Dichtungsindustrie reagiert auf Verbot

Lebensmittelkontakt sicher gestalten – Dichtungen ohne Bisphenol AF

Beispielhafte Einbauraumsituation für Dichtungen mit Lebensmittekontakt.

Bild: Freudenberg Sealing Technologies GmbH
30.12.2025

Mit der EU-Verordnung 2024/3190 sind BPA und BPAF in vielen Anwendungen verboten. Freudenberg Sealing Technologies hat bereits früh BPAF-freie FKM-Dichtungen entwickelt und reagiert damit auf die neuen Anforderungen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Am 20. Januar 2025 trat mit der EU-Verordnung 2024/3190 ein europaweit geltendes Verbot für den Einsatz von Bisphenol A (BPA) und seinen Derivaten in Kraft. Betroffen sind alle Industrieunternehmen, die Lebensmittelkontaktmaterialien fertigen, vertreiben oder einsetzen. Grundlage für dieses Verbot sind umfassende Studien, die schwerwiegende gesundheitliche Auswirkungen auf den menschlichen Organismus nachweisen, wenn Bisphenole über die Nahrungskette in den Körper gelangen.

Was das EU‑Verbot für die Praxis bedeutet

Für das Verbot von Bisphenol A gibt es anwendungsspezifische Ausnahmeregelungen, die für einen Zeitraum von bis zu mehreren Jahren gelten. Andere gefährliche Bisphenole sind von dieser Ausnahmeregelung ausgenommen. Seit dem 1. September dieses Jahres gilt daher für das in der Kautschukbranche gebräuchliche Bisphenol AF (BPAF) ein sofortiges und vollumfängliches Verbot für den Einsatz in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Das Expertenteam für Lebensmittelkontaktmaterialien von Freudenberg Sealing Technologies hat die gesundheitsrelevanten Forschungen zum Einsatz von BPAF im lebensmittelnahen Bereich von Beginn an verfolgt. So ist es den Werkstoff-Spezialisten gelungen, BPAF-freie, peroxidisch vernetzte Fluorelastomere (FKM) bereits weit vor dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Marktreife zu entwickeln. Der Einsatz synthetischer Kautschuke wie FKM ist wichtig für leistungsstarke, inerte Dichtungslösungen unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen. Sie zeichnen sich unter anderem durch ihre chemische und thermische Beständigkeit sowie ihre Langlebigkeit aus. Eigenschaften, die insbesondere in der Nahrungs- und Getränkeindustrie benötigt werden.

Diese elastischen Alleskönner entstehen durch ein ausgeklügeltes Vernetzungsverfahren, welches den Dichtungen ihre spezifischen Eigenschaften verleiht. Sie sind ein weiteres Beispiel für technologische Exzellenz, die aus branchenübergreifender Teamarbeit sowie der engen Zusammenarbeit mit den Industriekunden des Unternehmens resultiert. So entstehen wichtige Impulse für die Entwicklung wegweisender Branchenlösungen, wie etwa der Verzicht auf Bisphenol A durch eine peroxidische Vernetzung.

Bildergalerie

  • Klappendichtung aus peroxidisch vernetztem FKM.

    Klappendichtung aus peroxidisch vernetztem FKM.

    Bild: Freudenberg Sealing Technologies GmbH

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