Damit Klebstoffe nur dort haften, wo sie auch haften sollen, braucht es die richtige Verpackungstechnik.

Bild: Schütz; iStock, skodonnell
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Klebstoff verpacken Damit nichts haften bleibt

21.02.2017

Klebstoffe sind aufgrund ihrer enorm vielfältigen Anwendungsgebiete aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es gibt heutzutage kaum einen Industriezweig, der nicht auf diese Verbindungstechnik setzt. Eine große Herausforderung innerhalb der Supply Chain stellen dabei die Restmengen in der Transportverpackung dar.

Der Klebstoffhersteller Jowat erkannte die Schwierigkeit in der Handhabung des meist zähflüssigen Füllguts und begann, nach einer möglichen Lösung für die vorhandene Problemstellung zu suchen. Bislang blieben nämlich bis zu 70 Kilogramm Restmengen des Klebstoffs in den Behältnissen zurück.

Schräge Form reduziert Reste

Da solche Überreste oftmals nicht mehr gelöst werden konnten, entstanden sowohl durch die aufwendige Entsorgung als auch durch den Verlust nicht mehr weiterverarbeiteter Produktanteile kostentechnische und betriebswirtschaftliche Nachteile für die Kunden. Speziell für diese Endanwender suchte der Klebstoffhersteller daher nach einer effizienten Lösung und wurde dabei auf den Ecobulk HX von Schütz aufmerksam.

Die Besonderheit des Schütz IBCs ist seine Geometrie: Die Innenblase des HX verfügt über einen schrägen Unterboden sowie geschlossene, formstabile Stützkissen, einen optimierten Auslauf und eine tiefliegende Armatur. In der Summe sorgen diese Eigenschaften auch bei hochviskosen Füllprodukten für eine Restentleerbarkeit von nahezu 100 Prozent. Dabei konnten die bisherigen 70 Kilogramm Rückstände auf maximal zehn Kilogramm reduziert werden.

Umweltfreundlicher Kreislauf

Nach der Entleerung des Füllguts holt Schütz im Rahmen des Schütz Ticket Service die HX-Container in vollen Ladungen zurück. Auf diese Weise entfallen zusätzliche Arbeitsschritte und letztendlich die Entsorgung für den Endkunden. Die IBCs werden anschließend rekonditioniert: Sie erhalten neue Innenbehälter, Armaturen sowie Schraubkappen. Danach schickt Schütz sie wieder an Jowat zur erneuten Befüllung. Der Klebstoffhersteller kann sich somit voll und ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren und muss keinen eigenen Containerpool führen, wie es bei den teils zuvor eingesetzten Stahl-IBCs der Fall war.

Durch dieses Verfahren entsteht ein ökologisch sowie ökonomisch sinnvoller Kreislauf, von dem alle Parteien entlang der Supply Chain profitieren. Sowohl der Administrations- als auch Kostenaufwand wird deutlich gesenkt. Zudem wirkt sich das Prozedere positiv auf die Umwelt aus, wie Alexander Klat, zuständig für Packmitteleinkauf und Administration bei Jowat, äußert: „In Verbindung mit dem von Schütz angebotenen Kreislaufsystem konnten wir durch den HX nicht nur unseren Administrationsaufwand und die Reste in den Transportverpackungen deutlich reduzieren, sondern auch gleichzeitig unsere Nachhaltigkeit durch die CO2-Einsparungen erhöhen“. Denn rekonditionierte IBCs sparen in der Produktion verglichen mit neuen HX-Containern circa 150 Kilogramm an CO2-Emissionen ein.

Im Feld bewährt

Mehrere Feldversuche mit unterschiedlichen Endkunden verifizierten die erfreulichen Resultate. „Durch den HX können wir unseren Kunden endlich eine Gesamtlösung für ihre derzeitigen Probleme der Restentleerung und Entsorgung hochviskoser Produkten bieten. Denn Innovationen müssen Mehrwert schaffen und Kundenanforderungen der Zukunft bedienen, nicht nur beim Kleben. Das ist unsere Überzeugung, das treibt uns an“, so Dorothea Morise, Packaging Manager bei Jowat.

Premium-Produkte verpackt der Hersteller bereits im Ecobulk HX. Das Unternehmen plant, den Einsatz zukünftig auch auf das Commodity-Geschäft auszuweiten.

Bildergalerie

  • Der schräge Unterboden und die besondere Auslaufgeometrie des Ecobulk HX sorgen für eine nahezu hundertprozentige Restentleerbarkeit.

    Bild: Schütz

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