Schutz vor Feuchtigkeit Hightech-Klebstoffe für Dünnschichtsolarzellen

Demonstrator einer Dünnschichtsolarzelle: Schutzfolie wurde mit Delo-Klebstoff verklebt,

Bild: Delo
27.03.2023

Delo stellt erstmals Klebstoffe für Solarzellen vor. Die lichthärtenden Produkte auf Epoxidharz- oder Acrylatbasis eignen sich besonders für das Verkleben der Schutzfolien von Dünnschichtsolarzellen und bilden dabei gleichzeitig eine wirkungsvolle Barriere gegen Feuchtigkeit.

Dünnschichtsolarzellen kommen unter anderem für Fassaden, Leichtbaudächer oder Ladesäulen zum Einsatz. Sie bestehen aus mehreren Millimeter dünnen Schichten, wobei die aktiven, stromproduzierenden Schichten häufig auf Glas oder ein organisches Trägermaterial aufgedampft und mit einer Front- und Backcover-Schutzfolie abgedeckt werden, um die aktiven Schichten zu schützen.

Epoxidharz als Feuchtigkeits-Barriere

Ein Klebstoff, mit dem sich die Schutzfolien zuverlässig verkleben lassen, ist Delo Katiobond LP655. Gleichzeitig erfüllt das lichthärtende Epoxidharz eine Barrierefunktion und schützt die aktiven Schichten dadurch wirksam gegen Feuchtigkeit. Das ist besonders an den Randbereichen wichtig, da eindringende Feuchtigkeit die Funktionsfähigkeit der Solarzelle beeinträchtigen würde. Dank der eingesetzten Rohstoffe hat der Klebstoff eine geringe Wasserdampfdurchlässigkeit von 6 g je mm/m2 in 24 h, was spezifische Tests bei einer Temperatur von 60 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent belegen. Das verhindert ein frühzeitiges Degradieren der Solarzelle und trägt zu einer langen Lebensdauer bei.

Delo Katiobond LP655 besitzt zudem eine hohe Schälfestigkeit auf PET, dem typischerweise für Schutzfolien verwendeten Kunststoff. Der transparente Klebstoff härtet durch UV-Licht in Sekunden aus und ist für den Auftrag per Slot-Die-Coating optimiert. Auch für Rolle-zu-Rolle-Prozesse bietet Delo verschiedene Produkte auf Epoxidharz- und Acrylatbasis an.

Klebsysteme für Erneuerbare Energien

Delo entwickelt darüber hinaus bereits neue Klebsysteme, die gezielt auf die sich verändernden technischen und ökonomischen Anforderungen im Solarmarkt angepasst sind. Intensiv getestet werden die Klebstoffe in Kooperation mit weltweiten Entwicklungspartnern wie Oninn Innovation Center aus Brasilien.

Zudem bietet der Mittelständler auch für andere Technologien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien wie für Windkraft oder Batteriesysteme für E-Autos Kleblösungen an, die durch ihre Multifunktionalität neben dem zuverlässigen Verbinden von zwei Komponenten weitere Aufgaben übernehmen.

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