Hochleistungsbeschichtung steigert Standzeit von Pumpen

Weniger Wartung, längere Laufzeit im Pumpenbetrieb

Die KSB Gruppe präsentiert mit der Hochleistungsbeschichtung NoriResist eine weltweit neuartige, kohlenstoffbasierte Oberflächentechnologie für Pumpen und Armaturen.

Bild: KSB, publish-industry KI-generiert
14.07.2026

KSB hat die kohlenstoffbasierte Hochleistungsbeschichtung NoriResist für strömungsführende Bauteile in der Abwasser- und Verfahrenstechnik entwickelt. Die Beschichtung soll auch nach mehreren Tausend Betriebsstunden in sandhaltigen Medien nahezu unverändert bleiben.

Die KSB Gruppe präsentiert mit der Hochleistungsbeschichtung NoriResist eine neue kohlenstoffbasierte Oberflächentechnologie für Pumpen und Armaturen. Sie erhöht die Standzeit, die Effizienz und die Nachhaltigkeit moderner Pumpensysteme deutlich. Grundlage für die Entwicklung war eine enge Kooperation zwischen Forschung, Anwendungstechnik und Praxispartnern. Die neue Beschichtung ist in erster Linie für den Einsatz in der Abwasser- und Verfahrenstechnik vorgesehen.

Kohlenstoffbeschichtung hat ein breites Einsatzfeld

NoriResist ist eine diamantartige Kohlenstoffbeschichtung, die auf strömungsführende Bauteile wie Laufräder, Schleißwände, Druckdeckel sowie Spalt- und Laufringe aufgebracht wird. Auch Pumpengehäuse in Blockbauweise lassen sich beschichten. Als Grundwerkstoffe eignen sich Grauguss, Sphäroguss und Stahlwerkstoffe. Darüber hinaus ist die Beschichtung auch für weitere Bauteile und sogar für ausgewählte Kunststoffkomponenten geeignet.

Mit einer Härte von 4.000 bis 8.000 HV (40 bis 80 GPa) bietet NoriResist einen hohen Widerstand gegen abrasiven Verschleiß, insbesondere bei sandhaltigen Medien. Der Schichtauftrag erfolgt im Mikrometerbereich, sodass das Bauteilgewicht, die Maßhaltigkeit und die hydraulischen Konturen praktisch unverändert bleiben. Ein Nachwuchten der Laufräder ist deshalb nach dem Beschichten nicht erforderlich. Die geringe Beschichtungstemperatur verhindert Bauteilverzug und Gefügeänderungen.

Zahlreiche Feldversuche in stark belasteten Abwasseranwendungen bestätigten die hohe Leistungsfähigkeit der Neuentwicklung. Während konventionelle Beschichtungen bereits nach kurzer Betriebsdauer deutliche Verschleißspuren und Wirkungsgradverluste zeigten, blieb die Oberflächenqualität der beschichteten Bauteile auch nach mehreren Tausend Betriebsstunden nahezu unverändert. Die Pumpen arbeiteten über lange Zeiträume mit konstantem hydraulischem Wirkungsgrad.

Konturtreue Oberfläche reduziert Effizienzeinbußen

Ein entscheidender Vorteil ist die hohe Konturtreue der beschichteten Bauteile. Schaufelkanten bleiben beispielsweise länger scharf. Dadurch lassen sich Abrissverluste und Effizienzeinbußen deutlich reduzieren. In der Praxis lässt sich so eine bis zu dreimal höhere Standzeit im Vergleich zu unbeschichteten oder klassisch beschichteten Komponenten erzielen.

Außerdem zeichnet sich die beschichtete Oberfläche durch einen sehr niedrigen Reibungskoeffizienten aus, wodurch Anhaftungen und Ablagerungen reduziert werden können. Das trägt besonders in medienbelasteten Anwendungen zur Betriebssicherheit bei. Die chemisch inerte Beschichtung ist zudem beständig gegenüber einer Vielzahl aggressiver Inhaltsstoffe und thermisch stabil bis etwa 500 °C.

Umweltverträglich und kostensparend über den Lebenszyklus

Die kohlenstoffbasierte Beschichtung ist umweltverträglich und recycelbar. Neben den technischen Vorteilen leistet sie somit auch einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz. Die bei konventionellen Beschichtungslösungen freigesetzten Kunststoff- oder Schwermetallpartikel fallen nicht an. Gleichzeitig sinken durch verlängerte Wartungsintervalle und einen reduzierten Ersatzteilbedarf der Ressourcenverbrauch und die Lebenszykluskosten der Pumpen.

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