Turck stellt mit Margee eine Programmierumgebung vor, die Block-I/O-Module als programmierbare Steuerungen mit Web-Visualisierung nutzbar macht. Die Erweiterung läuft in Visual Studio Code und nutzt Structured Text als standardisierte SPS-Programmiersprache. Anwender realisieren damit SPS-freie Automatisierung, eigenständige Anwendungen wie die Füllstandsüberwachung an Tanks oder Pick-to-Light-Montagestationen unter MES- oder ERP-Steuerung. In Kombination mit einer SPS übernimmt das Modul dezentrale Logik. Alle Geräte, die Argee 4 unterstützen, arbeiten auch mit Margee, ein Firmware-Update entfällt.
Steuerungscode schneller erstellen
Margee richtet sich an Programmierer mit IT-Hintergrund und nutzt Visual Studio Code. Code-Vervollständigung, Syntaxhervorhebung und Fehlersuche beschleunigen das Erstellen von Steuerungscode. Über die Git-Integration versionieren Teams große Projekte gemeinsam, Dokumentation und Beispielprogramme stehen online bereit. Die Web-Visualisierung bietet erweiterte Ansichten, Offline-Vorschau und Debugging. Margee-Projekte verwalten Anwender in der Turck Automation Suite (TAS), auch im Batch: herunterladen, löschen, schützen und umbenennen. Für OT-nahe Aufgaben bleibt Argee mit Programmierblöcken verfügbar.
Dezentrale Logik verlagert Steuerungsaufgaben in die Maschineneinheit. Das verkürzt Taktzeiten, senkt die Netzwerkauslastung und hält Anlagen auch bei Ausfall der SPS in Betrieb. Hersteller testen modulare Einheiten im eigenen Haus und tauschen defekte Geräte einzeln aus. In modularen Förderbändern reduziert sich die Hardware-Schnittstelle auf Ethernet und Stromversorgung. Typische Einsatzfelder sind modulare Maschinen, Protokollkonvertierungen von Feldbus auf seriell und Anlagen mit kritischen Ausfallzeiten