Digitalisierung von Prozessanlagen Smarte Regelventile durch IO-Link

Der Regler übernimmt Plug & Play automatisch die bisher verwendete Parametrierung und ist nach einem Selbstabgleich sofort einsatzfähig.

Bild: Schubert & Salzer
15.07.2022

IO-Link schafft eine durchgängige Kommunikation zu Sensoren und Aktoren unabhängig vom genutzten Feldbus. Schubert & Salzer hat seinen kompakten digitalen Stellungsregler für pneumatische Hub- und Schwenkantriebe in der neuesten Generation mit dem 
Kommunikationsstandard ausgestattet.

Ventile, die Prozess- und Hilfsmedien zuverlässig und präzise regeln, sind ein wichtiger Baustein in der Digitalisierung von Prozessanlagen. Schubert & Salzer Control Systems bietet seinen bewährten, digitalen Stellungsregler 8049 für pneumatische Regelventile in der neuesten Generation nun mit IO-Link an. Damit stehen Anlagenbetreibern wichtige Diagnosedaten von Regler und Ventil zur Verfügung. Zudem können auch Ventilparameter wie Dynamik, Genauigkeit und Kennlinie jederzeit einfach und ohne physischen Zugriff angepasst werden. Ein einziges Kabel mit M12-Stecker bündelt dabei Stellsignal, Stellungsrückmeldung, Datenübertragung und sogar die Energieversorgung.

Handfeste Vorteile für jede Anlage

Die Integration des Industriestandards IO-Link in seiner neuesten Version 1.1.3 erleichtert die Installation und Instandhaltung der Ventile in komplexen Anlagen. Eine gerätespezifische Zusatzsoftware oder -hardware wird nicht benötigt. Ein falsches Anschließen ist durch die codierten Anschlussstecker technisch ausgeschlossen. Selbst im Falle eines notwendigen Austauschs ist dies auch ohne Spezia­listen möglich. Der Regler übernimmt Plug & Play automatisch die bisher verwendete Parametrierung und ist nach einem Selbstabgleich sofort einsatzfähig.

Umfassende Diagnosedaten

Die durch IO-Link azyklisch bereitgestellten Zustandsdaten erhöhen die Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit signifikant. Sie ermöglichen unter anderem eine vorausschauende Planung von Instandhaltungsarbeiten. „Dank der IO-Link-Einbindung können die Daten aus der Feldebene kontinuierlich überwacht werden. So fallen schon kleinste Unregelmäßigkeiten frühzeitig auf“, beschreibt Peter Hofmann, Produktingenieur bei Schubert & Salzer Control Systems. „Betreiber können mithilfe der Zustandsdaten reagieren, lange bevor ein ungeplanter Anlagenstillstand sich auch nur andeutet. Die Auswertung erleichtert dem Anwender die Abschätzung vorbeugender Instandhaltungsmaßnahmen, die Vermeidung eines eventuell bevorstehenden Ausfalls sowie die kontinuierliche Optimierung des Regelventils.“

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