Achema

Zukunftsfähige Prozessanalysentechnik Sorgenfrei in die digitale Welt eintauchen

07.05.2018

Mit Memosens steht der Prozessindustrie eine einfache, digitale Sensortechnologie für die Flüssigkeitsanalyse zur Verfügung. Doch ein Sensor alleine macht noch keine ganzheitliche Analyselösung. Deshalb lässt der Messgerätehersteller Knick um Memosens herum ein komplettes Lösungsuniversum entstehen. Hier findet jeder Kunde den für ihn passenden Weg, um in die Zukunft der Messtechnik zu starten.

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Die Prozessindustrie hegt viele Träume. Sie stellt sich vor, mit maßgeschneiderten Anlagen zu produzieren. Sie wünscht sich Geräte, die einfach zu bedienen und zu warten sind und selbst noch so herausfordernden Medien trotzen. Schön wäre es obendrein, stets Zugriff auf relevante Informationen aus den Prozessen zu haben. Und noch etwas wünscht sich die Prozess-
industrie: Einen Messumformer, der am Sensor sitzt, direkt mit der Steuerung verbunden ist und aufgrund seiner kompakten Maße keine zusätzlichen Geräte benötigt. Für Besucher der diesjährigen Achema geht nun dieser Traum in Halle 11.1 an Stand A45 in Erfüllung.

Dort stellt der Messgerätehersteller Knick aus Berlin seinen Kompakttransmitter MemoTrans unter dem Titel „The Best Of Memosens" vor. Das Zweileitergerät für verschiedene Parameter spricht beispielsweise Kunden aus der Chemiebranche an. Aufgrund seiner Kompaktheit eignet es sich aber auch für preissensible Applikationen außerhalb der Verfahrenstechnik, etwa für Hersteller von Getränkeabfüllanlagen, wo viel Messtechnik nötig ist und Daten schnell vorhanden sein müssen.

Der Transmitter verfügt über einen direkten Anschluss für Memosens-Sensoren – und damit ist der Messebesucher mitten in der Welt von Memosens angekommen. Die Sensortechnologie für die digitale Flüssigkeitsanalyse, die für die pH- und Redox-Messung entwickelt wurde, begleitet Knick bereits seit mehr als zehn Jahren. Das induktive Sensorstecksystem lässt sich vorkalibrieren und erlaubt eine störungssichere Kopplung. Der im Sensorkopf integrierte Speicher ermöglicht eine vorausschauende Wartung und die Auswertung von Sen-
sordaten mit Hilfe portabler Geräte. Die Sensoren lassen sich einfach und kontaktlos zusammenstecken – und sind dennoch robust und vereinen viel Technologie auf kleinem Raum.

Ein ganzes Universum für Memosens

Gerade die Einfachheit ist es, die Kunden von der Technologie überzeugt, weiß Dr. Dirk Steinmüller, Vice President Business Development bei Knick, aus Erfahrung. Und dennoch: „Es gibt erstaunlicherweise immer noch Kunden in Deutschland, die Memosens nicht kennen.“ Um das zu ändern, hat Knick die Memosens Academy ins Leben gerufen (siehe Kasten). Das Online-Portal stellt anschaulich dar, wie verschiedene Branchen, zum Beispiel die Chemie- und Pharmaindustrie, von den Memosens-Sensoren profitieren.

Dennoch ist das Unternehmen nicht auf das Thema Steckverbindung reduziert: „Wir haben immer auch die Peripherie im Blick“, sagt Steinmüller. Dazu gehört zum einen die Rückwärts- und Kreuzkompatibilität mit eigenem und fremdem Equipment, aber auch ein kompletter Baukasten an Möglichkeiten, der rund um Memosens entstanden ist. Er umfasst Messgeräte, Armaturen und mobile und platzsparende Lösungen für den Anschluss an das Prozessleitsystem. Zusammen mit dem Kunden kombiniert Knick diese Elemente, die ohnehin zum Unternehmensportfolio gehören und teils speziell für die Verwendung mit Memosens entwickelt wurden. Gerade die Armaturen, die Knick für jeden einzelnen Kunden maßanfertigt, sind essenziell für die Robustheit der Sensortechnologie.

Die Zukunft spricht Ethernet

Eine wichtige Komponente dieses Universums ist moderne Kommunikation. Als Beweis stellt Knick als weitere Neuheit auf der Achema das Transmitterkonzept Stratos Multi vor. Das Vierleitergerät, das selbstverständlich mit Memosens kompatibel ist, verfügt über ein grafisch hochauflösendes Farbdisplay und wird künftig auch moderne Kommunikationsarten wie Profinet unterstützen. „Bei Protokollen wie Profibus oder Foundation Fieldbus sehen wir keine steigende Nachfrage. Der Trend geht mehr in Richtung Ethernet-Technologien“, so Steinmüllers Erfahrung.

Die neuen Knick-Linien werden deshalb mit diesen Protokollen ausgestattet. MemoGate heißt die neue Generation platzsparender Transmitter auf der Hutschiene im Schaltschrank oder als IP68-Feldverteiler. Um diese künftig auch im Ex-Bereich einsetzen zu können, wird es Entwicklungen in Richtung Advanced Physical Layer geben, um beispielsweise Energie über Ethernet zu begrenzen.

