Das neue Heidenhain ILC 3019 ist ein offenes, induktives Längenmessgerät für Automationsanlagen, die Verschmutzungen oder Magnetismus besonders stark ausgesetzt sind. Die hohe Robustheit der induktiven Abtastung sorgt beim ILC 3019 auch unter diesen erschwerten Bedingungen für eine zuverlässige Positionsmessung an den linearen Verfahrwegen.
Durch den kleinen Abtastkopf und die hohen Montagetoleranzen eignet sich das induktive Längenmessgerät ILC 3019 außerdem für eine Vielzahl von Anwendungen, zum Beispiel als Wegmesssystem für Linearmotoren, in Transportsystemen oder an Roboterachsen, für Patientenliegen in der Tomografie, in Schneidemaschinen oder in der Greif- und Spanntechnik für die Automatisierung. EnDat als etablierte, digitale Schnittstelle erleichtert dabei die Anbindung des ILC 3019 von Heidenhain an die Steuerung der Automatisierungsanlagen.
Neue Inkrementalgeber für hohe Maschinenverfügbarkeit
Die robusten und platzsparenden Drehgeber der Serie 600 von Leine Linde basieren auf induktiver Abtasttechnologie und wurden für extreme Einsatzbedingungen entwickelt. Mit der Einführung der inkrementalen Gerätevarianten bietet die Serie 600 nun die Funktionalität absoluter sowie inkrementaler Drehgeber. Damit steht eine komplette Drehgeber-Familie zur Verfügung, die überall dort, wo eine hohe Maschinenverfügbarkeit entscheidend ist, eine zuverlässige Rückmeldung über Position und Geschwindigkeit liefert.
Die neuen Inkrementalgeber der Serie 600 sind widerstandsfähig gegenüber Feuchtigkeit, Staub, Schmutz, Kondensation, magnetischen und elektrischen Feldern sowie starken Vibrationen. Damit gewährleisten sie eine konstant hohe Signalqualität in rauen Umgebungen. Typische Einsatzgebiete finden sich in der Zellstoff- und Papierindustrie, in Stahl- und Sägewerken, in der Schifffahrt und im Offshore-Bereich sowie in Kranen oder Windkraftanlagen.
Die robuste Signalqualität der Serie 600 ergänzt eine starke mechanische Konstruktion. Größere Kugellager als bei üblichen 58-mm-Drehgebern und ein besonders festes Gehäuse machen sie zu einer bewährten Lösung für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Eine Vielzahl von Schnittstellen unterstützt den Einbau in moderne Automatisierungssysteme.
Die Drehgeber-Plattform ECI und EQI
Der modulare Aufbau der induktiven Drehgeber ECI und EQI von Heidenain eröffnet den Herstellern von Antrieben für Maschinen und Anlagen zahllose Möglichkeiten, das Motorfeedback individuell an ihre spezifischen Anwendungen anzupassen. Elektronische oder mechanische Schnittstellen ihrer Systeme müssen sie dafür nicht verändern. Innerhalb der Baureihe 1100 mit Gerätedurchmesser 35 mm und der Baureihe 1300 mit Gerätedurchmesser 56 mm sind die mechanischen Schnittstellen zum Anbau der Drehgeber durchgängig kompatibel.
Außerdem besteht mechanische Kompatibilität zu vielen weiteren Drehgebern gleicher Baugröße aus dem Heidenhain-Produktprogramm, zum Beispiel zu den optischen Drehgebern der Baureihe ECN/EQN 1300. Das digitale EnDat 3-Interface ermöglicht darüber hinaus funktional sichere Anwendungen bis SIL 3 ohne Zusatzmaßnahmen.
Der ECI 1116 rundet das Produktangebot um eine Basisversion ab. Der ECI 1116 kommt ausschließlich als Singleturn-Geber mit 16 Bit Auflösung auf den Markt und bietet trotz seiner Kit-Bauform volle Kompatibilität zu den mechanischen Schnittstellen der anderen Geber der Baureihe 1100. Außerdem bietet er Funktionale Sicherheit bis SIL 2. Wie bei allen Drehgebern der Plattform ECI und EQI erfolgt auch beim ECI 1116 der Anschluss einfach und mit reduzierten Verkabelungsaufwand über die Ein-Kabel-Lösung HMC2.
Integrierte funktionale Sicherheit FSI
Produkte mit integrierter funktionaler Sicherheit FSI von Leine Linde werden höchsten Anforderungen in der industriellen Automatisierung gerecht. Die Drehgeber und Sicherheitssysteme sind für Umgebungen gebaut, in denen Zuverlässigkeit und Präzision entscheidend sind – nicht nur in puncto Performance, sondern auch zum Schutz von Mensch und Maschine. Mit Zertifizierungen bis SIL 3 und PL e gewährleistet die FSI-Reihe eine sichere Bewegungsüberwachung in einer Vielzahl von anspruchsvollen Anwendungen.
