Zwei parallele Antriebsstandards Siemens und Rockwell friedlich vereint

„Jetzt können wir mit unseren Anlagen jede Anfrage weltweit bedienen, weil wir zwei jeweils durchgängige Systeme mit Komponenten der beidenführenden Hersteller anbieten“, erklärt Karl-Heinz Klumpe, Product Manager Packaging bei KHS.

Bild: KHS
17.07.2017

KHS bietet seine Verpackungsmaschinen ab sofort parallel in zwei Ausführungen: mit Antriebstechnik von Siemens oder von Rockwell.

Die KHS-Gruppe bietet die Antriebstechnik ihrer Verpackungsanlagen nun durchgängig in zwei verschiedenen Varianten an. Da sich Gewohnheiten und Standards in einigen
Märkten maßgeblich unterscheiden, ist der Systemanbieter so beim weltweiten Verkauf seiner Maschinen und Anlagen noch flexibler.

Vom Hybridsystem zum doppelten Standard

Für die Servoantriebstechnik von Maschinen gibt es weltweit aus der Sicht von KHS zwei maßgebliche Hersteller: Siemens und Rockwell Automation. In der Vergangenheit waren Verpackungsmaschinen von KHS meist mit einem Hybridsystem ausgestattet, in dem die SPS und die Visualisierung entweder von Siemens oder Rockwell stammte. Für die Servotechnik hat KHS standardmäßig Indramat-Motoren von Bosch Rexroth eingesetzt.

Im Zuge der technischen Weiterentwicklung und Standardisierung entschied man sich bei KHS, zukünftig auf SPS und Simotion D von Siemens zu setzen. Die Siemens-Technik
ist jedoch nicht überall auf der Welt die präferierte Lösung, erklärt Karl-Heinz Klumpe, Product Manager Packaging bei KHS in Kleve: „Speziell für den nordamerikanischen Markt, der von Rockwell Automation geprägt ist, konnten wir nun eine gleichwertige Lösung finden, um auch hier weiterhin zu hundert Prozent die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen.“

Unterschiedlicher Standard, gleiche Technik

Im Bereich der KHS-Abfüllanlagen kommt in der Servoantriebstechnik die Rockwell-Lösung bereits seit 2008 zum Einsatz - zum einen, weil ein großer Teil der Anlagen für den amerikanischen Markt am KHS-Standort Waukesha in Wisconsin, USA gebaut wird, und zum anderen, weil hier der Marktbedarf schon sehr viel früher vorhanden war. „Für uns war es wichtig, diese Nische, die wir bisher nur im Einzelfall bedient haben, mit einem Standard zu schließen“, betont Klumpe.

Das bedeutet in der Praxis, dass KHSServoantriebe der neuesten Rockwell-Generation namens Kinetix 5700 beziehungsweise analog dazu von Siemens die Baureihe Simotion D einsetzt, die beide eine Lieferbereitschaft von deutlich über zehn Jahren aufweisen und damit auch für KHS-Kunden eine langfristige Sicherheit bieten.

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