Im Zusammenhang mit der Kommunikation steht die Cloud. Auch dafür bietet Knick Lösungen und nutzt damit einen der Vorteile von Memosens: Dank der integrierten Intelligenz in Memosens-Sensoren ist es möglich, live auf Daten aus dem Prozess zuzugreifen und damit eine „Predictive Diagnosis“, wie Dirk Steinmüller es nennt, durchzuführen. Anlagenbetreiber können beispielsweise erfassen, welchen pH-Werten und welchen Temperaturen ihr Sensor ausgesetzt ist. Basierend auf diesen Daten ergibt sich ein Belastungsprofil, das Aufschluss darüber gibt, wie sich die Lebensdauer des Sensors entwickeln wird. Wenn der Sensor altert, verkürzen sich so automatisch die Kalibrierintervalle, für die Knick seinen Kunden Empfehlungen geben kann.

Mit dem Tool MemoSuite können die Daten im Labor ausgelesen und in eine Datenbank überführt werden. Damit lassen sich bis zu zehn Messstellen parallel kalibrieren. Für Kunden im Pharmabereich ist es außerdem vor dem Hintergrund von Standard Operating Procedures wichtig zu wissen, wie oft der Sensor gereinigt und sterilisiert wurde. Mit Memosens ließe sich hierfür ein Zählmechanismus realisieren, der beispielsweise per Cloud überwacht werden kann.

Tiefe Einblicke in den Prozess

Auch wenn Cloud-Lösungen und der Fernzugriff auf Geräte vielversprechende Möglichkeiten eröffnen, glaubt Steinmüller nicht daran, dass der klassische Kompakttransmitter mit Vor-Ort-Bedienung und Anzeige schnell aussterben wird: „Solche Lösungen sind nach wie vor gern gesehen, insbesondere in konservativen Industrien. Vor allem in Deutschland ist die Nachfrage groß, im Export wächst dagegen auch das Interesse an Hutschienen- oder App-Lösungen.“ Wie in anderen Industriezweigen ist die Entscheidung zwischen App oder Anzeige eine Frage der Generationen. Wer den Nachwuchs sichern möchte, tut gut daran, klassische Technik mit modernen Trends wie Apps, Augmented Reality oder intelligenter Dokumentation zu verquicken. „Ein ganzer Berufszweig wird damit attraktiver, weil man die Generation junger Service-Menschen mit solchen Technologien anzieht“, sagt Steinmüller.

Ein weiteres Thema, das künftig eine größere Rolle spielen sollte, ist die Prozessanalysentechnik, kurz PAT. „Für viele Anlagenbetreiber ist die PAT ein ungeliebtes Thema, weil sie kompliziert erscheint. Aber wenn die Prozesse noch effizienter sein sollen, auch im Sinne von Energieeffizienz, dann muss noch tiefer in sie hinein gemessen werden.“ Noch tiefer bedeutet noch stoffspezifischer. Wenn nicht nur indirekte Größen wie Druck oder Temperatur gemessen werden, sondern sich klar definieren lässt, was beispielsweise innerhalb eines Kessels passiert, lassen sich Anlagen noch besser aussteuern.

„PAT kommt mehr und mehr. Und obwohl die Technik etwas teurer ist als beispielsweise Druckmessumformer, kann sie sich je nach Anwendung bereits innerhalb eines Jahres amortisieren. Über Industrie 4.0 und die zunehmende Automatisierung werden PAT und Messtechnik immer mehr zusammenwachsen“, ist sich der Vice President sicher. Mit dem Memosens-Universum hat Knick den Grundstein gelegt, um beide Welten zu bedienen.

Memosens verständlich erklärt

Wer mehr über die Grundlagen von Memosens erfahren möchte, findet in der Memosens Academy technische Daten und umfangreiche Hintergrundinformationen. Damit widmet Knick der digitalen Sensortechnologie Memosens eine komplette Website. Besucher erfahren, in welchen Anwendungen der Prozessindustrie die Technologie ihre Vorteile ausspielt. und lernt dabei technische und wirtschaftliche Vorzüge der Sensortechnologie kennen. Da Memosens bei Knick immer als Teil eines großen Ganzen gedacht wird, informiert die Memosens Academy auch darüber, wie Betreiber von Prozessanlagen mit zusätzlichen Lösungen von Knick noch mehr Flexibilität erreichen können.
Mehr erfahren Sie unter memosens-academy.com

Bildergalerie

  • Eine Technologie, vier Welten: Rund um die Memosens-Technologie ist ein Lösungsbaukasten entstanden, der einfache und komplizierte Kundenanforderungen gleichermaßen bedient.

    Bild: Knick Elektronische Messgeräte

  • Der Kommunikator: Eine von vielen Achema-Neuheiten ist das Transmitterkonzept Stratos Multi mit grafisch hochauflösendem Farbdisplay, das künftig Kommunikationsarten wie Profinet unterstützen wird.

    Bild: Knick Elektronische Messgeräte

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