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Anlagen für die Schokoladenproduktion Kakao in Form bringen

04.09.2017

Schokolade ist etwas Feines – vor allem, wenn sie auch noch eine ansprechende Form hat. Damit sie diese bekommt, braucht die Schokoladenbranche geeignete Anlagen, wie etwa die des Unternehmens Sandvik Process Systems.

Wenn es um Verarbeitung und Formgebung von Schokolade geht, entscheiden sich schokoladenverarbeitende Unternehmen häufig für Sandvik SGL Technology als Lieferanten – ein Unternehmen, das jahrelange Erfahrung in dieser Branche hat.

Das Flaggschiff des Unternehmens bei der Verfestigung der süßen Versuchung ist das System Rotoform. In den späten 1970-er Jahren entwickelt, wurde das System inzwischen speziell für die Verarbeitung von Schokolade und Schokoladenbestandteilen ausgestattet. Die Rotoform-Systeme arbeiten folgendermaßen: Mit einer Pumpe wird die geschmolzene Schokolade über eine beheizte Leitung in das Rotoform-System gefördert.

Der Rotoform selbst besteht aus einem beheizten zylindrischen Stator, der mit geschmolzener Schokolade beschickt wird, und einem perforierten Außenrohr, das sich konzentrisch um den Stator dreht. Schokoladentropfen werden dabei auf der gesamten Arbeitsbreite eines Endlosbandes abgelegt. In den Stator eingebaute Vorverteildüsen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung des Produktes über die Bandbreite. So wird dafür gesorgt, dass alle Schokochips über die gesamte Bandbreite eine gleichmäßige Größe haben. Die Umfangsgeschwindigkeit des Rotoform wird mit der Bandgeschwindigkeit synchronisiert, daher verformen sich die Tropfen beim Ablegen auf dem Band nicht. Die Tropfen geben ihre Wärme an die auf das Produkt geblasene Kühlluft und an das Band selbst ab. Besonders bei hochviskosen Produkten können Produktreste am Außenrohr haften bleiben. Um das Außenrohr immer sauber zu halten, streift deshalb ein beheizter Einweiser das Produkt ab und presst es zurück in den Rotoform.

Produktion in Hochgeschwindigkeit

Der Sandvik SGL Technology MCC 1500 stellt eine Formgebungslinie für Schokolade in mehreren Ebenen dar. Seine hohe Kapazität wird dadurch erreicht, dass drei Tropfenformer übereinander installiert sind. Jeder einzelne davon beschickt eine separate Verfestigungslinie. Diese Kombination aus drei Fertigungslinien in einer Einheit ermöglicht Produktionskapazitäten von vier bis sechs Tonnen pro Stunde, je nach Produktgröße. Auch die gleichzeitige Verfestigung unterschiedlicher Rezepturen oder verschiedener Produktformen und -größen ist möglich.

Verschiedenste Deko-Elemente herstellen

Die Multi Decoration Line des Unternehmens ist ein vielseitiges System, ausgestattet mit allen Möglichkeiten einer Spezialproduktionslinie, aber zusätzlich ausgerüstet mit variablen Formgebungstechniken. Abgesehen von ihrem hohen Durchsatz von Chips und Chunks in unterschiedlichen Größen ermöglicht sie die Fertigung dekorativer Schokoelemente und Gourmetprodukte, wie beispielsweise Gitter, Stifte, Doppelrollen, Platten, Sticks oder Rollen, Späne und Vermicelli. Auch Blüten und Stücke lassen sich fertigen.

Wie alle Sandvik-Systeme auf Stahlbandbasis für drei Durchgänge bietet auch diese Spezialproduktionslinie eine ausgeklügelte Kombination aus Produktivität und Produktqualität. Dabei nutzt das System den vorhandenen Raum optimal aus. Das verarbeitete Produkt – egal ob Tropfen, Stücke oder Deko-Elemente – wird beim Fertigungsprozess auf einen 800 mm breiten Stahlbandförderer gelegt und durch den Kühltunnel gefördert. Auf der Bandunterseite gelangt es zurück, bevor es an einen PVC-Förderer (FDA-Standard) übergeben wird. Es durchquert den Tunnel ein drittes Mal und wird an die nachgeschaltete Weiterverarbeitung übergeben. Das System kann man für die Produktion von 300 bis 30.000 Stück/Kilogramm verwenden. Die Kapazität hängt dabei von Produkttyp und -größe aber auch vom Produkt selbst ab; sie liegt aber typischerweise zwischen 65 bis 900 Kilogramm/Stunde.

Weitere Eigenschaften der Multi Decoration Line sind ein 3-fach-Kühltunnel mit Stahlbandförderer, ein flexibler und schneller Wechsel unter 30 Minuten und einfache Steuerung über ein Touchscreen-Panel. Außerdem zeichnet sich die Anlage, die nur Standardanschlüsse erfordert, durch einen Servo-Cutter, hohe Gesamtanlageneffektivität, geringen Wartungsaufwand und einfache Reinigung aus.

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