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Los geht's: Inbetriebnahme der neuen Power-to-Heat-Anlage im Heizkraftwerk Niederrad. Bild: Mainova
Pufferspeicher für Frankfurt

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Power-to-Heat-Anlage geht in Betrieb

Im Heizkraftwerk Niederrad produziert Mainova künftig mit überschüssigem Ökostrom Fernwärme.

Mit einer neu eröffneten Power-to-Heat-Anlage wird im Heizkraftwerk Niederrad Wasser in einem überdimensionalen Durchlauferhitzer auf bis zu 130 Grad Celsius erhitzt und ins Frankfurter Fernwärmenetz eingespeist. Dafür wird überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien verwendet.

Die rund 1,2 Millionen Euro teure Anlage läuft nicht im Dauerbetrieb. Sie kommt zum Einsatz, wenn ein Energieüberangebot im Stromnetz herrscht und kurzfristig zusätzliche Verbraucher benötigt werden. Die Anlage nimmt den zu viel produzierten Strom teilweise auf und entlastet so das Netz. Mit einer maximalen Leistung von 8 MW kann sie den Strom von vier großen Windrädern verwerten. Gleichzeitig wird CO2 eingespart, da dann für die Wärmeerzeugung keine fossilen Brennstoffe verwendet werden müssen.

Laut Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann wird Frankfurt durch die neue Anlage ein Stück mehr zur Modellstadt für den Einsatz wichtiger Zukunftstechnologien. Der Vorsitzende des Vorstands der Mainova AG Dr. Constantin H. Alsheimer erläuterte: „In der Fernwärme steckt großes Potenzial zur Energiespeicherung. Die Technik eignet sich sehr gut für den Einsatz im urbanen Umfeld.“

Die Anlage ist hochdynamisch und kann durch die Bereitstellung von Regelenergie zur Netzstabilität beitragen. Durch die beiden rund 7,50 Meter langen Röhren des elektrischen Heißwassererzeugers fließen im Normalbetrieb pro Stunde zwischen 200 und 350 Kubikmeter Wasser. Diese Menge entspricht der Ladung von etwa zehn großen Tanklastzügen. Die Röhren des Durchlauferhitzers haben einen Innendurchmesser von 50 Zentimetern. Darin befinden sich vier Heizeinsätze mit jeweils rund 100 Heizstäben, die das Wasser mittels elektrischer Energie auf die notwendige Temperatur erhitzen.

Vom Heizkraftwerk Niederrad fließt die in der „Power-to-Heat“-Anlage erzeugte Fernwärme zum Flughafen Frankfurt. Dort wird sie eingesetzt, um unter anderem das Brauchwasser zu erwärmen. Im Sommer kann die Anlage etwa ein Drittel des Wärmebedarfs am Flughafen decken. Um die gleiche Menge Energie mit fossilen Brennstoffen zu erzeugen, müssten rund 800 Liter Heizöl pro Stunde verfeuert werden.

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