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Die ISO 50003:2014 rückt die Anforderungen an die Kompetenz, Konsistenz und Unparteilichkeit von Audits und Zertifizierungen von Energiemanagmentsystemen (EnMS) in den Mittelpunkt.

Bild: Ebo Fraterman, DNV GL

Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 Fit für den Energieaudit?

15.03.2017

Bis zum 14. Oktober 2017 müssen akkreditierte Zertifizierungsstellen für Energiemanagementsysteme ihre Akkreditierung auf die ISO 50003:2014 umstellen. Aber was genau fordert diese Norm und welche Folgen hat sie konkret? Informieren Sie sich hier.

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Die gute Nachricht zuerst: Alle bestehenden Zertifikate nach ISO 50001 behalten auch nach dem 14. Oktober 2017 weiterhin ihre Gültigkeit. Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkks) gewährt einen Übergangszeitraum bis zum jeweiligen Ablauftermin einer Zertifizierung. Alle Re- und Neuzertifizierungen werden jedoch ab dem Zeitpunkt der Umstellung der Akkreditierung nach den Anforderungen der ISO 50003:2014 durchgeführt.

Was ändert sich zukünftig?

Die ISO 50003:2014 rückt die Anforderungen an die Kompetenz, Konsistenz und Unparteilichkeit von Audits und Zertifizierungen von Energiemanagmentsystemen (EnMS) in den Mittelpunkt. Die damit einhergehenden Änderungen betreffen insbesondere Anpassungen der Auditplanung hinsichtlich der Energiekomplexität eines Unternehmens und die Aufteilung der Akkreditierung in bis zu acht sogenannte technische Bereiche.

Bei der Ermittlung des Auditzeitaufwandes müssen Unternehmen die folgenden Faktoren einbeziehen: Energiequellen, wesentliche Energieeinsätze, Energieverbrauch und die Anzahl des EnMS-wirksamen Personals. Die Aufwände für die Auditzeiten könnten sich dadurch gegebenenfalls zukünftig ändern.

Darauf kommt es an

Des Weiteren konkretisiert die ISO 50003:2014, wie Unternehmen im Rahmen eines Zertifizierungs-Audits die messbaren Ergebnisse hinsichtlich der Energieeffizienz, des Energieeinsatzes oder des Energieverbrauchs im Vergleich zur energetischen Ausgangsbasis nachweisen müssen. Bei der Durchführung des Audits muss der Auditor Auditnachweise hinsichtlich der energiebezogenen Leistung sammeln und verifizieren, was mindestens Folgendes umfasst:

  • Energieplanung (alle Bereiche),

  • Ablauflenkung,

  • Überwachung,

  • Messung und Analyse.

Ein fehlender Nachweis für eine fortlaufende Verbesserung der energetischen Leistung muss der Auditor als wesentliche Nichtkonformität bewerten.

Hilfestellung für Unternehmen

Mit den bereits publizierten Normen ISO 50006 Messung der energiebezogenen Leistung unter Nutzung von energetischen Ausgangsbasen und Energieleistungskennzahlen und der ISO 50015 Messung und Verifizierung der energiebezogenen Leistung von Organisationen stehen bereits Grundsätze und Leitlinien bereit, die Unternehmen helfen können diese neue Anforderungen an die Nachweisführung der fortlaufenden Verbesserung zertifizierungsgerecht zu erfüllen.

Laut DAkks soll mit der Präzisierung der Akkreditierungsregeln die Auditorenkompetenz für den jeweiligen Technischen Bereich und die die Qualität der Audits weiter erhöht werden. Nach einem Beschluss des International Accreditation Forum soll mit der Einführung der ISO 50003 die Zertifizierungspraxis im Bereich der Energieeffizienz weltweit vereinheitlicht sowie der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz der ISO 50001 für Energiemanagementsysteme erhöht werden.

Wie DNV GL weiterhelfen kann

Als inhaltlicher Bestandteil der aktuellen Seminare Grundlagen Energiemanagementsysteme für Beauftragte nach ISO 50001 und Energiemanagement-Beauftragte/r nach ISO 50001 geht DNV GL auf die neuen Auditanforderungen und die ISO 50000er-Normenreihe ausführlich ein.

Bildergalerie

  • Mit den Normen ISO 50006 und ISO 50015 stehen bereits Grundsätze und Leitlinien bereit, die Unternehmen helfen können diese neue Anforderungen an die Nachweisführung der fortlaufenden Verbesserung zertifizierungsgerecht zu erfüllen.

    Bild: Nina Rangøy, DNV GL

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