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Kraftwerk für Industriebetriebe: Ein ähnliches Brennstoffzellen-Kraftwerk entsteht in Mannheim. Es wird eine Nennleistung von 1,4 Megawatt besitzen. Bild: FCES
Erneuerbare Energie

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Brennstoffzellen der Megawatt-Klasse

Fuel-Cell Energy Solutions präsentiert das erste Megawatt-Brennstoffzellen-Kraftwerk in Europa als Projekt auf der E-World 2016. Mit einer Nennleistung von 1,4 Megawatt soll es künftig zirka 11,2 Gigawattstunden Strom pro Jahr erzeugen.

Die in Dresden ansässige Fuel-Cell Energy Solutions (FCES) liefert eine 1,4 Megawatt-Brennstoffzelle für das europaweit erste industrielle Brennstoffzellen-Kraftwerk in diesem Leistungsbereich. Mitte 2016 soll es seinen Betrieb aufnehmen, teilte das Unternehmen mit. Mit diesem Projekt ist der Anlagenbauer auch auf der E-World vertreten, die vom 16. bis 18. Februar 2016 stattfindet. Die dort vorgestellten Komplettlösungen sind für Industriekunden und Projektentwickler, aber auch für Energieversorger interessant, die ihren Kunden eine saubere, dezentrale Stromversorgung anbieten möchten. Die Kraftwerke der FCES können sowohl als Leasing- oder Contracting-Lösungen als auch unter einem Power Purchase Agreement betrieben werden, das dem Kunden die Energielieferung in einer vertraglich festgeschriebenen Höhe garantiert.

Das erste europäische Brennstoffzellen-Kraftwerk der Megawatt-Klasse wird am Firmensitz der Friatec in Mannheim durch Eon Connecting Energies errichtet. Es besitzt eine Nennleistung von 1,4 Megawatt und soll künftig jährlich rund 11,2 Gigawattstunden Strom sowie rund 6.000 Megawattstunden Wärmeenergie aus Erdgas für den Eigenbedarf des Werkstoffherstellers erzeugen. Die Megawatt-Brennstoffzelle mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent wird etwa 60 Prozent des Strombedarfs für die Produktionsprozesse der Friatec decken. Mit dieser Lösung wird das Unternehmen jährlich bis zu 46 Prozent der elektrischen Energie selbst produzieren und seine CO2-Emissionen durch die gleichzeitige Nutzung von Strom und Wärme um etwa 3.000 Tonnen jährlich reduzieren.

Dank der hohen Ablufttemperatur von bis zu 400 Grad Celsius kann die Wärme flexibel genutzt werden. Durch den hohen elektrischen Wirkungsgrad wird mehr Strom als Wärme produziert, was die Wirtschaftlichkeit der Anlagen unterstützt. Die FCES betreibt und überwacht alle Anlagen im Rahmen eines Vollwartungsvertrages, wodurch auch ohne eigenes Betriebspersonal des Nutzers eine optimale Steuerung der Systeme gewährleistet wird.

Um diese Technologie auch in Europa weiter zu verbreiten, bietet die FCES als Hersteller der Brennstoffzellen-Kraftwerke weitreichende Garantieleistungen. Mit einem Gesamtwirkungsgrad von rund 90 Prozent, der bereits in einer Referenzanlage in der Lebensmittelindustrie realisiert wurde, sind die Brennstoffzellen-Kraftwerke basierend auf dem elektrischen Wirkungsgrad von 47 Prozent effizienter als herkömmliche fossile Kraftwerke. Da anstelle eines Verbrennungsprozesses eine elektrochemische Reaktion stattfindet, fallen bei der Stromgewinnung keine schädlichen Emissionen wie Stickstoffoxid (NOx), Schwefeloxid (SOx) und Feinstaub an. Der Betrieb ist nach Angaben des Unternehmens zudem leise und vibrationsfrei, wodurch die Kraftwerke praktisch überall eingesetzt werden können.

FuelCell Energy Solutions ist ein Joint-Venture der NASDAQ-gelisteten FuelCell Energy (FCE) und dem Forschungsinstitut Fraunhofer IKTS (Institut für Keramische Technologien und Systeme). Sie produziert, vertreibt, installiert und wartet stationäre Brennstoffzellen-Kraftwerke, die effizient und wirtschaftlich Strom und zur Erzeugung von Dampf nutzbare, hochwertige Wärme produzieren. Das Unternehmen führt die Forschung zur Optimierung der Schmelzkarbonat-Brennstoffzellentechnologie (MCFC) weiter und verbindet damit die Stärken der DFC-Technologie von FCE mit den Vorteilen der Schmelzkarbonat-EuroCell-Technologie des Fraunhofer IKTS.

Halle 7, Stand 7-411

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