Phoenix Contact Deutschland GmbH

Der CCS-Schnellladestecker ermöglicht eine Stromübertragbarkeit von 200 Ampere in einem ergonomischen Design.

Bild: Phoenix Contact

Promotion Die Wegbereiter des Schnellladens

16.07.2014

Ein europaweit einheitliches Ladestecksystem, das das Laden eines Elektrofahrzeuges in weniger als einer halben Stunde ermöglicht? Die Steckverbinder für eine absolut alltagstaugliche Lösung entwickelte Phoenix Contact E-Mobility gemeinsam mit der deutschen Automobilindustrie. Und das ostwestfälische Kompetenzzentrum für Elektromobilität arbeitet unaufhörlich an neuen Anforderungen für leichtere Handhabung, gefälligeres Design und maximale Sicherheit.

Im ostwestfälischen Schieder-Schwalenberg, nur unweit des Hauptsitzes von Phoenix Contact, wurde Anfang 2013 ein Tochterunternehmen gegründet, welches sich ausschließlich mit dem Zukunftsmarkt Elektromobilität beschäftigt. Auch das neu gegründete Unternehmen ist, ebenso wie der Konzern, auf Wachstum und Expansion ausgerichtet. So bietet das neu erschlossene Firmengelände viel Platz und Potenzial für das sich im Aufwind befindende Geschäftsfeld mit seinem stetig wachsenden Mitarbeiterstamm, der bereits in naher Zukunft im dreistelligen Bereich liegen soll. Der Bau von Prototypen ebenso wie die Kleinserienproduktion befindet sich vor Ort, die Serienproduktion findet in Osteuropa und Asien statt.

Auf Innovationskurs

Die Elektromobilitäts-Tochter ist führend bei der Weiterentwicklung sowie der Standardisierung von Lösungen für weltweite und praxisnahe Ladestecksysteme. So war sie im Jahr 2012 gemeinsam mit der Automobilindustrie maßgeblich an der Entwicklung des Combined Charging Systems (CCS) für die Zukunft des Fahrzeug-Schnellladens beteiligt. Ein weltweiter Meilenstein für die Elektromobilität von heute und morgen wurde mit diesem Standard gesetzt. So können Serien­fahrzeuge erstmals ihre Ladezeit von zunächst acht Stunden auf unter eine halbe Stunde minimieren, ermöglicht durch DC-Ladeströme von bis zu 200 Ampere. Vor allem aus diesem Grund mussten besondere Sicherheitsüberlegungen an die Entwicklung des CCS gekoppelt werden. Ein Ziehen des Fahrzeug-Ladesteckers unter Last verursacht unter Umständen einen Lichtbogen und führt dann zu Schäden. Ein zuverlässiges Verriegelungssystem verhindert dies und sorgt für größtmögliche Sicherheit.

In der Praxis wird an vielen Orten bereits auf CCS-Lade­säulen gesetzt. Dies merkt man auch in Schieder an den stetig steigenden Absatzzahlen der CCS-Fahrzeugladestecker. Kein Wunder, denn egal ob Kurz- oder Langstrecke – ein Fahrzeug sollte immer innerhalb kürzester Zeit wieder fahrbereit sein. Flexibilität ist ein Kernaspekt der heutigen Gesellschaft.

Die Produktpalette von Phoenix Contact E-Mobility ist breit gefächert. Alle weltweiten Standards und Lademodi können in Schieder nachgefragt werden. Auch Ladesteuerungen und ganzheitliche Lösungen für das Gleich- und Wechselstromladen werden vorgehalten oder in Projektteams mit den Kunden gemeinschaftlich entwickelt. Man versteht sich als Komplettanbieter für die gesamte Branche – von Energieversorgern und Fuhrparkbetreibern bis hin zur Rolle des Automobilzulieferers. Dieses Konzept geht für das Start-up vollends auf.

