Interoperabilität und Kostenreduktion Siemens will KI-Robotik zugänglicher für KMU machen

Simatic Robot Pick AI, eine Lösung zur Automatisierung von Pick-&-Place-Prozessen

Bild: Siemens
23.06.2023

Die Firma Intrinsic und Siemens streben an, gemeinsam mehr Industrierobotik in kleine und mittelständische Unternehmen zu bringen. Interoperabilität und effizientere Schnittstellen zwischen Automatisierungs- und Robotiksystemen werden hierfür erforscht, bestehende Hürden und Kostentreiber in den Blick genommen. Die beiden Unternehmen stellen auch auf der Automatica 2023 aus.

Das Alphabet-Unternehmen Intrinsic und Siemens sondieren in einer Partnerschaft die effiziente Integration zwischen der Robotik-Software von Intrinsic und dem offenen und interoperablen Automatisierungsportfolio von Siemens Digital Industries aus. Intrinsic bringt dabei seine Kompetenz aus den Bereichen Perception, maschinelles Lernen und insbesondere Reinforcement Learning ein, Siemens sein Know-how in der industriellen Automatisierungstechnik.

Aktuell unterscheiden sich die Entwicklungs- und Laufzeitumgebungen für KI-basierte Robotik auf der einen und Automatisierungskomponenten auf der anderen Seite deutlich in ihren Entwicklungsparadigmen. Das macht eine Integration umständlich. Beispielsweise erfordert die Verwendung komplexer Roboter-Features wie Posenbestimmung, Pfadplanung und KI-basierter Steuerung in der Regel ganze Teams von Experten. Die beiden Unternehmen wollen deshalb neue Methoden erarbeiten, um die Lücken zwischen Robotik, Automatisierungstechnik und IT-Entwicklung zu schließen.

Demokratisierung von Robotik

Die Integration beider Welten soll den Entwicklungsprozess flexibler Roboterarbeitszellen beschleunigen und deren Betrieb erleichtern. In der Konsequenz kann Industrierobotik für Entwickler, Integratoren und Endkunden zugänglicher und leichter nutzbar werden.

„Intrinsic hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Zugang zur Robotik zu demokratisieren“, sagt Wendy Tan White, CEO des Unternehmens. „Robotik ist jedoch selten von der Produktionsumgebung entkoppelt, in der der größte Mehrwert entsteht. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Siemens Digital Industries [...] eine hervorragende Möglichkeit für uns, an gemeinsamen, markttauglichen Lösungen zu arbeiten, damit deutlich mehr Unternehmen vom Produktivitätspotenzial kombinierter Robotik und Automatisierung profitieren können.“

Rainer Brehm, CEO Factory Automation bei Siemens, ergänzt: „Siemens bringt IT und OT näher zusammen – das ist eine wichtige Leitlinie unseres Industrial-Operations-X-Portfolios. Wir schätzen die Offenheit der Intrinsic-Plattform und freuen uns darauf, gemeinsam mit Intrinsic zu eruieren, wie die Verbindung von KI-basierter Robotik und Automatisierungstechnik weiter beschleunigt werden kann.“

Auftritt auf der Automatica 2023

Sowohl Siemens als auch Intrinsic stellen vom 27. bis 30. Juni auf der Automatica 2023 in München aus. Am Dienstag, den 27. Juni, von 13:00 bis 14:00 Uhr (MEZ), nehmen White und Brehm außerdem am munich_i CEO Round Table mit dem Thema „Software: Revolution for Automation and Robotics?“ teil.

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