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Statement

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Zur Integrated Industry mit Evolution statt Revolution

Text: Uwe Gräff, Harting
Die Symbiose zwischen Automatisierungstechnik und IT treibt eine moderne Produktion voran. Ist dieses als ITmatisierung bezeichnete Phänomen ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Integrated Industry? Ein Statement von Uwe Gräff, Geschäftsführer von Harting.

Inzwischen ist Software ein essentieller Bestandteil der Funktionalität von Maschinen und Anlagen, sei es im Engineering-Prozess oder als Embedded Software in den Maschinen und Anlagen selbst. Mainstream-IT in Form von Industrie-PCs steuert seit Langem Anlagen; Ethernet-basierte Dienste übertragen die Daten in den Anwendungen zwischen Shop Floor und Top Floor. Im Ergebnis führt dies zu kostengünstigeren Produkten, gesteigerter Produktivität und höherer Flexibilität der Produktion. Doch trotz der weitreichenden Synergien im Bereich von Hardware und Kommunikation setzt die Industrie immer noch auf eigene Automatisierungsstandards.

Der industrielle Produktionsprozess verlangt von den Systemen beispielsweise ein deterministisches Echtzeit-Verhalten, das die klassische IT so nicht abbilden kann. Hinzu kommen spezifische Anforderungen an die Sicherheit zum Schutz von Mensch und Maschine, aber auch von dem eigenen Know-how. Um einen echten Mehrwert zu bieten, muss also eine Symbiose zwischen Automatisierungs- und Informationstechnik die komplette Wertschöpfungskette umfassen. Potenziale dieser Verschmelzung sieht man in der Integrated Industrie, Industrie 4.0 und beim Internet of Things. Voraussetzung dafür sind durchgängige Wertschöpfungsnetzwerke über den kompletten Lebenszyklus der Anwendungen hinweg. Daraus können sich neue Services entwickeln, die auf integrierten Softwarefunktionen in den Automatisierungssystemen fußen. Sie erleichtern für den Bediener den Umgang mit komplexen Systemen und passen die Produktion leichter an veränderte Marktbedingungen und Anforderungen der Supply Chain und Marktbedingungen an.

Doch wie verläuft der Weg von der etablierten Automatisierungstechnik zu einer Integrated Industry? „Industrie 4.0 ist eine konzeptuelle Revolution als Disruption der Produktionslogistik, weil das entstehende Produkt seine eigene Fertigung steuert“, erklärte Prof. Dr.Wolfgang Wahlster, technisch-wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Durch diesen zentralen Paradigmenwechsel verändern sich die Grundlagen der Produktion und die klassische Produktionshierarchie löst sich schrittweise auf. „Allerdings erfolgt die Umsetzung inkrementell durch Migrationslösungen, sodass die Revolution als Evolution realisiert wird“, ergänzt Wahlster. Technologische Treiber sind das Internet der Dinge, intelligente Sensornetze und cyber-physische Systeme. Da es bei allen Lösungsansätzen zu Veränderungen kommen wird, sollten unabhängig von deren disruptivem oder evolutionärem Charakter das Augenmerk darauf bleiben, konkrete technische Lösungen zu realisieren.

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