Nach Vorgaben von Leitenberger arbeitete Bopla Ausschnitte für Display, Folientastatur-Flachbandkabel, einen USB-Anschluss sowie zwei Messtechnikbuchsen und die Ladebuchse in das Gehäuse.

Bild: Bopla

Mobiles Gehäuse für Diagnosegerät Hart im Nehmen bei Schmutz und Öl

14.10.2019

Diagnosegeräte zur Messung und Aufnahme von Systemdaten in hydraulischen Anlagen müssen hart im Nehmen, mobil einsetzbar und möglichst einfach zu bedienen sein. Dabei trägt ein robustes Handgehäuse seinen Teil zu Ergonomie und Robustheit bei.

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Leitenberger aus dem baden-württembergischen Kirchentellinsfurt ist Hersteller funktioneller Testgeräte für den Einsatz in Werkstatt und Industrie. Eine der jüngsten Entwicklungen des Unternehmens ist das Hydraulik-Diagnosegerät HD 01 zum Messen von Druck (P), Durchfluss (Q) und Temperatur (T) der jeweiligen hydraulischen Flüssigkeit.

Typische Anwender des Geräts sind Servicetechniker und Hydrauliksystementwickler. Für sie ist entscheidend, dass ein solches Gerät intuitiv zu bedienen, handlich und mobil einsetzbar ist. Das HD 01 erfüllt nicht nur diese Anforderungen, sondern es zeigt auch alle Messgrößen gleichzeitig an und berechnet aus den Daten selbstständig die Pumpenleistung.

Zudem ist es mit einem USB-Anschluss ausgerüstet, um die Messdaten für die spätere Auswertung auf einem USB-Stick speichern zu können. Das ergonomische Hydraulik Diagnosegerät ist mit nur einer Hand zu halten und verfügt über einen Akku. Damit ist es tragbar und nicht auf Netzstecker oder Fahrzeugbatterien angewiesen.

Gehäuse für raue Umgebungen

„Speziell Hydraulik-Diagnosegeräte werden in der Regel in rauen Umgebungen eingesetzt und nicht immer wird pfleglich mit ihnen umgegangen. Sie müssen daher sehr robust und stoßfest sein“, erklärt Markus Heller, Entwicklungsleiter bei Leitenberger. Außerdem darf das Gehäuse des Geräts, das typischerweise aus Kunststoff gefertigt ist, durch den Kontakt mit den hydraulischen Flüssigkeiten nicht verspröden.

Bei der Wahl des Gehäuses für die Neuentwicklung stand der Lieferant schnell fest: Bopla Gehäuse Systeme aus Bünde. „Wir beziehen seit vielen Jahren Elektronikgehäuse für eine Vielzahl unserer Geräte von Bopla – im Besonderen immer dann, wenn es sich um hochwertige Messtechnik handelt, wie im Fall des Hydraulik-Diagnosegeräts“, sagt Markus Heller.

Zu den Gehäusen zählen beispielsweise das Alubos für Klimaservicegeräte, das Internorm Stil für Automaten verschiedener Anwendungsbereiche oder das Bop 500 aus der BoPad-Gehäuseserie, das Leitenberger in hoher Stückzahl für kompakte Thermometer und Aktuator-Ansteuerungen verwendet. Aus dieser Baureihe stammt auch das Gehäuse für die Neuentwicklung HD 01. „Nachdem wir Bopla unsere Anforderungen an das Gehäuse genannt hatten, schlug man uns dort das Bop 700-9005 aus der BoPad-Reihe vor und schickte uns ein Muster. Das Gehäuse hat uns überzeugt“, so Heller weiter.

Tragbares Geäuse

Das schwarze BoPad-Gehäuse, das Leitenberger wählte, misst 165 x 90 x 34 mm und deckt sich im Anspruch an Qualität und Funktionalität perfekt mit dem Hydraulik-Diagnosegerät HD 01. Denn bei der Entwicklung des kompakten Elektronikgehäuses konzentrierte sich Bopla ganz auf die Anforderungen mobiler Handbediengeräte, die unter anspruchsvollen Bedingungen eingesetzt werden.

