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Produktionsstillstände in der Fleischverarbeitung können schnell teuer werden. IoT-Lösung helfen dabei, solchen Ausfällen vorzubeugen.

Bild: iStock, anamariategzes

Verarbeitung ohne Stopp Fleischproduktion vernetzt

08.11.2017

Eines der größten Risiken für den mittelständischen Maschinenbau liegt in unerwarteten Ausfallzeiten, gerade im Bereich der Lebensmittelindustrie. Fällt die Produktion aus, so gibt es nur ein kleines Zeitfenster, in der frische Ware wie Fleisch gelagert werden darf. Predictive Maintenance hilft, teuren Stillständen vorzubeugen.

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Im Normalfall wird bei einer Störung die Alarmierung durch den Kunden ausgelöst. Die Ressourcenplanung für Support- und Wartungseinsätze beim Hersteller ist deshalb ohne wirksame Predictive Maintenance kaum planbar. Mit etwas Glück kann in Abhängigkeit zum Maschinenverständnis des betroffenen Kunden eine Vorfelddiagnose telefonisch stattfinden, sodass der Servicetechniker benötigte Ersatzteile direkt mitbringen und so die Anlage entstören kann.

In den meisten Fällen jedoch muss beim Erstbesuch eine Vorortdiagnose durchgeführt werden. Dann erst kann der Techniker die Störung analysieren, notwendige Ersatzteile bestellen und einen Folgetermin für die tatsächliche Entstörung vereinbaren. Die effektive Ausfallzeit betroffener Maschinen kann sich somit im schlimmsten Fall über Tage hinweg ziehen und hohe Folgekosten beim Kunden verursachen.

Maschinendaten sinnvoll auswerten

In einem solchen Fall liegt die erste Herausforderung darin, Anlagen und Maschinen sicher und von der lokalen Internetinfrastruktur des Kunden unabhängig aus der Ferne für den Hersteller erreichbar zu machen. Der Kommunikationsanbieter Mdex entwickelte beispielsweise eine einfach zu skalierende Anlagenvernetzung, die das Unternehmen im Auftrag als Dienstleistung betreibt. Die noch zuvor an der Maschine ausgelesenen Maschinendaten werden in der Folge verschlüsselt über Mobilfunk zur Leitstelle übertragen.

Die übermittelten Daten können anschließend in einer IoT-Plattform aggregiert, visualisiert und in sinnvolle Informationen übersetzt werden. Über Schnittstellen werden Zustandsinformationen dann an die kundeneigenen Prozesssysteme übergeben. Das Programm interpretiert anschließend die auf diese Weise gewonnenen Maschineninformationen. Bei Erreichen eines definierten Schwellwertes kann dann beispielsweise ein Alarmierungsprozess eingerichtet werden. Die IoT-Plattform von Mdex lässt sich als Webservice (Software-as-a-Service, SaaS) betreiben und ist unter Berücksichtigung strenger IT-Sicherheitsregularien potenziell auf unterschiedlichen webfähigen Endgeräten abrufbar.

Mit einer IoT-Lösung ist es dem Fleischverarbeitungsmaschinenhersteller möglich, Maschinendaten in Echtzeit auszuwerten. In seinem Fall würden die erfassten Statusinformationen priorisiert werden und je nach Schweregrad einen Supportfall auslösen – im Idealfall noch vor Herstellungsausfall und bevor der Kunde die Störung selbst bemerkt.

Beim ersten Einsatz repariert

Fehlercodes, die für Rückschlüsse auf ein eventuell zu tauschendes Ersatzteil sonst erst vor Ort ausgelesen werden mussten, lassen sich künftig in der Mdex-IoT-Plattform strukturiert und priorisiert darstellen. Tritt eine Störung auf, informiert die Plattform den Servicetechniker und kategorisiert die Störung nach Schweregrad. Der Techniker ist so in der Lage, sich im Vorfeld mit der Störungsproblematik auseinanderzusetzen und das passende Ersatzteil direkt zum ersten Reparatureinsatz mitzubringen.

Der Ressourceneinsatz im Störungsfall lässt sich so nicht nur präziser kalkulieren und die anhängige Planung optimieren. Der zusätzliche Vorteil ist, dass sich so Störungszeiträume beim Kunden reduzieren und sich sein damit einhergehendes Qualitätsempfinden steigert. Für den Hersteller selbst ergibt sich jedoch das größte Potenzial aus den erfassbaren Daten. Denn er kann nicht nur die Qualität seiner hergestellten Maschinen verbessern in dem er systematisch Fehler und Störungen protokolliert, um sie bei der Weiterentwicklung neuer Maschinentypen zu berücksichtigen. Ein Hersteller kann auch das Störungsverhalten seiner Maschinen lernen und im Vorfeld der Störung auftretende Muster identifizieren und so ein zukünftiges Ausfallpotenzial seiner Maschinen prognostizieren (Predicitive Maintenance).

Informationen im Klartext

Plug&Play-Anwendungen lassen die Maschinen ohne Zeitverluste Klartext sprechen und übersetzen die Daten in entscheidungsrelevante Informationen für Geschäftsprozesse. Dabei vernetzt Mdex-Anlagen, Maschinen und Geräte sicher, standortunabhängig, ab Stückzahl 1 und mit einem nachhaltigen Skalierungspotenzial. Kunden sparen Ressourcen, weil sie die Vernetzungsdienstleistung in Anspruch nehmen und nicht mühselig eigene IT-Systeme betreiben und entwickeln müssen.

Durch die Datensammlung, -aggregation und -visualisierung sollen Kunden wertvolle Informationen gewinnen, auf Basis derer sie neue Geschäftsprozesse ableiten können. Die Netzwerk- und IT-Infrastruktur betreibt Mdex mit einem hohen Anspruch an IT- und Ausfallsicherheit.

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