Aktuelle Nachrichten zur Energietechnik. Vernetzt. 2x wöchentlich kostenfrei in Ihrem Postfach.
Sie haben sich bereits unter der angegebenen E-Mail Adresse registriert.
Bei der Registrierung ist ein Fehler aufgetreten.
Sie müssen die AGBs bestätigen.
Registrierung erfolgreich.

Mehr als nur heiße Luft: Eine neue Studie identifizert Gas und die damit verbundenen Technologien und Infrastrukturen als wichtigste Treiber für die Energiewende.

Bild: Pixabay

Leitstudie zu Integrierter Energiewende Power-to-X und Gasnetz als Fortschrittsmotoren der Energiwende identifiziert

10.10.2017

Speicherkapazität, Versorgungssicherheit und Back-up-Option für volatile Erneuerbare: Gas ist ein wahres Energiewunder und deshalb unverzichtbar für die Energiewende. Das unterstreicht auch eine neue Leitstudie der Dena.

Sponsored Content

Die Deutsche Energieagentur (Dena) hat erste Erkenntnisse aus ihrer Leitstudie „Integrierte Energiewende“ veröffentlicht. Mitgewirkt haben rund 50 Partner, darunter ein Konsortium aus zehn Thüga-Partnern. Eine zentrale Erkenntnis der Studie: Um die angestrebten Treibhausgasminderungen von 80 bis 95 Prozent bis 2050 zu erreichen, muss die Energiewende technologieoffen gestaltet werden.

Gasnetz als wichtiges Back-up für Energie

Wichtiger Baustein in diesem sektorübergreifenden Energiesystem wird das Gasnetz sein. Gas ist in allen Szenarien der Dena-Leitstudie ein wichtiger Leistungsträger des Energiesystems.

Insbesondere das Gasnetz identifiziert die Studie als einen wichtigen Baustein in einem sektorintegrierten Energiesystem, auch wegen des zunehmenden Anteils an grünem Gas. Es kann außerdem als Speicher zur Flexibilität des Energiesystems und zur Versorgungssicherheit beitragen. Durch die Speicherkapazität der deutschen Gasnetze kann die gesicherte Leistung auch über lange Zeiträume autark bereitgestellt werden.

Power-to-X ist großer Hoffnungsträger

Deshalb rät die Dena, die Einführung der notwendigen Technologien zu unterstützen und auf internationaler Ebene für die Entstehung globaler Märkte für Power-to-Gas und Power-to-Liquid zu werben. Eine frühzeitige Verbreitung von PtX-Technologien in Deutschland könne aus industriepolitischer Sicht vorteilhaft sein.

Erst im Sommer hatte die Power-to-Gas-Technologie in einem Pilotprojekt alle Erwartungen übertroffen und einen ersten großen Praxistest bestanden. Dazu müssten jedoch günstige regulatorische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, etwa durch Marktanreizprogramme.

Gas bietet Versorgungssicherheit für Industrieunternehmen Gasförmige synthetische Brennstoffe werden auch bei einem hohen Grad an Elektrifizierung des Energiesystems ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Energiesystems sein.

Da energieintensive Industriezweige auch in Zukunft nicht vollständig elektrifiziert werden können, werden diese weiter auf Gas als Energieträger zugreifen. Der Bedarf an aus erneuerbaren Energieträgern gewonnenen synthetischen Brennstoffen wird dabei sukzessive zunehmen.

Gaskraftwerke als weiterer Pfeiler der Energiewende

Neben den volatilen erneuerbaren Energien werden Gaskraftwerke laut Dena eine wichtige Rolle in der Energieversorgung spielen: Sie tragen als kostengünstigste Technologie zur Bereitstellung der erforderlichen gesicherten Leistung bei. Die Gaskraftwerke können 2050 zum Großteil mit synthetischen treibhausgasneutralen Brennstoffen betrieben werden.

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel