Erstes kommerziell erhältliche Hardware

CAN-XL-Transceiver für Humanoide, Industrie-Roboter und HMI

Der neue CAN-XL-Transceiver TCAN6062 bietet die höchste Bandbreite und die größte Nutzlast aller CAN-basierten Netzwerktechnologien und bewahrt gleichzeitig die Vorteile bewährter CAN-Protokolle.

Bild: Texas Instruments
14.08.2026

Der branchenweit erste kommerziell erhältliche CAN-XL-Transceiver TCAN6062 soll Entwicklern von humanoiden und Industrierobotern ein „Nervensystem“ mit höherer Bandbreite zu bieten, gleichzeitig die bewährten Vorteile von CAN-basierten Architekturen zu bewahren und mit den wachsenden Datenanforderungen moderner Netzwerke Schritt zu halten.

Texas Instruments (TI) hat den branchenweit ersten kommerziell erhältlichen CAN-XL-Transceiver vorgestellt. Er wurde entwickelt, um Industrieingenieure dabei zu unterstützen, mit den wachsenden Datenanforderungen moderner Netzwerke Schritt zu halten. Der TCAN6062 von TI ist ein Transceiver für Controller Area Network (CAN) mit Extended Data-Field Length (XL), der Nutzlasten von bis zu 2.048 Byte pro Frame und Datenraten von bis zu 20 MBit/s unterstützt. Gleichzeitig stellt er sicher, dass Nachrichten mit hoher Priorität zuerst und rechtzeitig übertragen werden – mit der Performance, auf die humanoide Roboter, Industrieroboter und Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) angewiesen sind.

Dank seiner Abwärtskompatibilität mit CAN Flexible Data Rate (FD) und CAN Signal Improvement Capability (SIC) ermöglicht der TCAN6062 einen nahtlosen Umstieg auf CAN XL. So können Entwicklungsteams bestehende Designs schrittweise weiterentwickeln, ohne sie vollständig neu konzipieren zu müssen. Darüber hinaus ermöglicht der Transceiver die Konsolidierung von Kommunikationsschichten und den Einsatz von Ethernet in heterogenen Netzwerkarchitekturen mit Tunneling des Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP). Dadurch lassen sich Diagnosedaten, Sensordaten, Steuerungsdaten und Over-the-Air-Updates effizient über ein einziges Netzwerk übertragen.

Netzwerke mit höherer Bandbreite und hoher Zuverlässigkeit

Industriesysteme erzeugen und benötigen heute mehr Daten als je zuvor. Anwendungen sind auf eine schnelle, deterministische Kommunikation angewiesen, um Bewegungssteuerung, Sensorrückmeldungen und Diagnosedaten zu synchronisieren. Dadurch sind neue Anforderungen an die Vernetzung entstanden, die Entwickler aufgrund begrenzter Bandbreiten häufig zu Kompromissen auf Systemebene zwingen. Der CAN-XL-Transceiver TCAN6062 von TI schließt diese Lücke: Er ermöglicht Netzwerke mit höherer Bandbreite, ohne auf die bewährte Zuverlässigkeit von CAN verzichten zu müssen.

Die CAN-XL-Spezifikation ist bereits seit Jahren standardisiert. TI bringt nun als erstes Unternehmen die dafür erforderliche Hardware auf den Massenmarkt. Mit dem TCAN6062 macht TI aus dem innovativen Protokoll eine breit verfügbare, sofort einsetzbare Lösung, die Entwickler in ihren Designs der nächsten Generation implementieren können.

„Mit der zunehmenden Intelligenz und Vernetzung von Industriesystemen steigen auch die Anforderungen an unsere Netzwerke“, so Dwight Byrd, General Manager, Interface Products bei TI. „Entwickler benötigen mehr Daten, höhere Geschwindigkeiten und mehr Flexibilität – ohne Abstriche bei Performance oder Zuverlässigkeit. Mit dem CAN-XL-Transceiver TCAN6062 von TI stehen ihnen diese Möglichkeiten schon heute zur Verfügung. So können sie schnellere und leistungsfähigere Industriesysteme entwickeln.“

Die SIC-Funktion des CAN-XL-Transceivers TCAN6062 reduziert Ringing in komplexen Netzwerken um bis zu 80 Prozent und vereinfacht damit die Validierung in Architekturen mit einer großen Anzahl von Knoten. Da der Transceiver mit einem breiten Bereich an Eingangs- und Ausgangsspannungen kompatibel und für Spannungen bis zu ±58 V geschützt ist, bietet er eine große Designflexibilität für unterschiedlichste Industrieanwendungen.

CAN XL: bessere und günstigere Variante von CAN FD

Als Mitglieder der technischen Arbeitsgruppe „CAN in Automation“ (CiA), die an der Entwicklung der internationalen Norm ISO 11898-2:2024 beteiligt war, haben die Ingenieure von TI die Spezifikation der Bitübertragungsschicht für CAN XL mitgestaltet. So haben sie dazu beigetragen, dass das Protokoll die Anforderungen industrieller Anwendungen in der Praxis erfüllt.

„CAN bildet seit Jahrzehnten das Rückgrat der industriellen Kommunikation“, erklärt Holger Zeltwanger, Geschäftsführer von CiA. „Texas Instruments ist seit vielen Jahren Mitglied von CiA und arbeitet eng mit uns zusammen. Auf dieser langjährigen Tradition baut das Unternehmen auf und hat durch seine Mitwirkung an einem Standard, der für die gesamte Branche richtungsweisend sein wird, die Entwicklung von CAN XL mitgestaltet. Mit der Einführung des ersten kommerziell erhältlichen CAN-SIC-XL-Transceivers steht CAN XL nun Entwicklern weltweit zur Verfügung. Dies unterstreicht unser gemeinsames Engagement, die technischen Herausforderungen von heute und morgen zu lösen.“

„CAN XL läutet eine neue Ära von Anwendungen ein und ermöglicht leistungsfähigere Systeme zu vertretbaren Kosten. CAN XL ist die bessere und kostengünstigere Variante von CAN FD und kann zudem Ethernet tunneln“, so Dr. Arthur Mutter, Vorsitzender der CAN XL Special Interest Group bei CiA und Senior Executive, Networking Technologies bei Bosch. „Mit dem CAN-SIC-XL-Transceiver von TI können Systementwickler nun die Vorteile von CAN XL nutzen, um Daten in unterschiedlichsten Anwendungen schnell (mit bis zu 20 MBit/s) und zuverlässig auszutauschen, von Industrie und Robotik bis hin zu sicherheitsbezogenen Automobilanwendungen.“

Der TCAN6062 ist die nächste Generation des branchenführenden CAN-Transceiver-Portfolios von TI. Mit Lösungen für CAN FD, CAN SIC und jetzt auch CAN XL bietet TI ein umfassendes Portfolio, das Entwicklern die nötige Flexibilität gibt, um mehr Daten schneller, über größere Entfernungen und zuverlässiger zu übertragen.

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