Bild: Frizlen

Power- und Klimamanagement in Rechenzentren 156 Lastwiderstände im 19-Zoll-Format für neues Rechenzentrum

10.12.2018

Die elektrische Infrastruktur eines neuen Rechenzentrums auf Herz und Nieren testen – das war die Aufgabenstellung des technischen Generalunternehmers im Bereich Data Center, Spie Lück.

Spie Lück, die als Teil des Geschäftsbereichs „Building Technology & Automation“ seit 2017 zu SPIE Deutschland und Zentraleuropa gehört, trat mit dieser Aufgabe im vergangenen Jahr an Frizlen heran.

Frizlen lieferte für diese Aufgabe zwischen Dezember 2017 und Januar 2018 insgesamt 156 Lastwiderstände der Type BWZV6461206 an den Kunden aus. Die Geräte mit einer elektrischen Leistung von jeweils 6,75 kW und einer Gesamtleistung von knapp 1,05 Megawatt werden im Moment ins neue Rechenzentrum eines Softwareherstellers eingebaut. Dort simulieren die Lastwiderstände die zukünftig verbaute Serverleistung thermisch ebenso wie elektrisch. Mithilfe der Lastwiderstände wird die Leistungsfähigkeit sowohl der installierten Klimatechnik als auch der Stromversorgung überprüft und die entsprechende technische Abnahme gemacht.

Größter Auftrag

Der Auftrag über 156 Geräte war für Frizlen der größte Einzelauftrag der Firmengeschichte. „Der Auftrag konnte dank einer tollen Teamleistung termingerecht produziert und ausgeliefert werden“, freut sich Fertigungsleiter Michael Westreicher. „Und dies, obwohl 2017 gleichzeitig das bisher umsatzstärkste Jahr der Firmengeschichte war und all unsere Produktionsbereiche auf Hochtouren liefen.“ „Unsere jüngsten Investitionen in neue Maschinen und die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter haben sich ausgezahlt”, sagt Geschäftsführerin Julia Horn. „Wir bleiben auf einem sehr stabilen Wachstumskurs – bei stabilen Lieferzeiten. Denn auf eine verlässliche Lieferbeziehung legen wir – genauso wie unsere Kunden – einen sehr hohen Wert”.

Der 19-Zoll Ausbau ist in vielen Einsatzfeldern – Rechenzentren, Veranstaltungs-, Labor- und Regeltechnik sind einige Beispiele – ein Standard. Frizlen hat seit einiger Zeit ein neues Gerät im Programm, das den Anforderungen dieser Bereiche mit seiner 19-Zoll-Bauform und einer einfachen und sicheren Bedienung gerecht wird.

Variable Bauhöhen und Einschubtiefen bieten gute Kompatibilität zu allen gängigen 19-Zoll-Racks. Gleichzeitig kann durch den Einsatz verschiedener Schalter, Stufenzahlen und Anzeigegeräte gezielt auf die Anforderungen der jeweiligen Anwendung eingegangen werden. Durch die Kombination mehrerer Module kann die Gesamtleistung zudem einfach aufgestockt werden.

Die Wärme richtig lenken

Um die thermische Beeinflussung im Rack benachbarter Geräte zu minimieren, verhindert der innere Aufbau direkte Wärmeabstrahlung nach oben und unten. Integrierte Lüfter auf der Frontplatte dienen der gezielten horizontalen Wärmeabfuhr an der Rückseite des Geräts. Minimal induktiv ausgeführte Widerstandselemente reduzieren zusätzlich die elektromagnetische Belastung und Geräuschentwicklung.

Ein besonderer Anwendungsfall ist die Serversimulation in Rechenzentren. Vor der Ausstattung von Rechnerräumen mit empfindlichen IT-Geräten ist es ratsam, den einwandfreien Zustand der Strom- und Klimatechnik zu verifizieren, um im Fehlerfall Schäden an teurer Hardware zu vermeiden. Lastwiderstände stellen für diese Anwendung eine robuste und verlässliche Lösung dar: der neue 19-Zoll Belastungswiderstand von Frizlen erlaubt gezielte elektrische und thermische Simulationen für Serverräume und Labors, auch wenn Racks oder Kaltgangeinhausung (cold aisle containement) bereits installiert sind. Installationen bis zu einem Megawatt Anschlussleistung wurden bereits realisiert.

Die aktuelle Geräteserie mit 4 Höheneinheiten (HE) geht bis zu einer Dauerleistung von 6 kW pro Gerät. Je nach Ausführung sind sowohl einphasige (230 VAC) als auch dreiphasige Lasten (z.B. 3 x 400 VAC) anschliessbar. Wahlweise über Klemmen oder CEE Stecker. Auch eine zweikanalige Ausführung zum Test zweier unabhängier Stromkreise ist möglich. Sonderausführungen bis 14 HE und 20 kW Dauerleistung sind ebenfalls möglich.

Um eine sichere und fehlerlose Bedienung zu gewährleisten, gibt ein Hauptschalter die Laststufen frei und steuert den jeweiligen Lüfter, der ebenfalls durch die geprüfte Quelle gespeist wird.

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