Eine Dichtung im Spritzwassertest.

Bild: Pöppelmann

Kunststofftechnik 2K oder ortsgeschäumt?

14.12.2015

Für empfindliche Anwendungen in Bereichen wie Maschinen- und Apparatebau entwickelt Pöppelmann K-Tech verschiedene Kunststofflösungen inklusive passender Dichtung. Bereits auf der Fakuma 2015 präsentierte das Unternehmen neue Technologien und Fertigungsverfahren.

Zur Abdichtung von Kunststoffteilen arbeitet Pöppelmann K-Tech mit drei Verfahren: dem Zweikomponenten-Spritzgießen, ortsgeschäumten PUR-Dichtungen (FIPFG-Verfahren) und standardisierten Formteil-Dichtungen. Bereits während der Projektplanung wird gemeinsam mit dem Kunden entschieden, welche die wirtschaftlich wie technisch günstigste Lösung ist.

2K-Dichtungen werden beim Zweikomponenten-Spritzgießen direkt an das Bauteil gespritzt. So können individuelle Anforderungen erfüllt und komplexe Geometrien realisiert werden. Das Verfahren bietet eine hohe Prozesssicherheit und die Kombination unterschiedlicher Materialien. Nacharbeiten oder zusätzliche Montageschritte entfallen.

Beim FIPFG-Verfahren (formed-in-place-foam-gasket) werden PUR-Dichtungen CNC-gesteuert und werkzeugunabhängig in das Bauteil geschäumt. So wird eine hohe Prozessgenauigkeit, reproduzierbare Fertigungsqualität, zuverlässige Langzeit-Dichtwirkung und eine hohe Passgenauigkeit mit nahtlosen Übergängen an den Dichtungsenden erreicht. Es entsteht kein Materialverlust durch Stanzabfälle. Nicht immer ist eine Sonderlösung notwendig, häufig können auch einfache Standard-Formteildichtungen zum Abdichten von Kunststoffteilen eingesetzt werden. Flexible Montageprozesse bei Pöppelmann K-Tech unterstützen dabei eine sichere und wirtschaftliche Fertigung.

Um eine hohe Produktqualität sicherzustellen, werden die Dichtungen bei Pöppelmann umfassend getestet: „Mit einer eigenen Schutzart-Prüfkammer gemäß DIN 40050 können wir unsere Kunststoffteile und Dichtungen gemäß der geforderten IP-Dichtigkeitsklassen prüfen und dokumentieren“, erklärt Dirk Stubbe, Projektleiter bei Pöppelmann K-Tech. Somit muss das Bauteil nicht mehr von externen Institutionen geprüft werden, was Zeit und Kosten spart.

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