Die robusten, handlichen Gehäuse sind in fünf Grundgrößen sowie zwei Farben (Schwarz und Weiß) erhältlich und lassen sich sowohl als Handgehäuse als auch als Wandgehäuse verwenden. Auf Wunsch sind auch Sonderfarben möglich. Zudem hat der Anwender die Wahl zwischen pultförmigen oder geraden Gehäuseausführungen sowie BoPad-Varianten mit oder ohne Batteriefach für drei oder vier Mignonzellen (LR6, R06, AM3, E 91, AA). Zur Integration von Folientastaturen oder Touchscreens verfügen alle Hand- und Pultgehäuse der Baureihe über eine abgesenkte Fläche im Oberteil.

Bei dem von Leitenberger gewählten Bop 700 handelt es sich um ein gerades, schwarzes BoPad-Gehäuse ohne Batteriefach, denn das Diagnosegerät wird über einen integrierten Lithium-Ionen Akkupack betrieben und kann über ein Netzteil aufgeladen werden. Aus dem optionalen Gehäuse-Zubehör von Bopla wählte Leitenberger für sein Hydraulik-Diagnosegerät schwarze Dichtungen und einen Stoßschutz in Rot (für die Marke LR-Smart Tech) beziehungsweise schwarz.

Dieser bewahrt das Gerät nicht nur vor Schäden, sollte es dem Bediener einmal aus der Hand fallen – die farbliche Gestaltung dient auch der Anpassung an das Corporate Design der Unternehmensmarke beziehungsweise des jeweiligen Anwenders. „Unsere Gehäuse sind in der Regel schwarz. Doch sollten unsere Kunden andere Farben wünschen, gibt uns die BoPad-Reihe die Möglichkeit, diesem Wunsch nachzukommen, zum Beispiel durch eine farbliche Gestaltung der Folientastatur oder des Stoßschutzes“, erläutert Markus Heller.

Kundengerechte Bearbeitung

Bedient wird das Hydraulik-Diagnosegerät über eine Matrixtastatur, deren Optik und Spezifikationen Leitenberger vorgab. Bopla übernahm die technische Umsetzung und realisierte auch die weiteren Vorgaben seitens Leitenberger: in das Gehäuse eingearbeitet wurden Ausschnitte für Display, Folientastatur-Flachbandkabel, einen USB-Anschluss sowie zwei Messtechnikbuchsen und die Ladebuchse.

Eine solche anwendungsgerechte mechanische Bearbeitung ab der Stückzahl 1 ist eine Spezialität von Bopla. Das Unternehmen verfügt über einen hochmodernen Maschinenpark und viel fachliches Know-how für die maschinelle Bearbeitung, Bedruckung, Bestückung und Montage der Gehäuse. Die Kunden der Bünder Gehäusespezialisten profitieren damit von einer flexiblen Fertigung und der schnellen Lieferung der gewünschten Produkte.

Wie bei Leitenberger auch, ist in der Regel ein Standardgehäuse aus dem umfangreichen Produktportfolio die Grundlage für die Fertigung eines applikationsspezifischen Elektronikgehäuses. Doch sollte ein anwendungsgerecht modifiziertes Gehäuse nicht in Frage kommen, entwickelt Bopla für und mit seinen Kunden auch individuelle Elek­tronikgehäuse und übernimmt deren Fertigung sowie auf Wunsch auch den Einbau der Elektronik.

Im Fall von Leitenberger war dies nicht erforderlich. „Wir bevorzugen generell eine höchstmögliche Fertigungstiefe und führen daher die Montage der Elek­tronik immer in Eigenregie durch“, erklärt Markus Heller diese Entscheidung. Sobald das neue Hydraulik-Diagnosegerät in Serie geht, sollen monatlich zwischen 10 und 25 Stück gefertigt werden.

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