Mit dem Cyber Resilience Act (CRA) erhöht die Europäische Union die Anforderungen an Produkte mit digitalen Elementen. Besucher der SPS können sich am Messestand von Euchner in Halle 7, Stand 280, über den CRA-Status seiner Produkte und Baureihen sowie über Sicherheitsmaßnahmen für Maschinen und Anlagen informieren.
„Wir haben früh die richtigen Schritte eingeleitet: Seit Anfang des Jahres ist unser Entwicklungsprozess nach IEC 62443-4-1 zertifiziert. Damit ist Euchner CRA-ready. Parallel haben wir ein Product Security Incident Response Team (PSIRT) eingerichtet und eine Kooperation mit dem Cyber Emergency Response Team des VDE (CERT@VDE) geschlossen. Damit untermauern wir unseren Anspruch, im Sinne des Cyber Resilience Act dauerhaft sichere und robuste Produkte zu liefern“, erklärt Bernd Hermann, Entwicklungsleiter bei Euchner.
Unterstützung bei Maschinensicherheit und CRA
Mit seinen Safety Services unterstützt das Unternehmen Maschinenhersteller und -betreiber weltweit bei allen Fragen rund um die Maschinensicherheit, die neue Maschinenverordnung und den CRA. Die Leistungen umfassen Bedrohungs- und Risikoanalysen, die Identifikation von Security-Schwachstellen sowie die Begleitung bei der Umsetzung von Security-by-Design-Konzepten. Bei Fragen zu Konformität, Schwachstellenmanagement und Security-Updates steht Euchner als kompetenter Partner zur Seite und schafft somit Orientierung und Planungssicherheit.
Ein Highlight am Messestand ist das CTS-Gate-System. Es erweitert die kompakte Zuhaltung CTS um ein Griffmodul für Schwenk- und Schiebetüren. Es auch bei schmalen Schutzeinrichtungen mit begrenzten Platzverhältnissen eingesetzt werden. Die optionale Fluchtentriegelung lässt sich bei begehbaren Türen mit einer einzigen Bewegung betätigen. So können Mitarbeiter Gefahrenbereiche im Notfall noch einfacher und intuitiver verlassen. Für die Montage benötigen Maschinenbauer weder einen separaten Türgriff noch einen zusätzlichen Anschlag. Das Griffmodul lässt sich an bestehenden CTS-Anwendungen nachrüsten und eignet sich für Türen, die nach links oder rechts angeschlagen sind. Varianten mit integriertem Sperreinsatz ergänzen das Konzept. Das robuste System mit einer Zuhaltekraft bis 5.000 Newton erfüllt Sicherheitsanforderungen bis PL e und schützt Personen zuverlässig.
Maximale Flexibilität bei der Zugriffssteuerung
In Nürnberg wird ebenfalls die neue EKS2-Leseeinheit präsentiert, sie erweitert die Einsatzmöglichkeiten des Electronic-Key-Systems EKS2 in Kombination mit dem bestehenden Auswertegerät. Neben EKS2-Schlüsseln und Transpondern kann das System jetzt auch Chipkarten, sogenannte Smartcards, lesen. Das gibt Anwendern maximale Flexibilität bei der Steuerung und Verwaltung von Zugriffsberechtigungen an der Maschine. Die Komponente lässt sich einfach in bestehende Strukturen integrieren, etwa in Anwendungen mit vorhandenen Werks- oder Mitarbeiterausweisen. Die kompakte Bauform erleichtert zudem den Einbau in kleine Bedienpanels und Gehäuse, auch bei begrenztem Platzangebot. Ein LED-Konzept auf Front- und Seitenflächen sorgt für eine einfache Überwachung und zeigt den Betriebszustand optisch an.
Eine Leitung für Signale und Daten
In vielen Maschinen verursachen die letzten 20 m zwischen Steuerung, Sensoren und Aktoren noch einen hohen Verdrahtungsaufwand. Vor allem bei zahlreichen Sicherheitssignalen und Diagnosedaten steigt die Komplexität. Mit seinen IO-Link-Safety-Produkten löst Euchner dieses Problem. Anstatt vieler Adern überträgt Euchner Daten und Signale über eine einzige Leitung. Durch die Kombination robuster Sicherheitskomponenten und IO-Link Safety ermöglicht Euchner eine durchgängige sichere Kommunikation auf dem gesamten Weg von der Steuerung bis zum Sensor. Die standardisierte Schnittstelle vereinfacht die Anbindung und reduziert den Planungs- und Installationsaufwand. Zusätzlich senken umfassende Diagnosefunktionen den Wartungsaufwand und steigern die Anlagenverfügbarkeit.
Skalierbares Schutztürsystem mit EtherNet/IP
Mit der MGB2 Modular können Betreiber ihre Maschinensicherheit flexibel an neue Anforderungen anpassen. Das vollständig modulare Schutztürsystem wächst mit veränderten Maschinen- und Anlagenkonzepten, Linienumbauten sowie Retrofit-Projekten mit. Bedienung und Signalisierung sind in einem Gerät gebündelt. Das reduziert den Komponenten- und Integrationsaufwand. Dank der Unterstützung von PROFINET, EtherCAT(P) und EtherNet/IP lässt sich die MGB2 Modular in gängige Steuerungen integrieren. Ein integrierter Ethernet-Switch verringert zudem den Verdrahtungsaufwand und vereinfacht die Netzwerktopologie. Auch unter anspruchsvollen Bedingungen bleibt das System zuverlässig. Es ist für Temperaturen bis minus 30 °C ausgelegt, erreicht Schutzart IP65 und erfüllt Sicherheitslevel bis PL e/SIL 3.