Der The smarter E Award zeichnet Leistungen aus, die charakteristisch für die Verzahnung aller Kernbereiche der Energiewertschöpfungskette sind.

Bild: Solar Promotion GmbH

Energiebereiche verknüpft Konferenz verbindet vier Energiefachmessen

18.04.2018

Die Bereiche Erzeugung, Speicherung, intelligente Verteilung und Nutzung erneuerbarer Energien greifen zunehmend ineinander. Aus diesem Grund werden Experten aus Industrie, Wirtschaft und Forschung auf der am 19. und 20. Juni stattfindenden Konferenz The smarter E Europe die Themen Digitalisierung, Blockchain, Dezentralisierung und Sektorkopplung verstärkt behandeln. Innovative Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Lösungen im Bereich Sektorkopplung sowie vielversprechende Projekte werden zudem mit dem The smarter E-Award ausgezeichnet.

In diesem Jahr werden erstmals die etablierten Veranstaltungen Intersolar und ees Europe mit den neuen Fachmessen Power2Drive Europe und EM-Power verknüpft. Somit soll die neue Energiewelt als Ganzes zusammengefasst werden. Insbesondere die sektorübergreifende und enge Verzahnung der einzelnen Energiebereiche wird auf der Veranstaltung in den Mittelpunkt gerückt. Entscheidungsparameter hierfür war, dass Photovoltaik, Wind, Speicher, Infrastruktur und Verbrauch heute nicht mehr isoliert betrachtet werden können. Es werden neue Ideen benötigt, wie diese Bereiche einer umweltfreundlichen Energieversorgung weiter zusammenwachsen können und aufeinander abgestimmt funktionieren.

Zu hohe Kosten für netzstabilisierende Maßnahmen

PV-Anlagen, Energiespeicher sowie die Nutzungssektoren Strom, Wärme und Verkehr können heute miteinander verknüpft werden. Intelligente Systeme und Digitalisierung tragen dazu bei, die stationären Speicher oder Elektrofahrzeuge netzdienlich zu laden und zu betreiben und letztendlich so Einspeise- und Verbrauchsspitzen zu minimieren. Im deutschen Stromnetz verursacht das Management von Transportengpässen derzeit aber noch hohe Kosten. Über eine Milliarde Euro musste beispielsweise allein der deutsche Übertragungsnetzbetreiber Tennet im vergangenen Jahr für netzstabilisierende Maßnahmen ausgeben. Verantwortlich für solch hohe Kosten sind vor allem Schwankungen bei der Einspeisung insbesondere von Windstrom im verbrauchsarmen Norden, der Überschuss an Kohlestrom sowie die Verzögerungen beim Ausbau der Nord-Süd-Netze. Ein zentraler Hebel, um die Kosten für die Netzeingriffe und den Ausbaubedarf der großen Stromtrassen zu senken, ist es, das Energieangebot und die Nachfrage vor Ort auszubalancieren und die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr enger zu verzahnen.

Vielfältige Sessions

Auf der The smarter E Europe Conference beschäftigen sich mehrere Sessions mit dem Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage und wie dezentrale regenerative Energieanlagen, die Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, wenn sie mit einem Energiespeicherverbund vernetzt sind. Aus diesem Vernetzungskonzept entwickeln sich zunehmend neue Geschäftsmodelle, die auch virtuelle Kraftwerke mit einschließen. Die The smarter E Europe Conference behandelt mit der Digitalisierung, Dezentralisierung sowie Sektorkopplung Themengebiete, die für eine moderne Energiewelt unabdingbar sind. Ergänzt werden die Kernbereiche um Vorträge zu Blockchain-Handelsplätzen für Ökostrom, Cybersicherheit im digitalisierten Energiesektor oder Energy-Clouds.

Verzahnung aller Kernbereiche wird ausgezeichnet

Bei der Premiere des neuen Branchenpreises, The smarter E Award, waren die Aussteller aller vier Energiefachmessen aufgerufen, ihre innovativsten Lösungen einzureichen. Der The smarter E Award zeichnet Leistungen aus, die charakteristisch für die Verzahnung aller Kernbereiche der Energiewertschöpfungskette sind. Unterteilt ist die Auszeichnung in zwei Kategorien. Die „Smart Renewable Energy-Kategorie“ zeichnet besondere, innovative Geschäftsmodelle und Lösungen bei der Sektorkopplung aus. Die Kategorie „Herausragende Projekte“ honoriert realisierte Projekte aus den Bereichen Solar, Speicher, Energiemanagement und umweltfreundliche Mobilität.

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