Mit Qualität zur Serie

Der Automobilmarkt ist stark in Bewegung. Auch beim Verbraucher kommt der Trend Elektromobilität an und in immer mehr Familien wird das Interesse an einem Zweitwagen-Stromer geweckt. Allein die deutschen Newcomer – der VW e-Up, der e-Golf sowie der BMW i3 – sind von den Medien positiv aufgenommen. Und die Modellpalette wird nächstes Jahr auch dank weiterer Serien-Elektromobile und Hybride aus Deutschland weiter anwachsen. Da wundert es kaum, dass auch in Schieder-Schwalenberg seit geraumer Zeit in Serie an die Automobilindustrie geliefert wird. Besonders auf Qualität legt die Manufaktur größten Wert. Auf dem Weg zum Endprodukt überwachen Mitarbeiter der Fertigung in mehrstufigen Qualitätskontrollen den Produktionsprozess von Fahrzeug-Inlets, Infrastruktur-Ladedosen und Ladesteckern.

Die hohen Anforderungen der Automobilisten spiegeln sich in der ISO/TS 16949 wieder, die das Unternehmen erfüllen muss. Die Norm verlangt beachtliche Leitlinien für das gesamte Unternehmen und so werden Prozess-, Qualitäts- und Organisationsanforderungen den Grundsätzen der Automobil­industrie unterworfen. „Dies sind für uns keine Neuerungen, denn die oberste Maxime der Phoenix Contact-Gruppe ist die Kundenzufriedenheit. Und so haben wir schon immer auf äußerste Qualität besonderen Wert gelegt“, verrät Executive Vice President Helmut Friedrich.

Von Schieder-Schwalenberg in die Welt

Angesichts der weltweit rasanten Entwicklung des Elektromobilitätsmarktes plant das junge Unternehmen bereits entschlossen die nächsten großen Schritte. Um die weltweite Nachfrage effizient und bedarfsgerecht decken zu können, werden Fertigungsstandorte in Polen, China, Indien und den USA aufgebaut. Auch Vertriebsbüros an verschiedenen Standorten weltweit unterstützen die Projektarbeit und betreuen Automobilkunden – aber auch Ladesäulenhersteller und Fuhrparkbetreiber im jeweiligen Zielmarkt. Angestrebt wird ein flächendeckendes Netz von Elektromobilitäts-Spezialisten, die schnell und sicher auf die Bedürfnisse im Markt reagieren können.

Zukunftsmusik oder bereits alltagstauglich? Diese Frage stellt man sich als unbedarfter Betrachter dieses neuen Marktes. Beantworten kann man sie mittlerweile recht einfach, denn wenn es sich noch um Zukunftsmusik handelte, würde wohl kaum bereits eine neue Generation Ladestecker in Vorbereitung sein.

Ralf Bungenstock, Leiter Produktmarketing für Ladesteckverbinder, sieht das pragmatisch: „Der Preis für Schnell­ladesäulen ist in der letzten Zeit deutlich gesunken. Auch hier unterliegt die Elektromobilität natürlich dem volkswirtschaftlichen Prinzip von Angebot und Nachfrage. Die international steigenden Stückzahlen sind ein klares Indiz dafür, dass die neue Technologie zunehmend von den Endverbrauchern entdeckt und angenommen wird. Hierbei spielt Elektromobilität als Lifestyle sicherlich eine nicht unwesentliche Rolle. Zukünftige Entwicklungen und Produkte aus unserem Hause werden daher für unterschiedlichste Zielgruppen ein attraktives und individuelles Design bieten. Der Fokus liegt hier ganz klar beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen“.

Aber auch der Nutz- und Sonderfahrzeugmarkt wird von den Ostwestfalen kräftig mit Ideen versorgt. So gibt es in China bereits seit einigen Jahren ein völlig autarkes Batteriewechselsystem für Busse, das dank eines – zum damaligen Zeitpunkt – neuartigen Steckverbinders, mittlerweile bereits 30 Millionen Betriebskilometer Erfahrung sammeln konnte. Heute sind viele interessante Konzepte in Vorbereitung, und wir werden bald weitere wegweisende Innovationen aus dem Hause Phoe­nix Contact auf den Straßen der Welt finden.

Eins ist nach dem Besuch in Schieder-Schwalenberg sicher: Die Elektromobilität hat in Europa mit großen Schritten Einzug gehalten und die Phoenix E-Mobility GmbH mischt weit vorne mit in der Branche. Das ganze Team ist mit großer Freude und persönlichem Einsatz dabei, einen Zukunftsmarkt aufzubauen und den Fortschritt zu gestalten.

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