Das Fortbildungsprogramm der Gesellschaft Deutscher Chemiker für 2021 umfasst neben digitalen Formaten auch von Grund auf neue Kurse.

Analoge und digitale Kurse Chemie-Fortbildungsprogramm für 2021 veröffentlicht

05.11.2020

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker hat ihr Fortbildungsprogramm für das kommende Jahr vorgestellt. Insgesamt 93 Kurse aus zwölf Fachrichtungen werden geboten, sowohl in klassischen als auch in modernen Themen der Chemiebranche. Zahlreiche Kurse finden als Online- oder Hybrid-Event statt.

Das neu erschienene Fortbildungsprogramm 2021 der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) bietet diverse Möglichkeiten, um sich beruflich, fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Neben Fortbildungen zu klassischen Chemiethemen wie Synthesemethoden und lebensmittelchemischen Fragestellungen finden beispielsweise Kurse zu Qualitätssicherung, modernen Methoden und Verfahren statt.

Auch Kurse explizit für Nachwuchswissenschaftler sowie zur Karriereförderung stehen 2021 auf dem Programm. Eine ganze Reihe neuer Kurse werden erstmalig angeboten.

Präsenzkurse bei Bedarf in digitale Formate umwandelbar

15 Kurse stehen im kommenden Jahr als digitale Fortbildungsangebote (entweder als Online- oder E-Learning-Kurse) zur Verfügung. Erstmalig gibt es auch Hybridkurse. Das heißt: Wer nicht vor Ort dabei sein kann, kann sich digital zuschalten. Sollten die derzeit geplanten Präsenzkurse 2021 nicht als solche durchführbar sein, plant die GDCh, sie gegebenenfalls kurzfristig auf digitale Formate umzustellen.

Folgende Möglichkeiten bietet die GDCh an:

  • Online-Kurse
    Live-Kurse mit Austauschmöglichkeit (Breakout Rooms, Chats ...)

  • E-Learning-Kurse
    digitale Kurse mit vielfältigen Lernmaterialien und flexiblen Lernzeiten (Live Sessions, Chats/Foren, Selbststudium ...)

  • Präsenzkurse
    Vor-Ort-Kurse (mit entsprechenden Hygienekonzepten)

Neuer Kurs zu Endotoxinbestimmung

Neu ins Programm aufgenommen wurde unter anderem der Kurs „Vorkommen und Nachweise von Endotoxinen und Pyrogenen unter Berücksichtigung regulatorischer Bedingungen“ aus dem Fachgebiet Qualitätssicherung. Der Kursleiter Dr. Michael Rieth von der Firma Merck aus Darmstadt vermittelt hier Kenntnisse über die chemische Natur von Pyrogenen. Dabei geht es neben verschiedenen analytischen Techniken zu deren Nachweis auch um Informationen über die Entfernung beziehungsweise Inaktivierung von Pyrogenen und die Berechnung von Grenzwerten.

Interessant ist der Kurs für alle, die sich mit den Grundlagen der Endotoxinbestimmung beschäftigen oder diese im Labor durchführen. Das sind insbesondere Mitarbeitende im regulatorischen Umfeld der pharmazeutischen Industrie.

Einzelcoachings für berufliche Fragen

Neu im Programm ist außerdem das GDCh-Online-Coaching mit Karriereberaterin und Coach Doris Brenner, Initiatorin und Gründungsvorstand der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung. Sie bietet 60-minütige Einzelcoachings, bei denen die Teilnehmer Themenschwerpunkte aus ihrem beruflichen Kontext frei bestimmen können. Dabei kann es etwa um berufliche Standortbestimmung, zielführende Bewerbungsstrategien oder die Analyse von Stellenanzeigen und Bewerbungsunterlagen gehen.

Mögliche Themen sind aber auch seriöses Selbstmarketing und Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, Karrierestrategien, der Aufbau und die Pflege von beruflichen Netzwerken oder die Bewältigung von beruflichen Krisen und Schwierigkeiten im Job. Im Online-Einzelcoaching können Teilnehmer in vertraulicher Atmosphäre solche beruflichen Fragestellungen besprechen und hilfreiche Impulse beziehungsweise Feedback erhalten.

Forschungsdatenmanagement für Jungchemiker

Ein weiterer neuer Kurs stammt aus dem Fachgebiet der Jungchemiker. Kursleiter Prof. Dr. Bernard Ludwig von der Universität Kassel thematisiert in „Forschungsdatenmanagement (NFDI)“ die Ausgestaltung einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Mit dieser soll ein übergreifendes Forschungsdatenmanagement etabliert und fortentwickelt werden, das das Wissenschaftssystem effizienter macht und den Wissenstransfer voranbringt.

Dafür erlernen die Teilnehmer neben den Grundlagen des Forschungsdatenmanagements auch „Data Sharing“, die Elemente eines Datenmanagementplans und Datenarchivierungen. Zudem werden Datenanalysen und Datenvisualisierung (unter Einsatz von Python und R) sowie die Grundlagen von Datenbanken und Dateisystemen behandelt.

Die bewährten Fachprogramme aus den Bereichen „Qualitätssicherung“ und „Chemie und Wirtschaft“ bietet die GDCh auch im Jahr 2021 an.

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