmen nach ähnlichen Referenzkunden, die die Software auch wirklich für ihre branchentypischen Prozesse nutzen – und nicht nur im Rechnungs- oder Personalwesen einsetzen.

Versteht der Anbieter die Branche?

Ohne umfassendes Branchen-Know-how kann der Anbieter keine passgenaue Software entwickeln, implementieren und mit Support unterstützen. Er sollte seine Branchenexpertise nachweisen können und ist idealerweise in Branchen-Verbänden und -Gremien aktiv.

Ist die Software einfach nutzbar?

Die Mitarbeiter werden die Software nur dann intensiv und gerne nutzen, wenn sie ihnen eine einfache Interaktion ermöglicht. Bei modernen Lösungen können etwa Gelegenheitsnutzer künftig mit KI-Chatbots via Sprach- und Texteingabe schnell und unkompliziert an benötigte Informationen gelangen oder Aktionen durchführen.

Werden wichtige und kritische Informationen übersichtlich visualisiert?

Die Verantwortlichen müssen in der Lage sein, richtige Entscheidungen schnell zu treffen. Entscheidungsträger von der Fertigungshalle bis zur Chefetage benötigen deshalb grafisch visualisierte Echtzeit-Informationen, die ihnen tiefe Einblicke geben und rasches Handeln ermöglichen.

Bieten die mobilen Lösungen einen Mehrwert?

Mobile Lösungen zählen inzwischen zur Grundausstattung einer ERP-Software. Sie dürfen aber nicht einfach nur die Desktop-Oberflächen eins zu eins auf Smartphones oder Tablets bringen. Einen echten Mehrwert bieten nur Lösungen, die gezielt dem Kontext angepasst sind, in dem sich die Nutzer in ihren mobilen Situationen befinden.

Unterstützt die Software die Digitalisierung?

Die ERP-Software sollte Fertigungsunternehmen einen modernen digitalen Kern bieten, mit dem sie von disruptiven Technologien wie Internet of Things, Künstlicher Intelligenz oder Robotic Process Automation profitieren können. Die Lösung sollte neue Technologien kontinuierlich adaptieren.

Kann die Software Wachstum und Akquisitionen stemmen?

Fertigungsunternehmen bewegen sich in einem zunehmend dynamischen Umfeld und erschließen sich ständig neue Märkte. Die ERP-Software muss deshalb neue Abteilungen, Standorte oder Akquisitionen nahtlos integrieren können – auch weltweit. Das reicht von einem geeigneten Masterdaten-Management bis hin zur Unterstützung internationaler Sprachen, Währungen und Regularien.

Ist die Software unkompliziert modifizierbar?

Um schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren, benötigen Fertigungsunternehmen eine ERP-Software, die sich einfach anpassen lässt. Eine geeignete Architektur kann dafür sorgen, dass neue Prozesse durch Konfiguration und Customizing statt aufwendige Programmierungen realisiert werden können.

Besteht Flexibilität bei den Betriebsmodellen?

On-Premise, in der Cloud oder hybrid: Fertigungsunternehmen sollten die freie Auswahl zwischen den unterschiedlichen Betriebsmodellen haben – und vor allem jederzeit flexibel umsteigen können, wenn sich ihre Pläne oder Anforderungen ändern.

„Suchen Fertigungsunternehmen ein neues ERP-System, müssen sie nicht nur darauf achten, dass sich die Software selbst für ihre Branche eignet. Auch der Anbieter der Software sollte das tun und ein echter Branchenexperte sein“, sagt Peter Schulz, Team Manager Presales bei IFS in Erlangen. „Nur dann ist gewährleistet, dass sie jetzt und auch in Zukunft tiefgehende Branchenfunktionen erhalten, aus denen sie einen echten Mehrwert ziehen können.“

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