Chemisches Recycling ist nicht immer einfach – Verunreinigungen oder Herausforderungen mit dem Ausgangsmaterial erschweren den Prozess.

Bild: iStock, MiguelMalo

Erprobte Reaktorkonzepte Chemisches Recycling leicht gemacht!

26.10.2022

Nicht nur Qualität und „Reinheit“ des Eingangsmaterials variieren meist stark, auch zentrale Parameter des Ausgangsmaterials spielen eine entscheidende Rolle. Doch wie kann das Recycling doch noch gelingen?

Je nach Prozess sind sehr hohe Viskositäten oder auch darüber hinaus gehende rheologische Herausforderungen, wie zum Beispiel Fließgrenzen, zu erwarten. In solchen anspruchsvollen Medien sollen nicht nur die allgemeinen Mischaufgaben wie Homogenisieren und Suspendieren, sondern auch der Wärmeübergang zuverlässig funktionieren. Will man die Ausgangsmasse entsprechend homogenisieren und auf die benötigte Prozesstemperatur im Reaktor bringen, so bedarf es anspruchsvoller und effizienter Rührtechnik.

Beispiel: Rührtechnische Lösungen

Für hochviskose Produkte werden typischerweise wandgängige, zwangsfördernde Rührsysteme eingesetzt. Dabei gilt es, im laminaren Strömungsbereich eine möglichst kurze Mischzeit sicherzustellen. Traditionell sind dies häufig Wendel- oder Ankerrührer. Moderne Rührsysteme wie der Ekato Paravisc liefern deutlich kürzere Mischzeiten und damit signifikant bessere Prozessergebnisse.

Bei diesem Rührsystem wird die axiale Durchmischung durch die einzigartige Form und Anordnung der beiden Hauptblätter erreicht. Dieses Rührorgan kann je nach Anwendungsfall sowohl nach unten als auch nach oben fördernd betrieben werden. Fördert er beispielsweise nach unten, so wird das Fluid an der Wand nach unten gedrückt, ändert seine Bewegungsrichtung am Boden und strömt im Bereich der Rührwelle zur Oberfläche hin.

Maßgeschneiderte Reaktorkonzepte

Für bestimmte chemische Recyclingverfahren, wie zum Beispiel thermische Verfahren, oder Löseverfahren von PET - etablieren sich bereits einige Prozesse deutlich über den Pilotmaßstab hinaus. Einige lösemittelbasierte Prozesse (Solvolysen) sowie auch unterschiedliche katalysierte Verfahren sind mittlerweile auf dem Weg von der reinen, vielversprechenden Prozessidee in eine Pilotanlage.

An dieser Stelle bietet Ekato das Prinzip des maßgeschneiderten Reaktorkonzeptes an. Auf der Basis von „Joint Development Agreements“ werden aus den Kundenprozessen – die im Labor entsprechend erprobt sind - Reaktorkonzepte entwickelt und als skalierbare, modulare Anlage im Pilotmaßstab umgesetzt.

Ekato möchte so Unternehmen bei der Entwicklung von Depolymerisationstechnologien mit seinem Know-how und seiner Expertise in der Misch- und Reaktortechnologie unterstützen. Im eigenen Technologiezentrum oder auch in für den jeweiligen Kundenprozess maßgeschneiderten Pilotanlagen können Prozesse mit unterschiedlichen Kunststoffabfällen unter realistischen Bedingungen im technischen Maßstab getestet und optimiert werden. Basierend auf den Erkenntnissen aus Pilotversuchen entwickelt Ekato ein auf die Bedürfnisse des Kunden angepasstes Reaktorsystem.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel