Intelligent vernetzt: Axians beschreibt seine Strategien für den Aufbau der IT-Infrastruktur der Zukunft.

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Wachstumsfelder adressieren IBM-Lösungen von Axians nehmen Fachabteilungen ins Visier

06.12.2018

Das ICT-Unternehmen Axians gibt erste Einblicke in seine Innovationsstrategie. Ein Fokus sind intelligente IBM-Lösungen und Services – maßgeschneidert für Fachabteilungen der Industrie und Energiebranche.

Axians hat zusammen mit den Vinci-Energies-Marken Actemium (Elektro- und Automatisierungstechnik) und Omexom (Energieinfrastrukturen) eigene Lösungen und Managed Services auf Basis von IBM-Technologie entwickelt. Sie adressieren die Wachstumsfelder Smart Industry, Smart City und intelligente Infrastrukturen.

Zu den Neuerungen gehören das Smart Industry Framework, eine IoT-Plattform von Axians, die Maschinen-, Sensor- und Gebäudedaten sammelt und transparent darstellt. Hinzu kommt auch ein gemanagtes Security-Frühwarnsystem: das SIEM as a Service.

2019 werden weitere Services folgen. Darunter fallen Analytics as a Service, ein Datenanalyse-Dienst mit nutzungsbasiertem Preismodell, sowie Cognitive as a Service, das Predictive-Maintenance-Szenarien in der Prozessindustrie mit Künstlicher Intelligenz (KI) anreichert. Auch die selbst entwickelte Lösung Dynamic Power Cloud Manager (DPCM) zur Automatisierung von IBM-Power-Umgebungen soll 2019 mit einem großen Update kommen.

IT- und OT-Wissen kombinieren

Die auf IBM-Technologie basierenden Lösungen und Services von Axians sollen Unternehmen in der Industrie und Energiebranche dabei helfen, das Potenzial neuer Technologien voll auszuschöpfen sowie die dafür notwendige IT-Infrastruktur effizient zu managen. Der Systemintegrator kombiniert dafür sein IBM-Know-how mit dem Prozesswissen der Schwestermarken Actemium und Omexom, um smarte Lösungen für Wachstumsmärkte zu entwickeln.

„Wir verbinden IT- und OT-Wissen in unseren Lösungen, die da ansetzen, wo die meisten Herausforderungen entstehen und klassische Systemhäuser keine Antworten haben – in den Fachabteilungen“, sagt Jacques Diaz, Axians-CEO in Deutschland. Ziel sei es, das operative Geschäft der Kunden pragmatisch zu unterstützen und die eigenen Anwendungen eng mit deren Wertschöpfung zu verzahnen. „Daher fungieren wir nicht mehr rein als IBM-Technologiepartner“, fährt Diaz fort, „sondern stehen Management und Fachbereichen als ganzheitlicher Innovationspartner zur Verfügung.“

Die Lösungen im Detail

Das Smart Industry Framework führt Daten aus Prozessen, Maschinen und Sensoren in einem zentralen System zusammen und stellt diese für vergangenheitsbezogene und prädiktive Analysen zur Verfügung. Auf diese Weise sollen sich in der Fertigung die Verfügbarkeit sowie die Gesamteffektivität von Industrieanlagen erhöhen lassen. Vom Karosseriebauer bis zum Verpackungshersteller erfährt diese Lösung laut Axians derzeit eine stark wachsende Nachfrage, da sie operative Industrietechnik mit IT-Systemen wie beispielsweise dem ERP-System SAP oder auch mit Business-Intelligence-Systemen direkt verzahnt. Sie wurde maßgeblich in der Digitalschmiede von Vinci Energies entwickelt.

DPCM soll die Verwaltung und Automation hochkomplexer Infrastrukturen deutlich vereinfachen. Alle Funktionalitäten und Management-Aufgaben rund um die Virtual-Server für IBM-Power-Systeme unter AIX, IBM i, Linux und SAP HANA gehen Administratoren einfacher und schneller von der Hand. Bei Automatisierungslösungen von IBM-Partnern für Power-Systeme hat Axians mit DPCM den nach eigenen Angaben größten Marktanteil in Deutschland; ein großes Update ist zudem für 2019 geplant.

