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Biogasanlage: Nach Fertigstellung kommen täglich 100 Tonnen organischer Reststoffe, davon 70 Prozent Schweinegülle, in den Edelstahl-Fermenter. Bild: Weltec
Bioenergie

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Biogas für Südkorea

Nördlich von Seoul baut Weltec eine Biogasanlage mit einem 450-Kilowatt-Blockheizkraftwerk. Sie wird ab Frühsommer 2016 täglich mit 100 Tonnen organischen Reststoffen beschickt.

Der Biogasanlagen-Hersteller Weltec Biopower errichtet in Sükorea eine neue 450-Kilowatt-Biogasanlage, die im Frühsommer 2016 in Betrieb gehen soll. Ihr Standort liegt rund 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Seoul in der Provinz Gyeonggi-do. Entscheidend für den hohen Wirkungsgrad der zweiten südkoreanischen Weltec-Anlage ist die Technik mit einer intelligenten Steuerung.

In Südkorea fließen hohe Investitionen in den Energiesektor, der Ausbau der erneuerbaren Energieträger genießt dort seit einigen Jahren Priorität. Aus gutem Grund: Die Republik gehört mit ihren 51 Millionen Einwohnern zu den zehn größten Stromverbrauchern weltweit. Dabei verfügt das Land über keine nennenswerten fossilen Ressourcen und muss 97 Prozent seiner konventionellen Energieträger importieren. Der Investor und Betreiber der neuen Biogasanlage, ein Produzent von Transformatoren, wurde auf Weltec Biopower aufmerksam, weil der deutsche Anlagenhersteller bereits 2012 eine Biogasanlage im Süden des Landes gebaut hat. Der finale Zuschlag basiert aber laut Weltec vor allem darauf, dass das technische Anlagenkonzept für das aktuelle Projekt auf die speziellen Bedingungen der Region und die ökologischen Ziele Südkoreas zugeschnitten ist. „Besonders das nachhaltige Entsorgungskonzept für die Abfälle und die effiziente Verarbeitung der Inputstoffe zu nährstoffreichem Dünger waren ausschlaggebend“, sagt Harro Brons, Projektverantwortliche bei Weltec Biopower.

Wenn die Anlage den Betrieb aufnimmt, wird der Betreiber den knapp 4000 Kubikmeter messenden Edelstahl-Fermenter täglich mit 100 Tonnen organischer Reststoffe, 70 Prozent davon sind Schweinegülle, beschicken. Durch den Vergärungsprozess entsteht daraus Biogas und hochwertiger Dünger. Dieser wird in den zwei 5590 Kubikmeter fassenden Gärrestlagern aus Edelstahl bis zur Ausbringung gelagert. Mit dem entstehenden Biogas wird ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 450 Kilowatt betrieben. Der Strom wird direkt in das Stromnetz eingespeist. Die Wärme wird für die Beheizung der Betriebsgebäude und der eigenen Prozesse verwendet.

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