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Bild: iStock, richyepyep

Drucklufttrocknung Für mehr Wohlbefinden im Stall

Warm und trocken mögen es nicht nur Milchkühe, sondern auch die Maschinen, die sie melken: Denn trifft auf die bei Melkrobotern pneumatisch bewegten Komponenten Druckluft mit zu hohem Feuchtigkeitsgehalt, reagieren diese sehr empfindlich darauf. Spezielle Kältetrockner helfen dabei, diese schädliche Feuchtigkeit zu eliminieren.

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Wird für die beweglichen Teile eines Melkroboters, zum Beispiel Bürsten und Saugnäpfe, Druckluft von schlechter Qualität oder mit zu hohem Feuchtigkeitsgehalt verwendet, versagt oftmals die Pneumatik und mit ihr der Roboter. Verzögerungen im Melkprozess sind die Folge.

Um diese zu vermeiden, hat man in den Melkrobotern häufig Kompressoren mit einem Membrantrockner eingesetzt. Sie versagten aber oft, vor allem aufgrund der aggressiven Umgebungsbedingungen. Dem widrigen Umfeld besser widerstehen können beschichtete Hochtemperatur-Kältetrockner, wie sie etwa Beko Technologies anbietet. Diese sind in der Lage, dem aggressiven Kondensat und den Umgebungsbedingungen bis zur Taupunkttemperatur Stand zu halten.

Gegen Kälte und Kondensation

In kalten Wintern reicht jedoch die gelieferte Taupunkttemperatur von 3 °C nicht aus, um die Kondensation zu vermeiden – mit Folgen wie Fehlfunktionen der Geräte, Bakterienbildung und Ausfallzeiten des Melkroboters. Daher kommt oft zusätzlich ein Membrantrockner, zum Beispiel der Drypoint M, mit Nanofiltration zum Einsatz, der Schmutz und Feuchtigkeit in jeder Jahreszeit sicher beseitigt. So dient der Kältetrockner für den Betrieb im Sommer und der Membrantrockner für die Wintermonate. Diese Membrantrockner sind in der Lage, die Drucktaupunkttemperatur bis auf -40 °C und noch weiter zu senken.

Aber die Membranen in Membrantrocknern sind empfindlich gegenüber Verunreinigung und können dann beschädigt werden, wenn die Druckluft zulaufseitig nicht ausreichend gefiltert wird. Hinzu kommt, dass die Kombination aus einem Kältetrockner und einem Membrantrockner für die Landwirte teuer ist und damit wirtschaftlich ineffizient.
Eine bessere Lösung ist ein robuster Trockner, der das ganze Jahr über unter den genannten Bedingungen funktioniert und sowohl eine stetige Taupunkttemperatur liefert als auch den aggressiven Umgebungsbedingungen widersteht. Also ein Trockner, der auf Temperaturschwankungen, Druckdifferenzen und den Feuchtigkeitsgehalt in der Luft reagieren kann – und im besten Fall auch noch Energie einspart.

Trocken und sicher das ganze Jahr über

Mit dem Drypoint M Eco Control hat Beko Technologies ein solches Produkt entwickelt. Es ist ein Trocknungssystem, mit dem eine Bandbreite an Trocknungsgraden einstellbar ist und somit auf die Erfordernisse der Anwendung eingegangen werden kann. Dieser Trocknungsgrad wird gehalten, auch bei wechselnden Betriebsbedingungen. Energie wird nur dann verbraucht, wenn auch tatsächlich Trocknerleistung bereitgestellt werden muss. Dieses System schließt die bisher bestehende verfahrenstechnische Lück zwischen Kälte- und Adsorptionstrocknern.

Das Funktionsprinzip des Drypoint M Eco Control reduziert die bei der Drucklufttrocknung mit Membranen notwendige Spülluftmenge proportional zur Nutzluftmenge auf ein Minimum. Dazu misst das Gerät über einen Feuchte- und Temperatursensor die tatsächliche Druckluftqualität im Ausgang des Membrantrockners und taktet anhand der Ergebnisse ein Magnetventil für eine dosierte Spülluftzuführung. Anhand des Sensor-Messergebnisses zur relativen Feuchte entscheidet die Steuerungssoftware in definierten Zyklen, ob und wie lange die volle Spülluftmenge bereitgestellt werden muss, um den gewünschten Trocknungsgrad zu erzielen und zu stabilisieren. Die Spülluftsteuerung arbeitet dabei autark, die Informationen für die Steuerung werden selbstständig aus dem Prozess
gewonnen.

Das System, bestehend aus Komponenten wie Membrantrockner, Druckluftfilter, Steuerung und Sensoren, ist einfach in der Bedienung und wartungsarm – denn es ist nur ein
Filterelementwechsel erforderlich. Eine Failsafe-Funktion stellt sicher, dass die Druckluft auch bei Stromausfall zuverlässig und sicher getrocknet wird.

Je nach Anwendung stehen zwei Betriebsmodi zur Auswahl. Sie bestimmen, wie sich der Trockner bei schwankenden Betriebsbedingungen (Druck, Temperatur, Nutzluftvolumen) verhält:

Zwei Betriebsmodi

Der Constant Mode steht für das stabile Halten eines eingestellten Austritts-Drucktaupunkts. Anwender von Druckluftsystemen sind es bisher gewohnt, mit festen Drucktaupunkten als Kennziffer für den Trocknungsgrad zu arbeiten. Nun gibt der Drypoint M Eco Control dem Anwender die Möglichkeit, einen anwendungsspezifischen Drucktaupunkt zwischen 10 und
-25 °C festzulegen.

Der Dynamic Mode schafft eine stabile Differenz zwischen Drucklufttemperatur und Ausgangs-Drucktaupunkt. In diesem Betriebsmodus wird der Drucktaupunkt um eine vorher festgelegte Differenz zwischen 10 und 55 Kelvin zur Drucklufttemperatur abgesenkt. Ändert sich die Eingangstemperatur, folgt der Drucktaupunkt automatisch. Somit besteht auch bei wechselnder Drucklufttemperatur eine gleichbleibende
Sicherheit.

Bildergalerie

  • Bei dem Trocknungssystem Drypoint M Eco lassen sich viele Trocknungsgrade einstellen und so auf die Erfordernisse der jeweiligen Anwendung eingehen.

    Bild: Beko Technologies

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