Bei SIEM as a Service handelt es sich um einen Managed Service basierend auf dem QRadar und Watson for Cybersecurity von IBM, der sicherheitsrelevante Daten, Protokolle und Dokumente aus dem Unternehmensnetz sammelt und nahezu in Echtzeit analysiert. Erkennt das SIEM einen Angriff oder eine Bedrohung, schlägt es Alarm. Systeme mit Künstlicher Intelligenz leiten Maßnahmen ein, bevor erheblicher Schaden entsteht. Unternehmen können diese Lösung aktuell nach dem sogenannten Try-&-Buy-Prinzip kostenlos testen und in den Security-Operations-Centern (SOC) von Axians kennenlernen.

„Ein Wegbegleiter zu den Märkten von morgen“

Anfang 2019 will Axians sein IBM-Serviceangebot erweitern: Analytics as a Service ist ein Bundle an Datenanalyse-Services und Dienstleistungen, das Axians mithilfe von IBM Cognos zur Verfügung stellt. Unternehmen können es flexibel einsetzen und nutzungsbasiert bezahlen.

Cognitive as a Service basiert auf IBM Watson und zeigt Unternehmen in der Prozessindustrie und Fertigung den Wartungsbedarf von Anlagen im Sinne von Predictive Maintenance auf. Axians will dieses KI-Angebot zeitnah auf weitere Anwendungsfälle ausweiten. Das beinhaltet die Steigerung von Produktionsmengen, automatisiertes Qualitätsmanagement, die Optimierung von Materialflüssen in der Supply Chain oder die Automatisierung von Innovationen für Forschung und Entwicklung. Die Verknüpfung dieser Service-Angebote mit dem Smart Industry Framework soll den Axians-Kunden einen deutlichen Wettbewerbsvorteil in ihrem eigenen Geschäft bringen.

Olaf Scamperle, ‎Vice President Global Business Partners DACH bei IBM, begrüßt diese Innovationsstrategie: „Seit Jahrzehnten bedient Axians seine Kunden erfolgreich mit Lösungen aus dem IBM-Hard- und Software-Portfolio und ist hier einer unserer wichtigsten Partner in Deutschland. Wir unterstützen den 360-Grad-Ansatz von Axians, der von klassischen Datacenter-Lösungen bis zu den topaktuellen Themen der Digitalen Transformation wie Künstliche Intelligenz, Analytics, Internet of Things, Collaboration und Cybersecurity reicht.“

Diese Ausrichtung auf nachhaltige Lösungen sei ganz deutlich in den langfristigen Kundenbeziehungen zu spüren, so Scamperle weiter. Als Teil der Vinci-Energies-Gruppe sei Axians zudem „mit wachsendem Branchen-Know-how für Industrietechnik, Energieinfrastrukturen sowie den Gebäudebereich ausgestattet und erschließt gemeinsam mit IBM die Potenziale der intelligenten Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Prozessen.“ Axians sei daher für IBM nicht nur ein Partner, sondern „ein Wegbegleiter zu den Märkten von morgen.“

Volle Entfaltung in der Digitalschmiede

Armin Heigl, Director Software bei Axians in Deutschland, betont den Stellenwert des klassischen IBM-Geschäfts: „Dank unserer langjährigen Zusammenarbeit mit IBM verfügen wir über hochspezialisiertes Know-how in den Bereichen IBM-Hardware und -Software. Gleichzeitig operieren wir in Kundensituationen technologieübergreifend, sodass die Axians-Beraterteams alle Facetten eines Projekts abdecken können und beispielsweise bei der Einführung von IBM Notes sowohl die Ausgangs- als auch die Zielsysteme genau kennen.“

Basierend auf der 31-jährigen Partnerschaft mit IBM und mehr als 1.000 aktiven IBM-Kunden soll Axians über eine umfassende Hardware-, Software- und Lizenz-Expertise verfügen, die der Systemintegrator nutzt, um mit seinen Beratern und Entwicklern Lösungen für die digitale Transformation zu entwickeln. Heimat dieser Lösungen ist dabei die Vinci-Energies-Digitalschmiede, wo sich IT-, Energie- und Industrieexperten mit agilen Methoden, Hackathons und Prototypen-Sprints voll entfalten können.

Bildergalerie

  • Eine Grafik zum Smart Industry Framework ...

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  • ... dem SIEM as a Service ...

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  • ... und DPCM.

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  • Jacques Diaz, CEO von Axians in Deutschland.

    Bild: Privat

  • Olaf Scamperle, ‎Vice President Global Business Partners DACH bei IBM.

    Bild: IBM

  • Armin Heigl, Director Software bei Axians in Deutschland.

    Bild: Axians

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