Der FSI 608 ist ein absoluter, induktiver Drehgeber mit Fokus auf funktionale Sicherheit. Er ist bis SIL 3 und PL e, Kategorie 4 zertifiziert und bietet eine sichere Rückmeldung von Geschwindigkeit, Position und Beschleunigung über redundante Signalpfade und integrierte Diagnostik. Der FSI 608 zeichnet sich durch PROFIsafe-Kommunikation und eine hohe Auflösung bis zu 31 Bit für diverse Positionieraufgaben aus. Mit Edelstahlwelle und einem robusten Gehäuse aus eloxiertem Aluminium eignet er sich ideal für den Einsatz in Kranen, Aufzügen, automatisierten Anlagen und anderen Anwendungen, in denen ein sicherer Betrieb entscheidend ist.
Das FSI-Sortiment von Leine Linde umfasst die Baureihen FSI 600, FSI 800 und FSI 900 und bietet damit skalierbare Sicherheitslösungen für die industrielle Automatisierung. Während die FSI 600‑Serie Absolutgeber mit sicherer Feldbus-Kommunikation und Zertifizierung gemäß SIL 3/PL e bietet, steht die FSI 800-Serie für Heavy‑Duty-Inkrementalgeber mit sicherer Geschwindigkeitsrückmeldung in anspruchsvollen Antriebssystemen. Die FSI 900-Serie hingegen kombiniert Bewegungsrückmeldung mit einem integrierten, eigenständigen Sicherheitssystem.
Integrierte Vibrationsanalyse spart Zusatzsensorik
Vor allem in hochperformanten und kapitalintensiven Anlagen der Automatisierung ist es für ungestörte Produktionsabläufe, perfekte Fertigungsergebnisse und langlebigen Maschineneinsatz entscheidend, Schäden aufgrund von auftretenden Vibrationen frühzeitig zu erkennen. Umso schneller und einfacher können beschädigte Produkte, Maschinenschäden oder Anlagenausfälle vermieden werden.
Die induktiven Drehgeber ECI 1323 Splus und EQI 1335 Splus von Heidenhain mit integriertem Beschleunigungssensor inklusive Auswertungen sind eine besonders komfortable Lösung, um Schwingungen an Maschinenelementen zu erkennen und zu analysieren. Sie übernehmen die Positionsmessung und Schwingungsanalyse und so die Antriebsregelung und Zustandsüberwachung in einem Gerät.
Dabei verknüpfen sie die erfassten Schwingungssignale mit den Positionswerten, liefern also auch Informationen, die einen schnellen Rückschluss auf Art und Lage einer Vibrationsquelle zulassen. Außerdem kann an die Drehgeber ein externer Temperatursensor angeschlossen werden.
Damit unterstützen der ECI 1323 Splus und der EQI 1335 Splus das maßgeschneiderte Online-Condition Monitoring einer Maschine, um Fehler frühzeitig zu erkennen und genau zu analysieren. So kann der Anlagenbetreiber im Rahmen seiner Predictive Maintenance die regelmäßigen Serviceintervalle – angepasst an die reale Maschinenbelastung – optimieren oder außerplanmäßige Wartungen rechtzeitig in seine Betriebsabläufe integrieren.
Alle diese Informationen übertragen der ECI 1323 Splus und der EQI 1335 Splus über die EnDat 3-Schnittstelle an die nachfolgende Steuerungselektronik. Das spart einerseits zusätzliche Sensorik für die Vibrationsmessung und reduziert andererseits erheblich den Verkabelungs- und Montageaufwand.
Mehr Genauigkeit und Sicherheit für Cobots
Die Erfassung des Motorfeedbacks und die hochgenaue Messung der Position nach dem Übersetzungsgetriebe mit einem Dual Encoder von Heidenhain beziehungsweise über einen Motorgeber plus Secondary Encoder von Amo oder RSF steigern nicht nur die Genauigkeit von Robotern. Sie detektieren auch die Effekte einer Krafteinwirkung auf die einzelnen Getriebe an den Robotergelenken, wie sie zum Beispiel bei einer Kollision auftreten. Diesen Mehrwert können Cobot-Hersteller für eine gezielte Kollisionsüberwachung ohne zusätzliche Torquesensoren nutzen.
Modulare Winkelmesssysteme
Eine signifikante Verbesserung der absoluten Positionsgenauigkeit können Roboterhersteller durch den Einsatz zusätzlicher, hochgenauer Winkelmessgeräte an der Roboterachse erreichen. Montiert nach dem Getriebe, erfassen Secondary Encoder die tatsächliche Position jedes Robotergelenks und ermöglichen so eine Vielzahl an neuen Applikationen. Dafür stehen modulare Lösungen wie das Winkelmesssystem WMRA von Amo oder das neue Winkelmessgerät MCR 16 von RSF zur Verfügung.
Durch den modularen Aufbau mit Teilungstrommel beziehungsweise Messring und separater Abtasteinheit eignen sie sich für große Wellendurchmesser ebenso wie für schwierige Einbausituationen. Die Secondary Encoder-Lösungen von Amo zeichnen sich mit induktiver Abtastung durch eine große Robustheit aus und sind in ihrem mechanischen Design besonders flexibel. Das MCR 16 von RSF bietet eine optische Abtastung mit verbesserter Signalqualität für die absolute Positionsmessung an großen Achsen.