3D-Modell für Schönheits-OPs Neues Gesicht aus dem 3D-Drucker

Eine Patientin der Avsar-Klinik für plastische Chirurgie bestaunt ihre 3D-Maske.

14.11.2016

Wie sehe ich nach der Schönheits-OP aus? Diese Frage sorgt vor kosmetischen Eingriffen oft für schlaflose Nächte. Jetzt haben die Patienten Gewissheit: Am 3D-Modell bestaunen sie vorab, wie ihr "neues Gesicht" aussehen wird.

Als erster plastischer Chirurg weltweit zeigt Dr. Avşar, Gründer der Avsar-Schönheitsklinik in Istanbul, seinen Patienten anhand von 3D-Scans, wie sie nach der OP aussehen werden. Zum Einsatz kommt hier der 3D-Handscanner Artec Eva.

Mit dem 3D-Modell bekommen die Patienten ein Objekt an die Hand, mit dem sie das Ergebnis ihrer Schönheits-OP im wahrsten Sinne des Wortes begreifen können. Dies hilft ihnen, die Möglichkeiten und Grenzen eines Eingriffs realistisch einzuschätzen. Durch den Einsatz moderner 3D-Scanner lässt sich heute durch einen einzigen Arztbesuch erledigen, was früher Wochen oder Monate gedauert hat. Auch die Ärzte profitieren von der Maske, die als dreidimensionales Referenzmittel dient.

3D-Druck statt Handarbeit

Neben dem Artec 3D-Scanner nutzt Dr. Avşar additive Fertigungsverfahren. Diese Kombination ermöglicht ihm, seinen Patienten innerhalb von kurzer Zeit ein realitätsgetreues 3D-Modell vorzulegen.

Schon bevor der Schönheitschirurg 3D-Technologie verwendete, gestaltete er die Masken selbst - damals noch per Hand. Eine mühsame Arbeit, die Dr. Avşar wertvolle Zeit kostete. Zudem fehlten den handgefertigten Modellen oft so wichtige Details wie Farbe und Textur, sodass sie nicht sehr realistisch wirkten.

20 neue Gesichter pro Monat

Dr. Avşar experimentierte mit verschiedenen 3D-Scanning- und -Druckoptionen. Anfangs nutzte er pulverbasierte Verfahren, sattelte dann aber wegen der besseren Farbeigenschaften auf 3D-Papierdrucker von Mcor Technologies um.

Seit der Implementierung des Artec 3D-Scanners und des Mcor 3D-Druckers fertigt Dr. Avşar monatlich bis zu 20 individuelle Masken an.

Laut Dr. Avşar werden die 3D-Masken sehr gut angenommen: „Für meine Patienten erfüllt sich ein Traum. Bisher war es unmöglich, ihnen präzise zu vermitteln, wie sie nach der OP aussehen würden. Doch mit der realistischen dreidimensionalen Maske, die sie in Händen halten und von allen Seiten betrachten können, verstehen sie, wie sich ihr Gesicht durch den Eingriff ändert. Diese Technik bedeutet für die Patienten eine große Hilfe.“

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